- Glocken für eine Hundertjährige

Am 10. November vor 100 Jahren wurde die Jesus-Christus-Kirche in Falkenberg an der Elster geweiht. Wie in vielen Kirchen wurden im Zweiten Weltkrieg auch in Falkenberg zwei alte Bronze-Glocken vom Turm geholt und für die Rüstung eingeschmolzen…

Im südlichsten Zipfel von Brandenburg liegt Falkenberg an der Elster. Heute ist ein großer Tag: Die neuen Kirchenglocken werden in den Turm der Kirche gezogen. Glocken als Geschenk zum Jubiläum.
Rückblick: Im Frühling fährt die Falkenberger Gemeinde nach Lauchhammer zum Glockenguss. Schon seit Stunden werden Kupfer und Zinn zu Bronze geschmolzen.
Zwei Lehmformen sind seit Tagen fest im Boden eingemauert. Die flüssige Bronze ergießt sich über kleine Kanäle in die Eingusslöcher.
Für gläubige Christen ist der Anstich der Glocke ein Moment besonderer Ehrfurcht. Nach einer jahrhundertealten Tradition werden Kirchenglocken immer an einem Freitag und immer um 15 Uhr gegossen – in der Sterbestunde von Jesus.
Zwei Wochen später. Die Glocken werden aus dem dicken Lehmmantel ausgepackt.
Die Arbeiten dauern viele Stunden. Am Ende werden die Glocken auf Hochglanz gebracht.
Im Frühsommer dann der Glockentransport nach Falkenberg. Aber erst kurz vor dem Jubiläum im November finden sie ihren vorgesehenen Platz im Glockenturm.
Beitrag von Margarethe Steinhausen

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