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Jedes Jahr zur Fastenzeit ruft das katholische Hilfswerk Misereor zu Spenden für Projekte in aller Welt auf. Diesmal ist das Partnerland Uganda. – Was ist geschehen seit dem Sturz des Diktators Idi Amin im Jahre 1979? - HIMMEL UND ERDE berichtet aus Uganda.
Perle Afrikas nannte Winston Churchill Uganda – als er 1904 entlang des Nil und des Viktoria-Sees reiste. Heute zählt Uganda zu den am dichtesten besiedelten Ländern Afrikas. In Kampala ist mitunter kaum ein Durchkommen. Beißender Geruch von Abgasen und verbrennendem Plastik. 1,8 Millionen Einwohner allein in der Hauptstadt, vielleicht auch einige Zehntausend mehr. Ein Land im Aufbruch. Ein guter Ort für deutsche Spendengelder?
Zwei von fünf Menschen in Uganda sind von Armut betroffen. Im Norden des Landes, wo die Not am größten ist, treffen wir beim Gottesdienst Ayen Anna, 39 Jahre alt, sechs Kinder. Anna spricht vom Frieden, ihrer größten Hoffnung. Denn jahrelang hatte es im Nordosten Kämpfe gegeben, wurde Vieh gestohlen oder getötet – von Rebellen und Regierung. Auch Annas Mann verlor seine Herde, hat keine Arbeit mehr, wie so viele.
Anna zeigt uns ihre Hütte. Strom gibt es nicht, das Wasser muss über zwei Kilometer herangeschleppt werden. Wie viele in ihrem Dorf hat auch Anna erst in den letzten Jahren Lesen und Schreiben gelernt. In Uganda gehen nur zehn Prozent der Kinder zur Schule. Ziel des Unterrichts für die Erwachsenen ist, dass sie neben den Buchstaben auch Lösungen für Probleme des Alltags kennenlernen.
Anna hat Saatgut aufbewahrt. Durch Hilfe lokaler Projekte hat sie gelernt, Gemüse anzubauen und durch den Verkauf ein wenig Geld zu verdienen.
Beitrag von Friederike Sittler







