- Carla Kniestedt ist in Berlin unterwegs: Niederschönhausen

Hip Hop auf Rädern – unterwegs mit dem Tonbus +++ Der Blaue Stern leuchtet – Kino mit Tradition +++ Weihnachtszeit – Adventssingen in der Friedenskirche

Niederschönhausen, Ortsteil des Bezirks Pankow, ist ein von vielen Grünflächen geprägtes Viertel im Norden Berlins. Der großzügige Park des Schlosses Schönhausen ist nur ein Beispiel für die ausgedehnten Grünanlagen der Gegend.

Das Schloss Schönhausen blickt auf eine über 350jährige Geschichte zurück. Geprägt wurde es vor allem durch Königin Elisabeth Christine, die das Schloss als Sommerresidenz von ihrem Gatten Friedrich dem Großen 1740 geschenkt bekam. Da das Schloss, den Zweiten Weltkrieg unversehrt überstand, sind auch heute noch bauliche Zeugnisse aus dem 17. und 18. Jahrhundert darin zu bewundern. Nach dem Krieg wurde es als Sitz des ersten Staatsoberhauptes der DDR genutzt; war nach der Wende Verhandlungsort der "Zwei-plus-Vier-Gespräche" zur deutschen Einheit. Zwischen 2005 und 2009 wurde das Schloss aufwendig saniert und ist seit der Eröffnung im Dezember 2009 erstmals in seiner Geschichte öffentlich zugänglich.

Auch das kleine OFF-Kino "Blauer Stern" hat eine bewegte Geschichte. Seit Anfang des 20. Jahrhunderts flimmerten hier bewegte Bilder über eine Leinwand. Zunächst im Rahmen von Varietéveranstaltungen, später als Kino mit Bühne, genannt "Bismarck-Lichtspiele". 1946 wurde das Filmtheater zum "Kino Blauer Stern". 1987 musste es wegen Baufälligkeit geschlossen werden und erst neun Jahre später, 1996, konnte hier wieder ein Vorhang geöffnet werden.

Auf einen Beschluss hin entstand ab 1950 in Niederschönhausen die Künstlersiedlung Erich Weinert. Hier verbrachte Stefan Hahne seine Kindheit, im Atelier seiner Mutter Ruthild. Ruthild Hahne war Mitbegründerin der Hochschule für Angewandte Kunst, der heutigen Kunsthochschule Weißensee, an der sie auch einige Jahre als Dozentin arbeitete. Künstlerisch konzentrierte sie sich auf die Schaffung von Porträtplastiken. Stefan Hahne verwaltet den Nachlass seiner 2001 verstorbenen Mutter. Das einstige Atelierhaus gestaltete er zum "Ateliermuseum Ruthild Hahne", das auf Anfrage besichtigt werden kann.

Die Friedenskirche Niederschönhausen, am Ossietzkyplatz, wurde 1871 eingeweiht. Wegen des zu dieser Zeit endenden deutsch-französischen Krieges wurde die Kirche zur "Friedenskirche". Zur Gemeinde gehört ein Kirchenchor, unter der musikalischen Leitung von Kantorin Josefine Horn, ein Kinderchor und seit mehr als 60 Jahren auch ein Bläserchor. Jetzt in der Weihnachtszeit üben alle zusammen für die bevorstehenden Auftritte.


Mit Beiträgen über:

Eine Frau mit Schürze tritt aus der Fleischerei Dornig heraus, vor dem Schaufenster steht ein großes Dekor-Schwein (Quelle: rbb)

Fleischerei Dornig

Seit 1857 liegt das Fleischerhandwerk im Blut der Familie Dornig. Damals erhielt der Ururgroßvater des heutigen Chefs seinen Gesellenbrief. Seither geht’s hier nur um eines: die Wurst.

Kristina Ciaglia beim Zeichnen an ihrem Schreibtisch, auf dem mehrere Topfpflanzen stehen (Quelle: rbb)

Porträt Kristina Ciaglia

Kristina Ciaglia Steckenpferd ist die Kunst: großformatige Ölbilder, zarte Pastellzeichnungen und Fotografien. Neben der Malerei engagiert sie sich für die Aktion LAIB und SEELE der Berliner Tafel.

eine Menschentraube steht vor Ronald Thieles Tonspeicherbus (Quelle: rbb)

Tonspeicherbus

Ronald Thiele leistet ganz besondere Jugendarbeit: Er hat einen ausgedienten Linienbus in ein mobiles Tonstudio umfunktioniert und hat auch für alles andere ein offenes Ohr.

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