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Sieben Millionen funktionale Analphabeten gibt es in Deutschland. Sie kennen in der Regel die Buchstaben, können aber selbst kleine zusammenhängende Texte nicht inhaltlich verstehen und nacherzählen.
Beim Schreiben machen sie unglaublich viele Fehler. Sie schämen sich und leben trickreich mit einer Lüge. Diese Problem beginnt in der Grundschule und wurde durch die PISA-Studien öffentlich. Jetzt gibt es erstmals die PIAAC-Studie, erhoben von der OECD in 25 Ländern. Das ist so etwas wie „PISA für Erwachsene“. Die Studie wird am 8.Oktober veröffentlicht.
Der 47-jährige Peter K. schreibt mit großer Mühe und vielen Fehlern einen Satz. Er erzählt, wie es dazu kam, dass er in der Schule „durchgeschleift“ wurde und wie er sich mit Tricks durchs Leben schwindelt.
In einer Grundschule in Berlin-Karow werden 10-wöchige Intensivkurse für LRS (Lese-Rechtschreib-Schwäche) in einer kleinen Klasse mit 10 – 12 Kindern angeboten. Im Beitrag wird der Unterricht beobachtet, betroffene Kinder, deren Eltern und die Lehrerin befragt. Die Intensivkurse sind sehr erfolgreich.
Bei diesen Kindern und dem Pankower Schulmodell ist die Hoffnung berechtigt, dass sie nicht zum Nachwuchs für die erwachsenen Analphabeten werden.
Beitrag von Harald Quist







