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Verletzte und Geschädigte brauchen behutsame und unbürokratische Hilfe.
Zum Schwerpunktthema dieser Sendung ein Gespräch mit Sophia Edeling, Leiterin einer der Außenstellen des WEISSEN RINGS in Berlin sowie Zahlen und Fakten aus der Berliner Kriminalstatistik 2013.
„…Die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer (des WEISSEN RINGS) sind oft die ersten Menschen, die sich um Kriminalitätsopfer kümmern und mit denen die Betroffenen über ihre Probleme sprechen können. Schon ein Telefongespräch, der Besuch am Krankenbett, die Hilfestellung im Umgang mit den Behörden – einfach das Gefühl, als Opfer einer Straftat nicht „vergessen“ zu sein, können den Betroffenen wieder neuen Mut und Hoffnung geben. Wer Opfer einer Straftat geworden ist, hat oft auch mit Kleinigkeiten des täglichen Lebens zu kämpfen, die plötzlich zu großen Problemen werden können. Hier leisten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des WEISSEN RINGS schnelle und unbürokratische Hilfe dann, wenn sie am nötigsten ist…“ (von der Homepage des WEISSEN RINGS)
Sophia Edeling ist im Hauptberuf Anwältin in einem Großunternehmen und ehrenamtlich als Leiterin der Außenstelle Berlin Mitte II (Friedrichshain) des WEISSEN RINGS tätig.
Friederike Sittler im Gespräch mit Sophia Edeling – unter anderem zu den Themen:
- Motive für die Mitarbeit im WEISSEN RING
- Anforderungen und Qualifikation für die Mitarbeit
- Umgang mit seelischen Verletzungen und sexueller Gewalterfahrung
- Zusammenhang von Ausmaß der Verletzung und Größe der Not
- Die Erfahrung des Sicherheitsverlustes in Wohnung und Verkehrsmitteln
Aus der Polizeilichen Kriminalstatistik Berlin 2013
Im Jahr 2013 wurden in Berlin 63.183 Fälle von Rohheitsdelikten angezeigt. Rohheitsdelikte sind alle Arten von Körperverletzung. Davon bilden die Fälle von Häuslicher Gewalt die größte Gruppe. Täter sind in der Mehrzahl Männer. Hinzu kommen 2.628 Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung. Dazu zählen vor allem Vergewaltigungen und der Missbrauch von Kindern und Jugendlichen. Die Dunkelziffer ist hoch, da längst nicht alle Fälle zur Anzeige gebracht werden.
Beim Raub handelt es sich um eine besonders schwere Form von Diebstahl, da er immer auch mit einer körperlichen Bedrohung des Opfers einhergeht. Die schlimmste Form der Körperverletzung ist Mord bzw. Totschlag. 106mal passierte das im letzten Jahr in Berlin – Opfer sind hier auch die Hinterbliebenen. Rechnet man zu den Rohheitsdelikten noch die Opfer von Wohnungseinbrüchen, Brandstiftungen und Betrügern hinzu, beträgt die Gesamtzahl aller registrierten OPFER von Straftaten über 78.000.





