- Tulipan im Britzer Garten

Ob einfarbig, zweifarbig oder dreifarbig. Einfach, gefüllt oder gefranst. Nach diesem scheinbar unendlich langen Winter sind diese zarten, ersten Frühlingsboten mehr als willkommen.

Über dreihunderttausend Tulpenzwiebeln werden in den nächsten Wochen den Britzer Garten in Berlin in ein farbenfrohes Blütenmeer verwandeln. Ausgesucht und kombiniert werden sie alle Jahre wieder von Herta Simon. Perfekt in Reihe gesteckt, Ton in Ton oder kontrastreich nebeneinander. Selbst was wild verstreut erscheint, auf den Wiesen unter blühenden Kirschbäumen, alles hat System.

Wer sich für spezielle Sorten interessiert, wird auch auf seine Kosten kommen. „Cafe noir“ z.B., fast schwarz wie der Name es schon sagt. Die rote "Miranda" sieht eher aus wie eine Ranunkel, ist aber eine Tulpe. Auffällig anders auch die „Careol“, von diesen Mehrblütigen hat man lange etwas, denn es gehen nie alle Knospen auf einmal auf. Zu den ganz pünktlichen zählen die so genannten "Botanischen Tulpen", die Fosterianer-Hybriden.

Wer sie alle sehen will, muss mehrmals kommen. Wenn die Greigii–Tulpen, das sind die mit dem marmorierten Laub, fast durch sind, beginnen die Papageien-Tulpen und etwas später haben dann die meisten der Lilienblütigen ihren großen Auftritt.

Autorin: Martina Hiller