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Das Kopftuch - Ausdruck von Glaube, Tradition, Toleranz oder Provokation? - Friederike Sittler im Gespräch mit Eldem Turan vom Projekt "Heroes – Gegen Unterdrückung im Namen der Ehre".
"Das Tragen des Kopftuches von Musliminnen gehört zu den meist diskutierten Symbolen islamischen Glaubens. Für die einen Zeichen der Unterdrückung der Frau, ist es vielen Musliminnen Ausdruck ihrer individuellen Religiosität.
Ungeachtet der Tatsache, dass auch in vielen biblizistischen oder evangelikalen Gemeinschaften des Christentums eine Kopfbedeckung für Frauen selbstverständlich ist, ordnet die öffentliche Diskussion das Kopftuch in der Regel dem Islam zu.
Das öffentliche Tragen des Kopftuches macht den Islam sichtbar. Das löst immer wieder Konflikte aus. Spätestens seit der Auseinandersetzung um die Zulässigkeit des Kopftuchs im öffentlichen Dienst - gerichtlich ausgetragen am Fall der Lehrerin Fereshta Ludin - oder am Arbeitsplatz mit Kundenverkehr ist die Kopftuch-Frage zu dem zentralen Kristallisationspunkt in der Bewertung des Islam geworden…"
(zitiert nach "Informationsplattform Religion")
Schwerpunkte des Gesprächs mit Eldem Turan
Bedeutet das Kopftuch automatisch die Unterdrückung der Frau? Ist es auch ein Machtinstrument der Männer gegenüber der Frau?
Eine Frau mit Kopftuch findet nur schwer einen Job – auch wenn sie hochqualifiziert ist…
Eine Argumentation lautet, dass die Frau mit Kopftuch geschützt ist vor den Begehren der Männer - Bietet es tatsächlich Schutz?
Entscheiden sich Mädchen freiwillig, das Kopftuch zu tragen?
Spielt in der Diskussion mit Jugendlichen das Kopftuch überhaupt noch eine Rolle – oder ist es eher inzwischen so alltäglich, dass es gar nicht mehr auffällt?






