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Geht nicht nur die Liebe sondern auch die Religion durch den Magen? Haben die Christen den Zusammenhang von Essen und Glauben vergessen? - Geschichten vom Backen und Kochen zur Advents- und Weihnachtszeit. Eine christlich-kulinarische Entdeckungsreise.
Diese Entdeckungsreise beginnt mit dem Symbol der Unendlichkeit: der Brezel. Teig ist das 'süße Brot des Himmels', so heißt es im Neuen Testament. Eine Brezel ist das typische Gebäck für eine Besinnungszeit wie den Advent.
Nicht nur Kopf und Seele verspüren die Wirkungen der Religion, auch der Körper. Und Theologie und Brauchtum vermischen sich dabei häufig.
Ananas-Nuss-Makronen heißt ein Rezept für den ersten Advent. Ohne Nüsse kein Weihnachtsgebäck. Süß hatte früher die Bedeutung: wertvoll, existentiell notwendig. Deshalb wird zu Festen in der Regel viel Süßes gegessen.
Der Kalender "Kochen durch das Kirchenjahr" steckt zwar voller süßer Verführungen, aber es gibt auch herzhafte Gerichte. Den Sankt Petersfisch zum Beispiel.
Fisch ist eine klassische Fastenspeise und Heiligabend ist ja noch nicht Weihnachten, sondern der letzte Tag der traditionellen Fastenzeit im Advent.
Christstollen gibt es dagegen schon seit Wochen zu kaufen, aber essen sollte man ihn eigentlich auch erst zu Weihnachten. Denn schon seine Form erinnert an das in Windeln gewickelte Christkind…
Angelika Thol-Hauke - die Autorin des Buches "Kochen durch das Kirchenjahr" - ist Theologin und Rektorin der Evangelischen Hochschule Berlin - und leidenschaftliche Köchin. Sie hat über fünfzig traditionelle Rezepte und ihre Geschichten gesammelt und schreibt eine kulinarische Theologiegeschichte.
Beitrag von Margarethe Steinhausen
Die Rezepte finden Sie auf dieser Seite unten.







