- Carla Kniestedt ist in Berlin-Friedrichshain unterwegs: Kreatives in der Wühlischstraße

Dreiecksplätze und die Friedrichshainer +++ Kuchen im Glas und Süßes aus Skandinavien +++ Polsterei seit 1938 und Weltmeister im Fingerboarding +++ KiezGestalten und sophisticated people

Zugegeben, mit den noblen Modemeilen von Paris und Mailand, hat die Wühlischstraße wenig Ähnlichkeit. Der kantige Charme der knapp einen Kilometer langen Straße hat aber seinen eigenen Reiz. An jeder Ecke gibt es hier etwas Besonderes: Kuchen im Glas zum Beispiel. Den zu backen hat Olivia Kaufmann von ihrer Mutter gelernt und das Gebäck ist ungemein praktisch - als Geschenk oder Torte-to-go und bis zu sechs Monaten haltbar.

Haltbarkeit hat sich auch Andreas Gebhardt auf die Fahnen geschrieben. In seiner Polsterei Jünemann, benannt nach dem Lehrmeister und früheren Geschäftsinhaber, arbeitet der 45jährige nach dem Motto: "Wo Alter einen Wert darstellt". Alte Polstermöbel werden liebevoll restauriert aber auch neues entsteht in der Werkstatt mit Schaufenster.

Der Rotdorn ist kein einfacher Straßenbaum. Er gehört zu den Ziergehölzen und als solches zeugt er von der gehobenen Geschichte der Knorrpromenade. Heute steht die ganze Straße unter Denkmalschutz, so auch die Schmucktore aus Sandstein, die derzeit allerdings nicht ganz so schmuck sind. Der Verein KiezGestalten hat es sich zur Aufgabe gemacht, dies zu ändern.

Der Wühlischplatz ist einer von drei dreieckigen Plätzen entlang der Straße, die nach David August Wühlisch benannt ist. Dieser wiederum stand in direkter Verwandtschaft zur Familie Sonntag, die im 19. Jahrhundert mit Immobiliengeschäften in der Gegend zu Geld gekommen sind.

Ein Besuch bei Herrn Nilsson Godis ist eine kleine kulinarische Reise in die Süßigkeitenwelt Skandinaviens. Kajsa Molin ist der Liebe wegen nach Berlin gekommen und hat das sündigste Stück Heimat einfach mitgebracht.


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Ideen sind gefragt

Um im schnelllebigen Friedrichshain dauerhaft bestehen zu können, muss man sich schon etwas Besonderes einfallen lassen; wie der Waschsalon, der auch ein Café ist oder die Bar, in der man das Inventar auch kaufen kann.

Sophisticated People

Schauspielerin Andrea Sawatzki unterstützt das Modelabel Sophisticated People. Ein Label, in dem Straßenkinder Mode machen. Es wurde im Dezember 2012 gegründet und hilft den Kids wieder auf die Beine.

Fashionhain

Friedrichshain wird auch Fashionhain genannt, weil sich hier viele junge Modedesigner niedergelassen haben. Für jeden Geschmack, jeden Anlass und für jeden Geldbeutel gibt es hier das passende Outfit.

Fingerboarding

Berlin ist Deutschlands Skateboardhauptstadt; sogar im Kleinen. Fingerboarding nennt sich der Sport, bei dem man dann doch über den Klavierunterricht der Kindheit froh ist. Im Cassiopeia traf sich die Szene zum Familientreffen.

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