Ein Brunnen des Schlosses Glienicke mit goldenen Löwenfiguren (Quelle: dpa)

200 Jahre - Lennépark Glienicke

Dieser Ort an der Havel verzaubert. Ein geheimnisvoller Garten, rätselhafte Blicke, große Panoramen – der Park Glienicke gilt als erstes Meisterwerk des Gartenkünstlers Peter Joseph Lenné. Mit zarten 24 Jahren hat er einen Wald zwischen Berlin und Potsdam in ein Kunstwerk verwandelt, das seine Besucher bis heute beeindruckt.

Der Park Glienicke war die grandiose Visitenkarte für Lenné. Er ist Gartengeselle, als er am königlichen Hof eingestellt wird, schmeißt mit großer Geste diesen wunderbaren Park hin und wird dadurch sofort berühmt. Das bestätigt natürlich auch den König, der mit den Worten zitiert wird: „Ich hab hier den Richtigen eingestellt.“

Sein Entwurf umfasst einen großen englischen Landschaftspark mit verschlungenem Wegesystem und den Garten um das Sommerschloss Prinz Carls des IV. Das fachkundige Auge erblickt in der inszenierten Schönheit geradezu einen Werkzeugkasten der lennéschen Landschaftsgestaltung.

Er vereint auf kleiner Fläche alle seine Tricks, seine Stilelemente. Mit diesen wunderbaren kleinen Hügeln, mit den sanften Tälern und vor allem, ein wichtiges Stilelement des englischen Parks, mit geschlungenen Wegen. Und deshalb sieht man nie, was hinter der nächsten Ecke kommt.

Berühmt sind die Sichtachsen, die den Park nach Westen- mit dem Pfingstberg und dem Schloss Belvedere- und nach Süden - mit Schloss und Park Babelsberg, den sein Erzkonkurrent Fürst Pückler gestalten durfte - verbinden.

Für ihr Buch über Lenné – von der Erschaffung der Landschaft - hat Christa Hasselhorst 25 Orte besucht, an denen der Gartengestalter seine Spuren hinterließ.

Der Park nahe der Glienicker Brücke mit dem Löwenbrunnen und verwunschenen Laubengängen wirkt, als hätte er die 200 Jahre seines Bestehens gebraucht, um reifen zu können. Das allerdings war Lennés Plan.

Es gibt einen wunderbaren Satz von englischen Gartentheoretiker Alexander Pope aus dem frühen 18. Jahrhundert. Er hat gesagt: ‚Und die Zeit wird Euer Werk zu einem Wunder machen‘. Punkt! Das Wunder darf also ruhig bestaunt werden.  

Beitrag von Felix Krüger

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