- Essbare Stadt Andernach

In der Blumenhalle begegnen wir ihr, der Stadtmauer von Andernach. Die erste "essbare Stadt" Deutschlands, gelegen zwischen Mainz und Koblenz gibt sich die Ehre – mit einer Stadtmauer und 300 Quadratmetern bepflanzter Beete.

Seit fünf Jahren macht die Stadt und das besondere Projekt Schlagzeilen: wegen der vorbildlichen Umgestaltung ihrer Parkanlagen.


Die Altstadt von Andernach am Rhein erweckt den Eindruck eines paradiesischen Gartens. Im Sommer gedeihen neben Tomaten, Zucchini und Kartoffeln auch Feigen, Birnen, Mandeln, Esskastanien und sogar Indianerbananen . Das Besondere: Hier darf jeder ernten.


Öffentliche Grünanlagen werden oft von Bürgern als Fläche der Stadt oder der Kommune angesehen - und nicht als Fläche der Bürger. Die Stadt Andernach verfolgt daher einen neuen Ansatz – statt „Betreten verboten" heißt es plötzlich „Pflücken erlaubt".

Gemüse in Bio-Qualität zum Beispiel - zum Nulltarif. Das alles wächst in Andernach auf rund 10 000 Quadratmeter städtischer Fläche.

Die Idee dazu stammt von der Gartenbauingenieurin Heike Boomgaarden und Andernachs Stadtökologen Lutz Kosack.


Im Gespräch mit Hellmuth Henneberg erläutert Heike Bloomgarden das mehrfach ausgezeichnete Projekt.