Luftaufnahme 2012, Quelle: rbb/Havel-Film Babelsberg

- Hitlers Schloss in Schlesien

Albert Speer beauftragte 1943 die "Organisation Todt", das größte und repräsentativste Schloss in Schlesien - Schloss Fürstenstein bei Waldenburg - mit seinen fast fünfhundert Räumen zu einem repräsentativen Führerhauptquartier umzubauen.

Der zu schaffende über- und unterirdische Komplex sollte als Ausweichquartier für das Führerhauptquartier "Wolfsschanze" dienen und das gesamte Oberkommando der Wehrmacht, das Oberkommando der Luftwaffe, die Reichsführung der SS und das auswärtige Amt sowohl überirdisch als auch unterirdisch beherbergen können.

Zerstörter Maximiliansaal 1945, Quelle: rbb/Havel-Film Babelsberg
Zerstörter Maximiliansaal 1945
Dafür war geplant, riesige Stollen in das Eulengebirge zu treiben und auf zehn Quadratkilometern unterirdische Produktionsstätten für etwa dreißigtausend Menschen bereit zu stellen. Die ideale Lage des Schlosses - weit entfernt von den großen Schauplätzen des Krieges - veranlasste Hitler, trotz Krieg an dem Standort festzuhalten und seinen Ausbau zu forcieren. Albert Speer verlangte, dass die Arbeiten bis zum August 1945 abzuschließen seien.
Schloss Fürstenstein, heute Schloss Ksi¹¿, etwa 1933, Quelle: rbb/Havel-Film Babelsberg
Schloss Fürstenstein, heute Schloss Książ, etwa 1933

10.000 Arbeitskräfte aus den nationalsozialistischen Konzentrationslagern wurden zugesichert und 130 Millionen Reichsmark bereitgestellt. Das war das Vierfache der Summe, die in den Bau der "Wolfsschanze" investiert wurde. Erstmalig werden im deutschen Fernsehen die Ergebnisse der historischen Forschung über die Geschichte des Fürstenberger Schlosses gezeigt.

 

Exklusive Fotos und Dokumente ergänzen bisher selten gezeigtes Archivmaterial. Sie erzählen die kaum bekannte Geschichte eines wirklich geheimnisvollen Ortes.

Film von Hans Dieter Rutsch

Erstausstrahlung 14.05.2013/rbb

Schloss Fürstenstein im heutigen Polen

Geheimnisvolle Orte: Das Gefängnis Moabit, Quelle: rbb

Das Gefängnis Moabit

Mitten in Berlin, zwischen Kanzleramt und Kurfürstendamm, hinter dicken Mauern und meterhohem Stacheldraht befindet sich eines der ältesten Untersuchungsgefängnisse Deutschlands - die JVA Moabit. 

Das wichtigste Requisit aus dem Hollywoodfilm "Troja" steht am Hafen der Regionalhauptstadt Canakkale © rbb/Johannes Unger

Troja und der Schatz des Priamos

Der Film zeichnet die spannende Odyssee des legendären Schatzes nach, beschreibt den Mythos der viel besungenen Heldenstadt, erzählt von der Besessenheit des deutschen Abenteurers und Altertumsforschers Heinrich Schliemann und erzählt von den Begehrlichkeiten, die das Gold von Troja bis heute weckt.

Die sogenannte III. Irrenanstalt entwarf der Stadtbaurat Ludwig Hoffmann im holländischen Landhausstil. Heute sind hier immer noch verschiedene Fachkliniken untergebracht. © rbb

Heilstätte für Bettler, Bürger, Bonzen - Die Krankenhausstadt Buch

In Berlin-Buch stand Anfang des 20. Jahrhunderts der größte Krankenhauskomplex Europas. Hier gab es eines der bedeutendsten Hirnforschungsinstitute, das die Nazis zu Untersuchungen an Euthanasieopfern nutzten. Hitler wurde hier obduziert und Honecker verarztet.

Logo "Geheimnisvolle Orte" (Quelle: rbb)

Der Grunewald

Der Film begibt sich auf Spurensuche im und in Grunewald, nach seiner wechselvollen Historie und nach dem Verborgenen.

Die Stettiner Skyline und die Oder. © rbb/Esther Schwade

Stettin

Nur zehn Kilometer jenseits der deutschen Grenze schaut die polnische Stadt an der Oder auf eine junge Vergangenheit zurück. Nach dem Zweiten Weltkrieg wird die einst flächenmäßig drittgrößte Stadt Deutschlands Polen zugesprochen. Die ehemalige Hauptstadt Pommerns. Fast die gesamte Bevölkerung wird ausgetauscht. Aus Stettin wird Szczecin.