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Bunte Blütenpracht im Sommerwind: ob Zinnie, Margerite oder Lerchensporn. Auch an Tomaten und Paprika darf schon mal gedacht werden.
Bis es soweit ist, dauert es noch ein Weilchen. Aber Sie können den Blühbeginn dieser Pflanzen ein wenig nach vorne verlagern, indem Sie die Pflanzen vorziehen. Platz ist dafür in der kleinsten Hütte. Der Handel bietet nämlich so genannte Anzucht- oder Zimmergewächshäuser an.
Und weil man im Zimmer eben ungern mit Erde rumkrümelt, liefern einige Anbieter auch gleich solche Substrattabletten oder Quelltöpfe mit. Die legt man dann in den vorgestanzten Boden und übergießt sie vorsichtig mit lauwarmem Wasser. Zehn dieser Tabletten saugen etwa einen ¾ Liter Wasser auf, da kann man wirklich zusehen. Nach etwa fünf Minuten sind die Töpfchen satt. Überschüssiges Wasser wird vorsichtig abgegossen.
Dann werden die Samen eingesetzt . Schauen Sie aber auf die Samentüte. Denn es gibt auch Lichtkeimer das sind z.B. Petunien oder Begonien, die dürfen eben nicht mit Erde abgedeckt sein. Nun sorgen Sie dafür, dass das Substrat immer schön feucht bleibt, Staunässe wäre fatal. Gießen kann man mit einer Sprühflasche.
An einem hellen sonnigen Standort bei gleich bleibender Temperatur so zwischen 18 und 20 Grad sind die Entwicklungsbedingungen ideal. Aber vergessen Sie nicht, das Gewächshaus täglich zu lüften. Dank dieser Vorrichtung geht das ganz gut.
Ebenfalls sehr praktisch sind Torftöpchen. Auch die lassen sich gut in einem Minigewächshaus unterbringen. Auch hier können Sie Substrattabletten oder eben nur Anzuchterde verwenden. So was eignet sich z.B. gut für die Anzucht von Tomaten und Paprika. Die Wurzeln wachsen hier einfach durch und Sie können die Pflanzen samt Töpfchen auspflanzen, ohne nur eine einzige Wurzel zu kappen.
Die Gartencenter bieten zur Anzucht von Jungpflanzen derzeit viel Praktisches an. So empfiehlt es sich gerade bei wärmeliebenden Pflanzen, wie Paprika z.B., Heizmatten zu benutzen. Die gibt es zu den Gewächshäusern passgenau dazu und heizen auf Temperaturen zwischen 22 und 25 Grad.
Bei den Minis ist es fast wie in einer Musterhaussiedlung. Es gibt etliche Größen, Formen und Farben. Preislich liegen sie zwischen 10 und 20 Euro. Für die exklusive Ausstattung mit digitaler Temperaturanzeige und Thermostat, bezahlen Sie etwa 130 Euro.
Autorin: Martina Hiller
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/gartenzeit/archiv/gartenzeit_vom_19/minigewaechshaeuser.html