Hosta (Quelle: rbb)

- Hosta

Sie sind die heimlichen Stars im Schattenbeet und kommen auch unter Bäumen und Sträuchern gut zurecht: die Funkien, botanisch Hosta. Ihre großen, imposanten Blätter liefern mit ihren unterschiedlichen Grüntönen interessante Farbtupfer und sorgen spätestens ab Juni dafür, dass hier kein Unkraut mehr durch kommt.

Funkien sind Blattschmuckstauden. Den Blüten, die in verschiedenen Lilatönen bis hin zum zarten Weiß erscheinen, wird von den großen, gleichmäßig geaderten Blättern ohnehin die Schau gestohlen.

Mehr als viertausend Sorten sind derzeit bekannt. In der Foerster-Staudengärtnerei in Potsdam Bornim werden mehr als 150 Sorten kultiviert und verkauft. Die Nachfrage nach Hosta steigt seit Jahren ebenso wie deren Vielfalt. Von gelb über hell- bis hin zu dunkelgrün und fast blau reichen die Farbtöne. Es gibt sie auch gestreift, panaschiert oder weißrandig, von der zehn Zentimeter hohen Zwergform bis hin zum ein Meter vierzig großen Exemplar. Von der Blattfarbe hängt auch die Verwendung ab. Als Faustregel gilt: Je heller die Blätter, umso mehr Sonne verträgt die Pflanze. Und so gibt es mittlerweile auch eine Hosta für den Balkon.

Wolfgang Härtel von der Foerster Stauden GmbH hebt aus dem Riesenangebot die amerikanische Züchtung „Sum and Substance“ hervor. Die hellgrüne, riesenblättrige Sorte ist auch ideal für den Kübel. Sie liebt sonnige Plätze, färbt dort auch am besten aus und vor allem: Sie ist völlig winterhart. Sehr windige Standorte mag sie allerdings nicht, weil dann die großen Blätter Schaden nehmen können.

Von Vorteil ist: Die Hosta braucht kein Winterquartier. Wenn im Topf keine Staunässe entsteht, kann Frost ihr nichts anhaben und sie treibt Ende Mai garantiert wieder aus.

Zu den ganz neuen Sorten zählt die gelbliche „Honshu“, die schneckenresistent ist und sich im Halbschatten am wohlsten fühlt. Und auch die auffällig blaugrün-weiße „Ussuri“, die wegen ihrer hellen Farbe etwas weniger Sonne braucht.

Ein regelrechtes Schattendasein bevorzugen die ganz blauen, einfarbigen Sorten, die nur ohne direkte Sonne ihr schimmerndes Blau so richtig entfalten können. Dafür sorgt eine Wachsschicht, die die Blätter fast samtig aussehen lässt und sie vor Verdunstung schützt.

Beheimatet sind die großblättrigen Schönheiten eigentlich in China, Japan und Korea. Bei uns bevorzugen sie frische, humose Böden, streiken aber auch nicht auf weniger nährstoffreichen Standorten. Sie sind ziemlich durstig, mögen aber keinesfalls Staunässe.

Ansonsten sind sie völlig unproblematisch und sorgen zudem dafür, dass andere Blüten wie die Blüten vom Storchenschnabel und vom Allium so richtig zur Geltung kommen.

Autorin: Martina Hiller