
Geheimnisvolle Orte -
Der Film zeigt eine Innenansicht der legendenumwobenen Waldsiedlung Wandlitz.
In der Waldsiedlung befand sich bis zur Wende eine etwa zwei Quadratkilometer große, abgeschirmte Siedlung, in der ranghohe SED-Funktionäre wohnten.
Wie lebten die "hohen Tiere" wirklich hinter ihren selbst gewählten hohen Mauern? War es eine Art "revolutionäre Kommune", eine dekadente Schickeria oder eher ein bieder-miefiger Kleinbürgerverein?
Die Waldsiedlung bestand im innersten Ring aus 23 Einfamilienhäusern mit jeweils 180 Quadratmetern Grundfläche. Aus heutiger Sicht waren es schlichte Fertigteilbauten mit eher bescheidener Einrichtung.
Zu DDR-Zeiten bedeuteten sie jedoch überdurchschnittlichen Luxus. Es gab u. a. ein Schwimmbad, ein Klubhaus mit Kino und Gaststätte sowie eine Verkaufsstelle, in der neben hochwertigen DDR-Erzeugnissen auch Westwaren für DDR-Währung gekauft werden konnten.
Auslöser der Siedlungsplanungen war der Ungarische Volksaufstand 1956. Die Mitglieder des Politbüros konnten in Wandlitz besser gesichert werden als in ihren Villen am Berlin-Pankower Majakowskiring. Ehemalige Bewohner kommen zu Wort, neue Archivfunde zeigen aus historischer Distanz ein verändertes Bild der SED-Politbüro-Siedlung.
