- Ulli Zelle ist in Berlin-Charlottenburg am Karl-August-Platz unterwegs

Currywurst und  Blumenkohl - der Wochenmarkt am Karl August Platz +++ Handwerker und  Virtuose  -  der Flötenbauer Hiko Iizuka +++ Helden und andere Menschen - der Autor Knud Kohr

Der Karl-August-Platz liegt mitten im Herzen von Berlin-Charlottenburg. 1894 wurde er als Kirch-, Markt- und Schmuckplatz angelegt und drei Jahre später nach dem Großherzog von Sachsen-Weimar-Eisenach, Karl August, benannt. Karl August schmückte sich seiner Zeit mit Größen wie Johann Wolfgang Goethe in seiner Regierung. So ist es wohl kein Wunder, dass die acht Straßen, die in den Platz münden, sich um die Deutsche Klassik ranken. Neben der Goethestraße führen auch die Schiller- und Herderstraße auf den beliebten Platz.

Der Wochenmarkt gilt nach wie vor als einer der schönsten in Berlin. 200 Händler treffen sich immer mittwochs und samstags vor der Trinitatiskirche. Hier hört man noch die sprichwörtliche Berliner Schnauze: diese Mischung aus Frechheit und Herzlichkeit, Witz und Berechnung. Vor allem Frisches wird angeboten: Obst, Gemüse, Blumen, Käse, Wurst usw. Natürlich sind die Berliner multikulti. An türkischen Ständen kann man Fladenbrot und Ziegenkäse erstehen, beim Italiener einen vernünftigen Espresso trinken. Die Currywurst von Gabi Maaß ist legendär.

Gleich um die Ecke hat Hiko Iizuka sein Geschäft, verkauft und repariert Flöten. Er stammt aus einer hoch musikalischen japanischen Familie. Seine Eltern und Geschwister musizieren und beherrschen verschiedene Instrumente. Schon sein Vater betrieb ein Musikinstrumentengeschäft mit dazugehöriger Werkstatt. Und so lernte Iizuka auch das Reparieren von Instrumenten. Später studierte er an der Hochschule der Künste in Berlin Flöte und ist Gründungsmitglied der „14 Berliner Flötisten".

Das Thomaseck ist eine typisch Berliner Kneipe. Früh 9 Uhr macht sie auf und schließt, wenn der letzte Gast gegangen ist. Es gibt Eisbein und Buletten, Bockwurst und Erbsensuppe und genau deswegen hat die Eckkkneipe ihr Stammpublikum. Das Frühstück ist lecker und üppig. Kein Wunder, dass unser Heimatjournal-Moderator Ulli Zelle selbst regelmäßig zu Gast ist. Gerade zur warmen Jahreszeit lässt es sich hier beschaulich sitzen und "kieken".
 
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Helden vom Platz

Der Autor Knud Kohr wohnt direkt am Platz und ist ein guter Beobachter. In seinem Buch „Helden wie ihr" porträtiert er „seine" Leute vom Platz: den Kneipier und die Friseurin, den Marktstandbetreiber und den Garnichtsmacher.

Erste Adresse am Platz

Wer eine „Original Heidelberg" besitzt, gilt in Druckerkreisen schon als echter Glückspilz. Nun sind die Druckerkreise mittlerweile geschrumpft, dass Heino Fröhlich zu den letzten seiner Zunft zählt, die eine solche Maschine ihr Eigen nennen.

Weltreise um den Platz

Virginia und Elisa gehen für das Heimatjournal auf Entdeckungstour. Hier sind alle Kontinente vertreten: im Laden mit japanischen Büchern, im Geschäft, das indische Sharis verkauft und das Maison de la Danse, das original argentinische Tangoschuhe anbietet.

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