Autobahndreieck Funkturm in Berlin; links verschwindet die A100 und rechts die Avus in Richtung Potsdam (Quelle: dpa)

Geheimnisvolle Orte - Die Avus

1909 beschlossen ein paar wohlhabende Autobesitzer, eine "Automobil Verkehrs- und Übungsstrecke" - kurz Avus getauft - in den Grunewald zu stampfen.

Fahrzeugen rollen am Freitag (22.06.2012) in Berlin auf der Avus der Autobahn A115 durch die Baustellenzone. (c) dpa - Bildfunk+++

Die Avus, das sind zehn Kilometer Straße, die sich von der westlichen Stadtgrenze Berlins wie ein durch den Grunewald gezogener Strich bis zum Berliner Funkturm ziehen. Die Avus war aber auch das Stück Restautobahn, auf der man, von der Transitstrecke kommend, West-Berlin begrüßte und endlich Vollgas geben durfte.
Wie um dem Osten zu zeigen, dass es im Westen nicht nur freier, sondern eben auch alles schneller zuging, durfte zwischen Wannsee und Charlottenburg ohne Limit gefahren werden. Das, was Fahrer und Fahrzeug hergaben. Mit Öffnung der Mauer endete diese Ära.

Das Archivbild von 01.07.1951 zeigt den Start der Formel-III-Fahrzeuge. (c) dpa - Bildfunk
Start der Formel III auf der Avus (1951)

Zugleich erinnert sie daran, was die Avus ursprünglich war: Deutschlands erste Rennstrecke und während der NS Jahre der schnellste Rundkurs der Welt. Gegründet wurde sie 1909 von ein paar wohlhabenden Autobesitzern, die es leid waren auf den Straßen der kaiserlichen Hauptstadt ständig auf die Pferdefuhrwerke achten zu müssen. Man beschloss, eine "Automobil Verkehrs- und Übungsstrecke" - kurz Avus getauft - in den Grunewald zu stampfen.

Tribüne, Quelle: rbb/Claus Räfle
Blick auf die Avus von der Tribüne

Die Avus ist heute eine Autobahn, die nach Berlin hineinführt und noch dazu über eine Geistertribüne verfügt, von der die Jüngeren meist nicht mehr wissen, als dass hier mal eine Rennstrecke gewesen sein muss.
Tatsächlich ist die Avus mehr als eine Straße. Aber welche Geschichten sich hier abspielten, welch emotions- und erinnerungsbeladener Ort die ehemals schnellste Strecke der Welt ist und welche Geheimnisse sich dahinter verbergen, zeigt der Film.

Film von Claus Räfle

Erstausstrahlung 20.08.13/rbb

Die Avus - A 115

Geheimnisvolle Orte: Das Gefängnis Moabit, Quelle: rbb

Das Gefängnis Moabit

Mitten in Berlin, zwischen Kanzleramt und Kurfürstendamm, hinter dicken Mauern und meterhohem Stacheldraht befindet sich eines der ältesten Untersuchungsgefängnisse Deutschlands - die JVA Moabit. 

Das wichtigste Requisit aus dem Hollywoodfilm "Troja" steht am Hafen der Regionalhauptstadt Canakkale © rbb/Johannes Unger

Troja und der Schatz des Priamos

Der Film zeichnet die spannende Odyssee des legendären Schatzes nach, beschreibt den Mythos der viel besungenen Heldenstadt, erzählt von der Besessenheit des deutschen Abenteurers und Altertumsforschers Heinrich Schliemann und erzählt von den Begehrlichkeiten, die das Gold von Troja bis heute weckt.

Die sogenannte III. Irrenanstalt entwarf der Stadtbaurat Ludwig Hoffmann im holländischen Landhausstil. Heute sind hier immer noch verschiedene Fachkliniken untergebracht. © rbb

Heilstätte für Bettler, Bürger, Bonzen - Die Krankenhausstadt Buch

In Berlin-Buch stand Anfang des 20. Jahrhunderts der größte Krankenhauskomplex Europas. Hier gab es eines der bedeutendsten Hirnforschungsinstitute, das die Nazis zu Untersuchungen an Euthanasieopfern nutzten. Hitler wurde hier obduziert und Honecker verarztet.

Logo "Geheimnisvolle Orte" (Quelle: rbb)

Der Grunewald

Der Film begibt sich auf Spurensuche im und in Grunewald, nach seiner wechselvollen Historie und nach dem Verborgenen.

Die Stettiner Skyline und die Oder. © rbb/Esther Schwade

Stettin

Nur zehn Kilometer jenseits der deutschen Grenze schaut die polnische Stadt an der Oder auf eine junge Vergangenheit zurück. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird die einst flächenmäßig drittgrößte Stadt Deutschlands Polen zugesprochen. Die ehemalige Hauptstadt Pommerns. Fast die gesamte Bevölkerung wird ausgetauscht. Aus Stettin wird Szczecin.

Infos über die Avus