- Aikido – Kämpfe ohne Verlierer

Diese spirituelle Kampfkunst wurde in Japan in den 1920er Jahren entwickelt. Nach Europa kam sie in den 50ern. Achtsamkeit, Gegenwärtigkeit, innere Balance – die geistigen Prinzipien des Aikido sind dem Zen sehr ähnlich.

Im Aikido gibt es keinerlei Wettkämpfe oder Meisterschaften. Gewinnen oder Verlieren sind keine Kategorien im Aikido. Es geht einzig um die Arbeit an sich und die Harmonie mit dem Partner:
Intuitives Handeln, absichtslose Gegenwärtigkeit im Moment und höchste Konzentration.
Der Umgang mit dem Angreifer ist der wichtigste philosophisch-ethische Aspekt: Er wird nicht verletzt, nicht gedemütigt, kann sein Gesicht wahren, auch wenn seine aggressive Energie umgelenkt wird und er selbst auf die Matte rollt.
Die Eskalations-Spirale von Gewalt und Gegengewalt soll so unterbrochen werden.  Aikido ist absolut gewaltfrei, die Unversehrtheit aller hat Priorität. Diese Prinzipien sollen (das ist essentieller Bestandteil des Aikido) nicht nur auf der Matte gelten, sondern auch ins Leben und in den Alltag ausstrahlen.
Ulrike Serak ist eine der wenigen Frauen weltweit und die einzige in Deutschland, die den 6. Meistergrad (6. Dan), trägt. Diese höchsten Grade werden nicht allein für technische Vollendung, sondern auch für den Dienst am Aikido (Verbreitung, Lehre) und die Leitung eines funktionierenden, harmonischen Dojos (Übungshalle) verliehen.
Beitrag von Laslo Scholtze

weitere Themen der Sendung

Versöhnung unter dem Nagelkreuz

Im November 1940 versank Coventry durch deutsche Bomben in Schutt und Asche. Auch das Wahrzeichen der Stadt, die mittelalterliche Kathedrale St. Michael, wurde zerstört. Aus den Trümmern des Dachstuhls zog der damalige Dompropst drei große Nägel und ließ sie zu einem Kreuz zusammensetzen - bis heute steht dieses Kreuz für Frieden und Versöhnung.

Kreuze aus dem Knast

Die Nagelkreuze wurden zunächst aus Originalnägeln der zerstörten Kathedrale von Coventry gefertigt. Seit gut zehn Jahren aber kommen sie aus einer deutschen JVA – und das macht durchaus Sinn: Lernen aus der Vergangenheit. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor.)

St. Hedwig wird umgebaut

Die Hedwigs-Kathedrale, im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört und danach modern wieder aufgebaut, trifft nicht jedermanns Geschmack. Jetzt soll sie saniert und dabei wohl auch innenarchitektonisch verändert werden.

NACHGEFRAGT

In unserer Rubrik NACHGEFRAGT geht der Kirchenhistoriker und Theologe Prof. Dr. Christoph Markschies diesmal der Frage nach: Was eigentlich begehen wir an Allerseelen?

Weltküche statt Abschiebung

Abidé Kao ist 33 Jahre alt, kommt aus Togo und lebt seit fünf Jahren in  Deutschland. Nur dank einer Anstellung in der "Weltküche" verlängert die Ausländerbehörde jeweils für ein Jahr die Duldung für sie und ihren kleinen Sohn.

Glocken für eine Hundertjährige

Am 10. November vor 100 Jahren wurde die Jesus-Christus-Kirche in Falkenberg an der Elster geweiht. Wie in vielen Kirchen wurden im Zweiten Weltkrieg auch in Falkenberg zwei alte Bronze-Glocken vom Turm geholt und für die Rüstung eingeschmolzen…