- Weltküche statt Abschiebung

Abidé Kao ist 33 Jahre alt, kommt aus Togo und lebt seit fünf Jahren in  Deutschland. Nur dank einer Anstellung in der "Weltküche" verlängert die Ausländerbehörde jeweils für ein Jahr die Duldung für sie und ihren kleinen Sohn.

Abidé Kao kam mit ihrem damaligen Ehemann als Flüchtling nach Berlin. Hier ließ sie sich später von ihm scheiden. Ihr kleiner Sohn Rayann ist vier Jahre alt und vor allem seinetwegen möchte sie nicht zurück nach Westafrika.
In Togo enden viele Kinder zwischen 5 und 14 Jahren als Kindersklaven in Zwangsarbeit. Auch die Bildungschancen sind verhältnismäßig gering und sie möchte ihrem Kind eine gute Zukunft bieten.
Abidé Kao darf mit ihrem kleinen Sohn hier bleiben, weil sie bei der Weltküche in Kreuzberg angestellt ist. Nur durch die Arbeitsbescheinigung dieses kleinen Sozialunternehmens verlängert die Ausländerbehörde einmal jährlich Abidé Kaos Duldung.
Die gelernte Buchhalterin kocht in der Weltküche und arbeitet zudem im Hermann-Hesse- Gymnasium in Kreuzberg in der Kantine.
Woanders hätte sie wohl kaum eine Stelle bekommen, doch die Weltküche will gerade Migranten und Flüchtlingen eine Chance auf Arbeit, und damit eine Chance auf ein 
Leben in Deutschland bieten.
Beitrag von Simone Brannahl

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