Sie sind hier:
rbbonline | Archiv

Wie eine Glocke richtig gegossen wird – ein Handwerk, das nur wenige beherrschen.
Johannes Remenz ist Glockenexperte in der Kunstgießerei in Lauchhammer. Das Gießen von Glocken ist ein Kunsthandwerk, das nur wenige beherrschen und etliche Arbeitsschritte beinhaltet.
Vor dem Gießen muss die Größe der Glocke kompliziert berechnet werden damit sie hinterher den richtigen Ton von sich gibt. Dann kann erst in vielen kleinen Schritten die Form für den Guss entstehen.
Andreas Noack, Glockengießer
"Zehn bis 15 Mal müssen Schichten aufgetragen werden. Die Schichten werden immer feiner. Erst einmal grob und steif und dann immer feiner, bis zum Schluss, dann ist es reiner, blanker Lehm, um alles zu glätten."
Die Arbeit ist reine Handarbeit. Lange braucht ein Glockenformer bis er seinen Job beherrscht. Alles hängt davon ab wie gut die falsche Glocke unter dem Lehm auf den Guss vorbereitet wird. Die Nachfrage nach neuen Glocken ist groß, denn die Ersatzglocken, die nach dem Krieg in viele Kirchen kamen sind meist aus Eisen und nach einem halben Jahrhundert ist deren Zeit oft abgelaufen.
Die Glocken aus Lauchhammer sind heute alle aus Bronze und sollen nun ewig halten.
Ein Beitrag von Frank Overhof
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/heimatjournal/archiv/heimatjournal_vom148/kunstgiesserei_lauchhammer.html