- Die Marzahner Manege

Seit 2007 betreiben die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel und die Salesianer Don Boscos im Berliner Bezirk Hellersdorf-Marzahn gemeinsam das Projekt "Manege". Hier, wo die Jugendarbeitslosigkeit besonders hoch ist, wollen die beiden Ordensgemeinschaften jungen Menschen eine Lebensperspektive geben.

"Die Manege gGmbH ist eine Einrichtung für junge Menschen mit den Schwerpunkten Jugendsozialarbeit, Jugendberufshilfe und Jugendhilfe...

Integriert in die aktivierenden Hilfen zur Heranführung an den Arbeitsmarkt mit festen Teilnehmerinnen und Teilnehmern zwischen 16 und 25 Jahren - die über das Jobcenter Marzahn-Hellerdorf zugewiesen werden - gibt es den Beratungsbus, die Möglichkeit, sich als "Selbstmelder" Unterstützung zu holen und im Notfall eine Unterkunft für eine Nacht.

Für Kinder und Jugendliche von 13 bis 17 Jahren wird in Kooperation mit dem Jugendamt stationäre Erziehungshilfe angeboten. Gemeinsam mit dem Sozialamt stellt die Manege gGmbH im Don-Bosco-Zentrum in begründeten Fällen für Jugendliche in Wohnraumnot kurzzeitig eine Unterbringung bereit.

 

Unabhängig davon kann jeder Jugendliche ins Don-Bosco-Zentrum kommen, ebenso auch Eltern und Bezugspersonen.

Für Begegnungen, Gespräche, sinnvolle Freizeitgestaltung, Krisenintervention, Beratung, gemeinsame Perspektiventwicklung sind Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Manege täglich 24 Stunden vor Ort – an 7 Tagen in der Woche…"

(Quelle: Homepage der "Manege")

Die jungen Menschen, die in die Manege kommen, sind meist noch weit von einer Ausbildung entfernt. Sie fangen in der Regel ganz von vorn an. Früh aufzustehen und zum Frühstück um 8 Uhr zu kommen – das ist für manchen schon eine ganz schöne Leistung.

In den hauseigenen Werkstätten und beim Küchendienst für die gemeinsamen Mahlzeiten machen viele aber eine ganz neue Erfahrung: Arbeit ist nicht nur ätzend, sie kann auch Spaß machen.

 

HIMMEL UND ERDE ist mittendrin...

Friederike Sittler im Gespräch mit der 17-jährigen Steffi, dem Anleiter im Malerbereich Marcel Jaekel und mit der Leiterin der Manege, Sr. Margareta Kühn, SMMP (Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel) – unter anderem zu diesen Themen:

  • Gründe Jugendlicher, in die Manege zu gehen
  • Schwierigkeiten mit organisatorischen und zeitlichen Strukturen umzugehen
  • "Die Jugend bilden, die Armen unterstützen und nach Kräften Not lindern." - Diesen missionarischen Auftrag hat die Ordensgründerin - Maria Magdalena Postel - ihrer Gemeinschaft gegeben. Was kann der Orden heute leisten? Was bedeutet Bildung in der Manege?
  • Wenn über Armut geredet wird, werden oft Bilder von hungernden Menschen mit Hartz-IV Einkommen gezeichnet. Was ist Armut? Wo beginnt sie? Welche Formen der Armut gibt es und wie wirkt sie sich auf Kinder aus?
  • Was können die Schwestern der hl. Maria Magdalena Postel und die Salesianer den Jugendlichen mitgeben, um deren Armut zu lindern?
  • Und: Von Gott reden, in Ordenstracht (Habit), mitten in Marzahn. Geht das hier überhaupt?

weitere Themen der Sendung

Reiches Land – Arme Kinder?

Jedes sechste Kind in Berlin ist arm. Betroffen sind vor allem die Kinder Alleinerziehender. In Hellersdorf-Marzahn lebt fast jedes zweite Kind unter acht Jahren in einem Haushalt, der Arbeitslosengeld II bezieht. Wie lebt man, wenn man als arm gilt, und was bedeutet das für die Kinder?

Sister Act im Plattenbau

Mitten im Gewerbepark, mitten in Marzahn trifft sich eine stetig wachsende afrikanische Gemeinde, deren Ursprung in Nigeria liegt und die der Pfingstbewegung zuzurechnen ist. Bekannt wurde sie auch durch eine bemerkenswert gute Integrationsarbeit.