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Er ist kein Gärtner und auch kein Gartendesigner. Dr. Heiner Grüneberg ist Wissenschaftler. Er hebt unter dem gläsernen Dach der Humboldt Universität Berlin immer wieder neue Zierpflanzen aus der Taufe.
Das Ausgangsmaterial dafür kommt überwiegend aus Gärtnereien in Südafrika oder anderen tropischen und subtropischen Regionen. So z.B. die „Dicliptera“, noch unscheinbar, aber der Fachmann sieht schon Potential.
Knapp 50 verschiedenen Pflanzen werden auf ihre Eignung für unsere Wohnzimmer und Balkone geprüft. Entscheidend ist auch, wie sich die Pflanzen vermehren lassen. Wie energieaufwendig ihre Anzucht und wie kompakt der Wuchs ist, damit sie gut transportiert werden können.
Berechtigte Hoffnungen machen sich die Wissenschaftler um Heiner Grüneberg beim Sauerklee „Oxalis purpurea“ der schöne große Blüten bringt, die sich etwa eine Woche lang halten. Oder auch die Kaphyazinthe „Lachenalia“, die gelb und rot blüht. Sie alle gehören zum Versuchsprogramm der Arbeitsgruppe „Neue Zierpflanzen.
So weckt auch das Fleißige Lieschen das Interesse der Forscher, gelb in der Blüte und kriechend im Wuchs. Allerdings klappt das mit dem Blühen erst ab 15 Grad aufwärts, da muss noch etwas experimentiert werden. 15 Jahre wurde am „Blauen Falter“ herum gedoktert.
Der „Rote Regen“, ein strauchartiges Gewächs aus Kolumbien, wurde akzeptiert und ist mittlerweile als Wintergartenpflanze sehr beliebt. Bis zu zwei Meter kann er groß werden und blüht von Januar bis in den Frühling hinein.
Und zum Erfolgsschlager wurde auch der rosafarbene Bleiwurz, Plumbago. An einem hellen Standort und mit guter Nährstoffversorgung blüht er unermüdlich durch den ganzen Winter.
Beitrag von Martina Hiller






