- Living Pictures - Begrünte Bilder

Live Picture – lebende oder begrünte Bilder liegen immer mehr im Trend. Es ist nicht mehr nur Gartenkünstlern wie Patrick Blanc vorbehalten, vertikale Pflanzenflächen zu gestalten.

Viele Firmen bieten verschiedene Systeme an. Im niederländischen Leersum kann man sich Anregungen für Fassadenbegrünungen, aber auch für den zu begrünenden Innenraum holen.

In Steinwollekassetten mit einem innen liegenden Substratkern werden zum Beispiel die winterharten Heucherapflanzen vertikal eingesetzt. Deren Wurzeln nehmen über das Substrat Wasser und Nährstoffe, die bei großen Flächen computergestützt zugeführt werden, auf. Zirka ein Jahr brauchen unsere kleinen Pflanzen bis sich geschlossene und dichte grüne oder farbige Flächen bilden  - ein Eldorado für Insekten – mitten in der Stadt.

Zu begrünende Flächen unterschiedlichster Größe werden geplant und vorbereitet. Für Außenfassaden, Foyers, Fitnessstudios oder Empfangshallen.

Für normale Räume ist die kleinere Variante interessant – die grünen, lebenden Bilder. Verschiedene Rahmen können individuell bepflanzt werden. Wahlweise mit zu bepflanzender Einzelkassette oder mit zwei Kassetten. Die kann man dann ganz nach Geschmack begrünen. Alle sechs bis sieben Wochen piept das Bild und braucht Wasser. Im Rahmen befinden sich die Wasserspeicher. Mittels Kapillarsystem gelangen Wasser und Nährstoffe über ein Fließ direkt zur Pflanze.

Im Praxistest wollen wir sehen, welche Pflanzen sich besonders für ein solches Bild eignen, wie viel Phantasie kann man walten lassen? Denn das Angebot an interessanten Zimmerpflanzen ist riesig.

Im Handumdrehen ist ein interessanter Mix aus Rhipsalis in der Mitte, verschiedenen Fittonien und Peperomien  oder Zwergpfeffer entstanden. Ganz im Trend auch Senecio, zu deutsch: Kreuz –oder Greiskraut. Bei Rhipsalis und Senecio darauf achten, dass die rankenden Pflanzen die kleineren nicht verdecken. Bei Bedarf ruhig zur Schere greifen. Und vor allem daran denken, dass die verwendeten Pflanzen alle ähnliche Anforderungen an Nährstoffe und Lichtverhältnisse stellen. Nur dann kann sich das Bild wirklich stetig entwickeln.

Beitrag von Sylvia Rademacher

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