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Die Hedwigs-Kathedrale, im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört und danach modern wieder aufgebaut, trifft nicht jedermanns Geschmack. Jetzt soll sie saniert und dabei wohl auch innenarchitektonisch verändert werden.
Auch der Berliner Kardinal hat Baupläne. Dem Erzbischof geht es jedoch nicht wie seinem Limburger Amtskollegen um die Renovierung seiner Privatresidenz, sondern um die Sankt Hedwigs Kathedrale.
Kardinal Woelki ist das so genannte "Loch" ein Dorn im Auge. Damit gemeint ist die Öffnung zur Unterkirche. Sie trennt die Gottesdienstbesucher voneinander.
Das Bistum hat einen weltweiten Architektenwettbewerb ausgerufen, für Ideen zur Umgestaltung. Wirklich notwendig wären vorerst nur einige Instandhaltungsmaßnahmen.
Allerdings ist die Kirche das Aushängeschild des Berliner Bistums, da soll sie auch strahlen. Und wenn man schon Gerüste für die Reinigung aufstellt, meint der Kardinal, könne man ja auch gleich umbauen. Finanziert werden soll alles durch Spenden und Stiftungsgelder.
Da hat auch die Domgemeinde ein Wörtchen mitzureden, denn die ist der Eigentümer dieser Kathedrale. Und aus der haben sich kritische Stimmen hören lassen, die sagen, eigentlich wollen wir nur das Nötigste machen lassen, auch wegen der aktuellen Situation in Limburg.
Vor allem deshalb mahnen die kritischen Gemeindemitglieder zu Transparenz und einem sensiblen Umgang mit allem, was viel Geld kostet.
Beitrag von Sinone Brannahl








