-
Tiefgründige Böden, ergiebige Niederschläge, und relativ milde Winter. All diese gärtnerischen Vorteile hat Norddeutschland zu bieten. Daher ist es auch kein Zufall, dass sich hier im Kreis Pinneberg die zwei größten Rosenzüchter Deutschlands ansiedelten: Kordes in Sparrieshop und Tantau in Uetersen.
Seit mehr als 100 Jahren werden hier sowohl Garten- als auch Schnittrosen gezüchtet. Von letzteren bringt Tantau jährlich mindestens fünf neue Sorten auf den Markt. Viele Lizenzen gehen auch nach Afrika und Südamerika, wo das Gros der Schnittrosen produziert wird, die dann wieder in hiesigen Blumenläden landen.
Aber auch bei den Gartenrosen präsentieren die Züchter von Tantau immer wieder neue Sorten. Im Kreuzungsgewächshaus werden in mühsamer Handarbeit die Blütenblätter entfernt und die Staubgefäße, also die Pollen gesammelt.
Ebenso per Hand erfolgt dann die Bestäubung der ausgewählten Pflanzen. Die Samen, die bis zum Herbst in den Hagebutten reifen, werden dann feinsäuberlich ausgepult und zur Keimung gebracht.
Für die Schnittrosen schneiden die Gärtner die Augen aus den kräftigsten Sämlingen mit der schönsten Blüte, um sie auf eine robuste Unterlage zu veredeln. Als Stecklinge können sie dann im Gewächshaus Wurzeln bilden.
Die Gartenrosen werden dagegen auf dem Feld veredelt, wo sie sich unter Freilandbedingungen behaupten müssen. Erst nach 5-10 Jahren sind sie marktfähig, zuvor werden sie immer wieder selektiert.
Auf den Selektionsfeldern kann die Gesundheit der Pflanzen überprüft werden, weil hier nicht gespritzt wird. Gibt es keinen Sternrußtau und auch keinen Mehltau ist das schon mal ein ganz großer Pluspunkt. Außerdem geht es natürlich darum, wie kompakt eine Pflanze wächst. Ist sie rundbuschig oder wächst sie sehr einseitig? Die Züchter wollen kompakte Pflanzen, damit sie später im Container gut stehen. Weitere Kriterien sind Blütengröße und Farbe.
Die ist natürlich auch immer einer gewissen Mode unterworfen. Im Trend sind derzeit kräftige, knallige Farben, die möglichst nicht so rasch verblassen. Erst wenn all das geprüft ist, gibt es die Rosen in Baumschulen und Gartencentern zu kaufen oder per Katalog zu bestellen.
Wer es jedoch ganz genau wissen will, kann sich direkt bei Tantau im Schaugarten umsehen. Denn hier sind etliche Sorten ausgepflanzt, so dass man einen guten Eindruck bekommt, wie die Rose später im Garten, auch bei Wind und Wetter, aussehen könnte.
Die Palette reicht von Zwerg- über Beet- oder Edel- zu Strauch- bis hin zur Kletterrosen und Hochstämmchen. Von der meistverkauften zweifarbigen Sorte „Nostalgie“ bis hin zur altbewährten zarten aber äußerst robusten Aspirinrose.
Beitrag von Martina Hiller
Aber auch bei den Gartenrosen präsentieren die Züchter von Tantau immer wieder neue Sorten. Im Kreuzungsgewächshaus werden in mühsamer Handarbeit die Blütenblätter entfernt und die Staubgefäße, also die Pollen gesammelt.
Ebenso per Hand erfolgt dann die Bestäubung der ausgewählten Pflanzen. Die Samen, die bis zum Herbst in den Hagebutten reifen, werden dann feinsäuberlich ausgepult und zur Keimung gebracht.
Für die Schnittrosen schneiden die Gärtner die Augen aus den kräftigsten Sämlingen mit der schönsten Blüte, um sie auf eine robuste Unterlage zu veredeln. Als Stecklinge können sie dann im Gewächshaus Wurzeln bilden.
Die Gartenrosen werden dagegen auf dem Feld veredelt, wo sie sich unter Freilandbedingungen behaupten müssen. Erst nach 5-10 Jahren sind sie marktfähig, zuvor werden sie immer wieder selektiert.
Auf den Selektionsfeldern kann die Gesundheit der Pflanzen überprüft werden, weil hier nicht gespritzt wird. Gibt es keinen Sternrußtau und auch keinen Mehltau ist das schon mal ein ganz großer Pluspunkt. Außerdem geht es natürlich darum, wie kompakt eine Pflanze wächst. Ist sie rundbuschig oder wächst sie sehr einseitig? Die Züchter wollen kompakte Pflanzen, damit sie später im Container gut stehen. Weitere Kriterien sind Blütengröße und Farbe.
Die ist natürlich auch immer einer gewissen Mode unterworfen. Im Trend sind derzeit kräftige, knallige Farben, die möglichst nicht so rasch verblassen. Erst wenn all das geprüft ist, gibt es die Rosen in Baumschulen und Gartencentern zu kaufen oder per Katalog zu bestellen.
Wer es jedoch ganz genau wissen will, kann sich direkt bei Tantau im Schaugarten umsehen. Denn hier sind etliche Sorten ausgepflanzt, so dass man einen guten Eindruck bekommt, wie die Rose später im Garten, auch bei Wind und Wetter, aussehen könnte.
Die Palette reicht von Zwerg- über Beet- oder Edel- zu Strauch- bis hin zur Kletterrosen und Hochstämmchen. Von der meistverkauften zweifarbigen Sorte „Nostalgie“ bis hin zur altbewährten zarten aber äußerst robusten Aspirinrose.
Beitrag von Martina Hiller


