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Kalt und heiß - Eisbaden und die Therme +++ Alt und neu - Up Hus und die Siechenkapelle +++ Rot und weiß - Weinhaus und die Editionen +++ Hoch und tief - Wasserturm und die Wichmannleiter
Neuruppin ist eine der schönsten Städte Deutschlands, natürlich durch die Seenlage besonders im Sommer. Aber auch im Winter ist die Stadt einladend. Seit dem 1. Mai 1998 trägt sie den Beinamen Fontanestadt. Theodor Fontane, der große märkischen Dichter, wurde hier geboren. Theoretisch hätte der Beiname auch Schinkelstadt sein können. Denn der große Baumeister Karl Friedrich Schinkel erblickte 1781 in Neuruppin das Licht der Welt.
Beide Männer prägten und liebten nicht nur ihre Heimat, sondern auch gutes Essen und einen edlen Tropfen. Seit 10 Jahren gibt es das "Weinhaus am Neuen Markt". Es könnte ein französisches Bistro, eine italienische Bodega oder ein Traditionslokal. Völlig neu gebaut ist es eine gelungene Symbiose vom Flair der historischen Altstadt und internationaler Weinkultur. Einmalig sind die Sondereditionen Schinkel und Fontane.
Die Seenlage macht Neuruppin auch im Winter zu einem besonderen Ort. Joachim Glaser ist seit über 20 Jahren Eisbader. Beim Eisbadertag erwarten er und die ganze Stadt Gleichgesinnte aus Wusterhausen, Schwerin, Rostock, Zehdenick, Brandenburg und Berlin. Das Seehotel spendiert den Teilnehmern einen Aufwärmebesuch in der Fontane-Therme mit seinem staatlich anerkannten Heilwasser. Von Deutschlands größter schwimmender Seesauna hat man einen traumhaften Blick auf den Ruppiner See.
Die Siechenstraße ist eine typische Gasse aus dem 15.Jahrhundert. Hier steht die Siechenhauskapelle St. Lazarus. Dank Gabriele Lettow konnte sie nach der Wende saniert werden. Heute kann man hier heiraten und Veranstaltungen erleben. Zum Grundstück gehört das "UpHus" von 1694 als ältestes Fachwerkhaus der Stadt. Wo einst Familien, die ohne eigenes Verschulden in Armut geraten waren, lebten, können heute Touristen schlafen und speisen.
Fontane ist bekanntlich gern gewandert, heute wird in der Stadt auch geklettert. Im ehemaligen Wasserturm wurde die Kletteranlage Wichmannleiter gebaut, benannt nach dem Pater Wichmann, der über das Wasser gegangen sein soll. Wer hoch hinaus will, hat eine große Routenauswahl außen wie innen.
Mit Beiträgen über:

Ein Stadtspaziergang
Die Lage am See ist nicht der einzige Grund für die Schönheit. Im 18. Jahrhundert brannte Neuruppin fast vollständig ab. Vom Wiederaufbau stammen die vielen wunderschönen Häuser.

Ein Künstlerporträt
Matthias Zágon Hohl-Stein ist der Erschaffer des Parzival, eine 17 Meter hohe Skultpur, die über das Wasser schaut. Er wohnt in Karwe, einem der 13 Ortsteile und gibt sich in der Alten Schäferei der Holzkunst hin.

Ein Refugium
Der ehemalige Kornspeicher Neumühle ist das Reich von Mani Neumann. Für sein die denkmalgerechte Sanierung bekam er und sein Förderkreis den Schinkelpreis.

Ein Tempelgarten
Ein Verein hat den malerisch gelegenen Garten auf dem nördlichen Stadtwall wieder hergerichtet. Einst hatte ihn der preußische Kronprinz Friedrich angelegt.


