-
Sarah Price mischt Englands Gartenszene auf. Sie ist der neue Star im Mutterland des Gartens. Gerade mal Anfang 30, hat sie schon so ziemlich alle Wettbewerbe gewonnen, die Rang und Namen haben.
Bei der Gestaltung des „Olympic Park“ in London zu den Olympischen Spielen 2012 war sie dabei und auf der Chelsea Flower Show bekam sie für ihren Garten eine Goldmedaille.
Nun aber hat sie London verlassen und ist zu ihren Wurzeln zurückgekehrt. Hier in Südwales in Abergavenny steht das Haus Ihrer Großmutter. Hier hat sie ihre Kindheit verbracht und ihre Liebe zum Garten entdeckt. Hier findet sie nun nach alle dem Trubel Ruhe und Entspannung.
Sarah Price, Gartendesignerin
Es ging wirklich alles sehr schnell. Ich brauchte es einfach, wieder hierher zu kommen, wo alles begann. Nun kann ich mich zum Thema Garten wieder weiter entwickeln. Ursprünglich habe ich Kunst studiert und kam eher durch Zufall zum Garten. Ich habe dadurch einen anderen Blickwinkel und schaue mir das von außen an. In den gärten will ich einfach nur schöne Atmosphären schaffen, lasse meiner Leidenschaft freien Lauf und ich halte mich dabei an keine Regeln. Vielleicht ging deshalb alles so schnell!
Sarah Price studierte nie Gartendesign oder Ähnliches, hat aber als Gärtnerin gearbeitet. Ihre Gärten sind Gefühlsgärten, Adaptionen an Naturszenen. Es sind Bilder, die ihr zum Beispiel auf einem Spaziergang begegnen. Diese bilden dann die Grundlage für ihre Pflanzungen.
Der Garten ihrer Großmutter in Südwales soll nun auch ein Sarah Price-Garten werden. Ein Garten, in dem ihr kleiner Sohn Lewin - genauso wie sie - eine glückliche Kindheit verbringen wird.
Sarah Price, Gartendesignerin
Meinen Sohn hier aufziehen zu können, wo es Berge gibt und Tiere, das ist wunderbar. Gerade in unserer hoch technologisierten Zeit muss man als Ausgleich die Verbindung zur Natur haben. Wenn ich als junger Mensch die Natur nicht kennen gelernt habe, wie soll ich mich dann für sie engagieren?
1950 kauften die Großeltern das 8000 qm große Grundstück. Teile wurden parkähnlich gestaltet, andere verwilderten mit der Zeit. Nun will Sarah Price aus dem Anwesen wieder Stück für Stück einen richtigen Garten machen. Ein Naturgarten soll es werden. Vieles von dem, was sich hier mittlerweile angesiedelt hat, wird als Lebensraum für Tiere erhalten bleiben. Einen genauen Plan gibt es noch nicht. Sie lässt sich Zeit. Zunächst einmal mal muss sie den Garten ihrer Kindheit wiederentdecken.
Sarah Price, Gartendesignerin
Es sehr wichtig, dass ein Garten immer die Blicke auf sich zieht. Auch in den kleinen Bereichen sollten Pflanzen wachsen, die die entsprechende Atmosphäre zu jeder Jahreszeit noch verstärken. Zwar ist oft weniger mehr, aber man sollte dabei immer mutig sein. Im Sommer kann das eine einzelne Verbene sein oder ganz viele davon, oder man nimmt ganz viele Tulpen im Frühjahr. Es ist wichtig bei der Gartengestaltung an Pflanzen für jede Jahreszeit zu denken.
Hier in Südwales in Abbergavenny im Garten ihrer Großmutter, gibt es noch viele Gartenemotionen zu entdecken. Und es gibt viel zu tun. Zu spüren aber ist sie jetzt schon, die Gartenhandschrift von Sarah Price – naturverbunden und sehr poetisch!
Beitrag von Horst Mager


