Zuschauerin Anke von Kowalski bringt ihren afghanischen Nachbarn einen Kuchen [Quelle: rbb]
Bild: rbb

- Kuchen für die afghanischen Nachbarn

Anke von Kowalski wohnt in Büddenstedt bei Helmstedt. Obwohl sie nicht in Berlin oder Brandenburg lebt, guckt sie auch das rbb-Programm. Neulich hat sie der Redaktion eine Email geschrieben: Darüber, wie sie eine afghanische Familie kennengelernt hat. Und dass alles mit einem Kuchen anfing. 

Zu Gast bei Anke von Kowalski. Die 78-Jährige war Speditionskauffrau. Ihr Mann und ihre Tochter starben früh. Doch einsam fühlte sich Anke von Kowalski nie. Viele Jahre lang engagierte sie sich ehrenamtlich in der Kirchengemeinde bevor - ganz unerwartet - eine völlig neue Aufgabe auf sie zukam.

Im Haus gegenüber waren Leute eingezogen, die ihr zunächst nicht ganz geheuer waren. Sie dachte, oh Gott, ich bin allein im Haus, wer weiß was da passiert. Aber dann hat sie sich gesagt, das ist doch Quatsch, hab keine Angst.

Sie backte einen Kuchen und ging rüber, um ihre neuen Nachbarn zu begrüßen.
So kam es zum ersten Kontakt mit der Familie Muztaryar aus Afghanistan.
Das gemeinsame Essen spielte von Anfang an eine wichtige Rolle bei Anke von Kowalski und ihren Nachbarn, vom Begrüßungskuchen bis zum gemeinsamen Fastenbrechen während des Ramadan. Gastfreundlichkeit machte Fremde zu Freunden. Und damit sie sich noch besser verstehen, lernt die Familie mit Anke von Kowalski täglich zwei Stunden Deutsch.

Anke von Kowalski kümmert sich mittlerweile noch um weitere Flüchtlingsfamilien. Was die 78-Jährige antreibt, so viel Zeit, aber auch eigenes Geld für Fremde zu investieren? Neugier, Erfahrungslust, und dann mal gucken was kommt!

Beitrag von Torben Zimmermann

weitere Themen der Sendung

Im Krematorium Berlin-Baumschulenweg

Roboter greifen den Sarg und fahren ihn zum Ofen: Das Krematorium am Baumschulenweg in Treptow arbeitet mit modernster Computertechnik. Wie lange dauert eine Einäscherung? Ist es garantiert, dass die Asche meines Angehörigen nicht verwechselt oder vermischt werden kann? Ronald Jacob ist technischer Leiter des Krematoriums Berlin und erklärt den Weg vom Sarg zur Urne.  

Der Friedhofsgärtner Lutz Rademacher auf dem Heidefriedhof in Berlin-Mariendorf [Quelle: rbb]

Friedhofsgärtner in zweiter Generation

Lutz Rademachers Reich umfasst über 20 Hektar. Sein Reich ist ein Friedhof, der Heidefriedhof in Berlin-Mariendorf. Seit 1964 pflegen die Rademachers hier Gräber, 1.300 Ruhestätten zur Zeit. Ein Kraftakt für Rademacher und seine Mitarbeiter. Und er weiß: Auch Grabpflege ist heute nicht mehr das, was sie mal war.  

Ein Straßenkreuz für Jacob

Ein Straßenkreuz für Jacob

Ein Kreuz, ein Foto, Kerzen an der Straße. Was steckt dahinter? Wer war der Mensch? Und wer hat die frischen Blumen dorthin gestellt? 

Gedenken an das Hachschara-Lager in Berlin-Pankow mit Fotos aus den 1930er Jahren des Fotografen Herbert Sonnenfeld [Quelle: rbb]

Hachschara – Ausbildungsstätten für junge Juden

Berlin-Niederschönhausen. Vorbereitungen für die feierliche Benennung eines bisher namenlosen Platzes an der Buchholzer Straße. Hier direkt gegenüber standen in den 30er Jahren Lehrwerkstätten für junge Juden, ein sogenanntes Hachschara-Lager. Der Fotograf Herbert Sonnenfeld hat die Geschichte des Lagers in zahlreichen Bildern dokumentiert. (Archiv Jüdisches Museum Berlin) Der jüdische Flaschenfabrikant Paul Latte hatte sein Grundstück dafür zur Verfügung gestellt und rettete damit Hunderten das Leben. Nun wird der Platz nach Ehepaar Latte benannt. Und das ist Gudrun Schottmann und Christof Kurz zu verdanken.

 

Arabischkurs für Flüchtlingshelfer an der VHS Berlin-Köpenick {Quelle: rbb]

Arabischkurs für Flüchtlingshelfer

Jeden Donnerstag kommt der Ägypter Abdel Hamid Abdalla ins Köpenicker Rathaus, um mit ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern Arabisch zu büffeln. Der Kurs der Volkshochschule ist für die Helfer gratis und soll ihnen den Zugang zu den Menschen aus dem arabischen Raum erleichtern.