Anette Schultner, "Christen in der AfD" [Quelle: rbb]
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- AfD und Kirchentag

Wie soll die Evangelische Kirche mit der AfD umgehen? Auf ihre Parolen eingehen? Mit ihr reden? Zumindest für den Kirchentag, der Ende Mai in Berlin stattfindet, ist die Entscheidung gefallen.

Betrachtet man den Kirchentag als großes Becken, so tummeln sich darin auch viele bunte Fische: Menschen aus zahlreichen gesellschaftlichen Gruppen und Parteien können sich hier darstellen und miteinander diskutieren. Ein Fisch sorgte von Anfang an für Unruhe: die „Christen in der AfD“. Gretchenfrage: soll man diesen Fisch wirklich zum Mitschwimmen einladen? Die Generalsekretärin des Kirchentags, Ellen Ueberschär, meint: ja.

"Ich finde, dass das ein sehr, sehr schwieriger Fisch ist, der auch wirklich nur unter ganz bestimmten Bedingungen da mitschwimmen kann. Aber das Problem ist, wenn alle andern Fische mitschwimmen und dieser nicht, entsteht ein Argument, das wir uns in der Demokratie nicht leisten dürfen, das wir andere ausgrenzen, dass wir sagen, wir reden nicht mit Andersdenkenden. Insofern reden ja, aber zu bestimmten Regeln, zu den Regeln, die in diesem Becken gelten."

Die Regeln lauten: keine rassistischen und menschenverachtenden Äußerungen. Anette Schultner traut man zu, dass sie sich daran hält. Sie ist Sprecherin der Bundesvereinigung „Christen in der AfD“. Nun wurde sie zu einer Podiumsdiskussion eingeladen. Zum Kirchentag – von dem sie ganz bestimmte Vorstellungen hat:

"Es wird zu wenig der Kirchentag genutzt, um den Menschen Gott die Bibel, den christlichen Glauben zu vermitteln." Auch konservative Werte sieht sie in der Kirche und in der Politik zu wenig vertreten: "Die Zersetzung von Familie, die Zersetzung von Glaube und natürlich auch die Zersetzung dessen, was eine Nation ist, das wird betrieben, das wird im Prinzip gerade durch alle Konsensparteien betrieben."

Das verspricht heftige Diskussionen auf dem Kirchentag im Mai. 

Beitrag von Susanne Heim und Cosima Jagow-Duda

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