- NACHGEFRAGT

In unserer Rubrik NACHGEFRAGT geht der Kirchenhistoriker und Theologe Prof. Dr. Christoph Markschies diesmal der Frage nach: Was eigentlich begehen wir an Allerseelen?

Christoph Markschies, Theologe:

"Auf den ersten Blick scheint es ja merkwürdig, dass wir uns an den Gräbern versammeln und Allerseelen gedenken, denn Seele ist kein Wort unserer Alltagssprache und viele Menschen stellen sich darunter ein Lüftchen vor, was durch die Gegend schwebt. Das ist aber mit Seele gar nicht gemeint.
Seit alters her denkt die christliche Kirche, dass die Menschen nicht in den Gräbern verfaulen, sondern nur ihr Fleisch in den Gräbern zu Erde wird, ihre Seele aber bei Gott bewahrt ist und daran denken wir am Feiertag Allerseelen."
Beitrag von Harald Quist

weitere Themen der Sendung

Versöhnung unter dem Nagelkreuz

Im November 1940 versank Coventry durch deutsche Bomben in Schutt und Asche. Auch das Wahrzeichen der Stadt, die mittelalterliche Kathedrale St. Michael, wurde zerstört. Aus den Trümmern des Dachstuhls zog der damalige Dompropst drei große Nägel und ließ sie zu einem Kreuz zusammensetzen - bis heute steht dieses Kreuz für Frieden und Versöhnung.

Kreuze aus dem Knast

Die Nagelkreuze wurden zunächst aus Originalnägeln der zerstörten Kathedrale von Coventry gefertigt. Seit gut zehn Jahren aber kommen sie aus einer deutschen JVA – und das macht durchaus Sinn: Lernen aus der Vergangenheit. (Das Video zum Beitrag liegt aus lizenzrechtlichen Gründen nicht vor.)

St. Hedwig wird umgebaut

Die Hedwigs-Kathedrale, im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört und danach modern wieder aufgebaut, trifft nicht jedermanns Geschmack. Jetzt soll sie saniert und dabei wohl auch innenarchitektonisch verändert werden.

Aikido – Kämpfe ohne Verlierer

Diese spirituelle Kampfkunst wurde in Japan in den 1920er Jahren entwickelt. Nach Europa kam sie in den 50ern. Achtsamkeit, Gegenwärtigkeit, innere Balance – die geistigen Prinzipien des Aikido sind dem Zen sehr ähnlich.

Weltküche statt Abschiebung

Abidé Kao ist 33 Jahre alt, kommt aus Togo und lebt seit fünf Jahren in  Deutschland. Nur dank einer Anstellung in der "Weltküche" verlängert die Ausländerbehörde jeweils für ein Jahr die Duldung für sie und ihren kleinen Sohn.

Glocken für eine Hundertjährige

Am 10. November vor 100 Jahren wurde die Jesus-Christus-Kirche in Falkenberg an der Elster geweiht. Wie in vielen Kirchen wurden im Zweiten Weltkrieg auch in Falkenberg zwei alte Bronze-Glocken vom Turm geholt und für die Rüstung eingeschmolzen…