- Carla Kniestedt ist in Doberlug-Kirchhain unterwegs

Alles doppelt - die Doppelstadt Doberlug-Kirchhain +++ Alles Geschichte - Tradition der Gerberstadt Kirchhain +++ Alles auf Anfang - Restaurierung im Schloss Doberlug

Doberlug-Kirchhain, von den Einheimischen gern "DOKI" genannt, ist eine Doppelstadt im Süden Brandenburgs. Schon 1005 wird das Dorf Doberlug, damals mit seinem slawischen Namen "Dobraluh", erstmals urkundlich erwähnt. Die Zisterziensermönche siedelten hier ab dem zwölften Jahrhundert und begannen damit die Gegend landwirtschaftlich zu nutzbar zu machen. Kirchhains erste Erwähnung geht zurück auf das Jahr 1234. "Villa Kyrkhagen", wie die Siedlung damals hieß, gehörte zu den Besitztümern des Klosters, das im 16. Jahrhundert zu einem Schloss ausgebaut wurde. 1937 erfolgte die Umbenennung in Doberlug, um den slawischen Ursprung des Ortsnamens zu verwischen. Und im Jahr 1950 wurden die bis dahin eigenständigen Kommunen Doberlug und Kirchhain zu einer Stadt zusammengeschlossen.

Das Gerberhandwerk, begünstigt durch das weiche, eisenfreie Wasser der "Kleinen Elster", ist seit etwa 300 Jahren in Kirchhain ansässig. In seiner Blütezeit um 1900 gab es hier fast 100 Gerbereien. Heute zeigt das Weißgerbermuseum Facetten dieses traditionsreichen Handwerks.

Der Rautenstock ist ein denkmalgeschütztes Gebäude im Schlossbezirk von Doberlug. Es wurde im Jahre 1666 als Gästehaus des Schlosses angelegt und ist prägend für den barocken Charakter des Stadtteils. Das Gebäude hat über die Jahrhunderte vieles beherbergt. Es war Gasthaus, Kommandantur, Forstamt, Lagerhalle. Ab dem Jahr 2006 stand es schließlich leer und drohte zu verfallen. Den Rettungsanker warf 2010 Familie Röder, die ihn mühevoll sanierte und wieder als Herberge und Café betreiben möchte. Das Café wird wohl schon in diesem Jahr eröffnen. Spätestens zur großen landeshistorischen Ausstellung im Schloss 2014 soll auch die Pension in Betrieb gehen.

Am 1. Juni 2012 hat Patrik Pinter der Klosterschänke, dem Gasthaus im historischen Areal, ein zweites Leben eingehaucht. Er zog von Rotterdam nach Doberlug-Kirchhain, um sich und der Stadt ein gastronomisches Standbein aufzubauen.


Mit Beiträgen über:
Herren am Schießstand (quelle:rbb)

Die Doppelstadt Doberlug-Kirchhain

Den Bahnhof gibt es nur ein Mal, alles andere aber ist zwei Mal vorhanden: zwei Kirchen, zwei Kegelbahnen und stadtübergreifende Liebesgeschichten.
2 Gerber am Tisch (Quelle:rbb)

Gerber Oettrich

Seit 1823 wird in der Familie Oettrichs Leder hergestellt. Auch Manfred und Andreas Oettrich sind Gerber geworden. Wo früher fast unter jedem Dach ein Gerbermeister arbeitete, gehören heute die Brüder heute zu den letzten ihrer Zunft.
Schloss (Quelle:rbb)

Schloss Doberlug

Es ist ein Prachtstück von einem Renaissance-Schloss, das in Doberlug binnen 120 mittelalterlichen Jahren erbaut wurde. Gerhard Schulze hat hier gewohnt bis er 16 war, als Sohn eines preußischen Forst-Angestellten.

Serviceinformationen

Rautenstock

Werner Röder
Hauptstraße 18
03253 Doberlug-Kirchhain
Tel: 03 53 22 - 51 21 30