Grüne Woche 2014 Blumenhalle (Quelle: Julia Vogel)

- Grüne Tour 2014

Hellmuth Henneberg eröffnet das rbb Gartenzeit-Jahr mit einem Besuch auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Bei der Grünen Woche kommt der Frühling, wann er will.

In Halle 23a geht er sogar nahtlos in den Sommer über. Zehn Tage lang bewirtschaftet das Freilichtmuseum Detmold hier einen ländlichen Garten. Genau so wie vor hundert Jahren, als Selbstversorgung wichtiger war als Ästhetik.

Deshalb sind die Beete zu 80% mit Gemüse bebaut und der Zieranteil ist relativ klein. Trotzdem ist es eine wunderschöne Mischung aus Nutzpflanzen und Zierpflanzen. Etwas für das Auge zu haben ist in einem Nutzgarten auch wichtig.

Neben den Klassikern im Gartenbeet mag Agnes Sternschulte fast vergessene Nutzpflanzen. Wie die Gartenmelde - eine der ältesten Kulturpflanzen der Welt. Auch die Tabakpflanze gehörte früher in viele Landgärten. Und einfache aber praktische Vogelscheuchen.

Ein unerschöpfliches Sortiment an Pflanzensamen gibt es in Halle 10. Für die kommende Saison stellt sich das Thüringer Familienunternehmen N.L. Chrestensen auch auf Gartenanfänger ein. Zum Beispiel mit einem fast kompletten Gurkensalat aus Gurken- und Dillsamen im praktischen Saatband.

Und selbst denen, die gar keinen Garten haben, kann man hier eine Freude bereiten. Mit einem Blumengruß im Beutel. Hinten kommt eine Briefmarke drauf und vorne findet sich für fast jeden Anlass der richtige Gruß - Pflanzpads und Samen inklusive.

Wann wird es Kohlrabi oder Salat zu heiß unter der eigentlich schützenden Vließ- und Folienabdeckung? Das erforscht Martin Sandmann vom Leibniz-Institut für Gemüse und Zierpflanzenbau Großbeeren. Besonders Gemüsebauern sollen von seinen Forschungsergebnissen profitieren. Kleingärtner können ruhig weiter auf ihren grünen Daumen vertrauen. Aber generell gilt:

Wenn draußen über 20 Grad warm ist, wird es unter den Abdeckungen zu heiß. Das kann bis über 40 Grad gehen. Die Pflanzen werden dann auf jeden Fall geschädigt.

Die Balkontrends fürdas kommende Frühjahr stellt der Zentralverband Gartenbau in Halle 9 vor. Kleine Traubenkiwis zum Beispiel. Oder Gerbera-Sorten, die sich farblich an der Modewelt orientieren und beinahe in Neonfarben leuchten.

Die Niederländer setzen in diesem Jahr auf klassische Eleganz. In Halle 18 haben sie ihrem neuen Königspaar ein florales Denkmal gesetzt. Ganz in weiß - mit über 6000 liebevoll arrangierten Blumen.

Und wem Holland einfach nicht exotisch genug ist, der geht eben in der Blumenhalle eine "Grüne Woche" lang auf Weltreise.

Beitrag von Stefanie Stoye

weitere Themen der Sendung

Orchideen

Die eine hätte gern Wasser - aber bitte nur destilliert. Die andere Dame verlangt stets nach passendem Licht, und wieder eine andere kann sich nur bei 50% Luftfeuchtigkeit entfalten. Exzentrische Diven - Orchideen. 

Essbare Stadt Andernach

In der Blumenhalle begegnen wir ihr, der Stadtmauer von Andernach. Die erste "essbare Stadt" Deutschlands, gelegen zwischen Mainz und Koblenz gibt sich die Ehre – mit einer Stadtmauer und 300 Quadratmetern bepflanzter Beete.

Schneeglöckchen

Es heißt ja, das Schneeglöckchen läutet den Frühling ein, den Vorfrühling zumindest. Denn den vermelden die Phänologen, sobald sie die erste weiße Blüte erspäht haben

Werner Aisslinger - Aquaponic (Quelle: rbb)

Werner Aisslingers urbanes "Haus der Zukunft"

Der Gärtner von morgen soll zukünftig nicht nur im Garten aktiv sein, sondern auch in seinen eigenen vier Wänden, wenn es nach Deutschlands bekanntestem Designer Werner Aisslinger geht.

Englischer Garten von Sarah Price

Sarah Price mischt Englands Gartenszene auf. Sie ist der neue Star im Mutterland des Gartens. Gerade mal Anfang 30, hat sie schon so ziemlich alle Wettbewerbe gewonnen, die Rang und Namen haben.