- Antennereporterin Inka Gluschke unterwegs in Straupitz

Am nördlichen Rand des Spreewaldes liegt Straupitz. Der kleine Ort ist durch seine klassizistische Kirche, erbaut nach Plänen von Karl-Friedrich Schinkel, bekannt. Eine historische und noch funktionierende Holländermühle ist außerdem in Straupitz zu bestaunen.

Nicht zuletzt ist Staupitz wohl auch durch die Gärtnerei Welzel, einem kleinen Familienbetrieb, bekannt. Dieser sahnt seit 1995 auf sämtlichen Gartenschauen, ganz gleich ob Landes- oder Bundesgartenschauen, für seine Pflanzen Preise ab.

Interview zwischen Gärtner Matthias Welzel und Anntenne-Reporterin Inka Gluschke

Inka Gluschke, Antenne Brandenburg
Mit welchen Pflanzen punkten sie denn bei den Gartenschauen?

Matthias Welzel
Mit wunderbaren Stiefmütterchen, Hornveilchen, Topfranunkeln und Lerchensporn.

Inka Gluschke, Antenne Brandenburg
Normalerweise ist es bei ihnen um diese Jahreszeit im Gewächshaus nicht mehr ganz so voll. Das ist dieser Winter, oder?

Matthias Welzel

Der Frühjahrsverkauf begann in diesem Jahr sehr spät und wir hoffen auch noch, dass weitere Kunden kommen und sich ein Frühjahrsbeet zaubern.

Inka Gluschke, Antenne Brandenburg

Wie halten sie die Pflanzen denn so lange hin?

Matthias Welzel

Viel lüften, wenig gießen aber auch nicht zu sparsam, sonst haben wir Trockenschäden.

Inka Gluschke, Antenne Brandenburg

Nun haben wir ja in diesem Jahr neben Prenzlau, wo sie natürlich auch wieder präsent sind, auch noch die die Internationale Gartenschau in Hamburg. Sind sie da auch mit von der Partie?

Matthias Welzel
Ja wir werden auch mit dabei sein mit diesem Sortiment an Hornveilchen und Stiefmütterchen in weiß, creme, blau und das wird morgen weggehen.

Inka Gluschke, Antenne Brandenburg
Da kommen also die großen Autos, holen das hier raus und dann wird das hier leer sein?

Matthias Welzel

Nein das wird nicht leer sein, wir hoffen auch noch, dass andere Kunden kommen.

Inka Gluschke, Antenne Brandenburg

Apropos Kunden. Um wie viel müssten sie ihre Pflanzen jetzt teurer verkaufen?

Matthias Welzel

Um 50%. Das Putzen war aufwendiger, das Arbeiten war einfach schwieriger, der Platz hat gefehlt.

Inka Gluschke, Antenne Brandenburg

Welche Auswirkungen hat denn der harte Winter auf die Arbeit im Gewächshaus? Nun war der Start ja mit größeren Schwierigkeiten verbunden. Sie saßen sozusagen wochenlang auf gepackten Koffern, wie lange kann man denn Blühpflanzen so hinhalten?

Matthias Welzel

Der Platz für die Sommerblumen fehlt. Die müssen getopft und gerückt werden. Sie sehen, wir haben sie schon zweietagig stehen. Bei gutem Wetter können wir die Tische raus fahren, gutes Wetter haben wir aber nicht. Also bleiben wir zweietagig und das ist einfach auch schwereres Arbeiten für die Kollegen.

Inka Gluschke, Antenne Brandenburg

Jetzt juckt es uns in den Fingern. Die ersten frostfreien Tage laden ja nun dazu ein, Kübel und Kästen so schnell wie möglich zu bepflanzen, was würden sie empfehlen, von welchen Pflanzen haben wir denn nun noch was?

Matthias Welzel

Am meisten haben sie noch was von Hornveilchen, Tausendschönchen und Stiefmütterchen.

Inka Gluschke, Antenne Brandenburg

Da freuen wir uns auf das, was da kommt. Wir bedanken uns, dass wir hier hinter die Kulissen gucken durften, drücken ganz doll die Daumen, dass die Pflanzen aus Straupitz sowohl in Prenzlau als auch in Hamburg wieder zu Ruhm und Ehre gelangen.

Autorin: Martina Hiller