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Hier wird sehr verschiedene filigrane Kunst kraftvoll geblasen.
Toni Rentsch ist früh meist der erste, der seine kleine Verkaufswerkstatt hier im Museumsdorf öffnet. Der Besucher hat den Eindruck, er kann es kaum erwarten, an die Arbeit zu gehen. Er ist ins Glas vernarrt.
Toni Rentsch
"Glas ist so ein toller Werkstoff, von der Kreativität her, die man dort entfalten kann. Das nimmt gar kein Ende. Das ist die Sache, die mich selber immer noch verblüfft. Ich lerne im Prinzip jeden Tag weiter dazu."
Toni Rentsch ist Autodidakt. Er hat alles Mögliche gemacht. Er war Schlosser, KFZ-Techniker, und Hausmeister. Und dann traf er eines Tages einen Kumpel von früher, der sich dem Glasblasen verschrieben hatte. Toni Rentsch ließ sich begeistern. Es glitzert und blinkert, das Licht spiegelt sich in den zarten Glasgebilden – man mag es kaum glauben, dass so ein großer kräftiger Kerl in der Lage ist, so etwas Zartes zu erschaffen.
Auf der anderen Straßenseite treffen wir Olaf Gonzales-Valero. Er ist gelernter Glasmacher. Genauer gesagt Hohl- und Kelch-Glasmacher. Im Ofen herrschen fast 2000 Grad – im Innern ist der Bottich mit geschmolzenem Glas. Olaf Gonzales-Valero spielt mit dem Material, als wäre es Kinderknete. In Glaswelten einzutauchen, ist ein bisschen wie eine Reise in ein anderes Land.
Ein Beitrag von Konstanze Weidhaas
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/heimatjournal/archiv/heimatjournal_vom141/glasmacher_in_glashuette.html