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Projekttage an der Herman-Nohl-Schule in Neukölln. Beim Zirkus-Projekt kommen die Kinder aus unterschiedlichen Stadtvierteln, sozialen Schichten und Glaubensrichtungen. – Begegnungen in der Manege aus denen Freundschaften werden können.
Die zehnjährige Zeynep Özen ist gern mit ihren großen Schwestern zusammen. Auch in die Moschee gehen die drei oft gemeinsam. Sie sind Kinder kurdischer Einwanderer – geboren und aufgewachsen in Berlin-Neukölln.
Zeynep lernt von ihren Schwestern, wie man aus dem Koran liest. Dafür muss sie zuerst das arabische Alphabet lernen.
Zeynep
(liest arabisches Alphabet)
Für die drei Mädchen gehört die Religion zum Leben. Ihr Kopftuch tragen sie aber nur in der Moschee.
Zeynep Özen
Wenn ich bete, dann denke ich, dass ich fleißig bete und dass ich besser geworden bin.
Selvi Özen
Der Islam ist für uns allgegenwärtig, das heißt, es ist für uns auch eine Lebensweise.
Zeynep besucht die dritte Klasse der Herman-Nohl-Schule.
Jetzt sind Projekttage. Zwei Wochen lang gehen die Kinder jeden Tag zum Neuköllner Circus Mondeo und lernen, wie man ein richtiger Artist wird.
Zeynep
Ich hab ein bisschen Angst bekommen, aber schon hab ich mich daran gewöhnt zweimal da oben zu sein.
Jasha geht in die dritte Klasse der Heinz-Galinski-Schule in Charlottenburg.
Hier beim Zirkusprojekt üben die Kinder der beiden Schulen in gemischten Gruppen. Jasha hat sich das Training Bodenakrobatik ausgesucht.
Gespräch mit Jasha
Frage:„Wie war das eben bei der Übung – hast ein bisschen angestrengt geguckt...
War auch ganz schön schwer.
Warum?
Das ganze Halten in der Luft…
Und wie geht’s dir jetzt?
Gut.
Auch Noam ist bei den Bodenakrobaten. Wie Jasha reist er jeden Tag von der Heinz-Galinski-Schule in Charlottenburg nach Neukölln, um beim Kinderzirkus mitzumachen. Noam gefällt am besten die Sechserpyramide - gar nicht mal so einfach.
Noam
Man muss da drei unten und drei oben und das ist ein cooles Gefühl.
Noam sagt auch das Programm an - auf hebräisch.
Weil die Kinder aus unterschiedlichen Stadtvierteln, sozialen Schichten und Glaubensrichtungen kommen, wären sie sich ohne das Zirkusprojekt wahrscheinlich nie begegnet.
Zeynep: Ich bin muslimisch.
Noam: Ich bin jüdisch.
Jasha: Also ich bin jetzt nicht so ganz jüdisch, auch wenn ich auf der jüdischen Schule bin, ich bin eher christlich, ja.
Noam: Also für mich ist es normal, wenn alle Kinder freundlich sind, nett und gemeinsam spielen.
Jasha: Ich find das auch schon normal, weil ich kenn jetzt auch schon mehrere Schulen, weil ich die Schule schon gewechselt habe, ja.
Zeynep: Es ist mir egal, Hauptsache, die sind fröhlich wie ich und es ist normal.
Ansage von Jasha
Unternehmen Sie nun mit uns eine Reise in das Land von 1001 Nacht.
Nach den Projekttagen werden die Kinder ihren Eltern und Freunden das Programm vorführen. Heute wird schon mal im Kostüm geprobt.
Seit fünf Jahren begegnen sich ein Mal im Jahr Schüler der 1. bis 10. Klassen hier in der Manege.
Dr. Noga Hartmann, Direktorin Heinz-Galinski-Schule
Wir hatten schon Liebesgeschichten der Kinder aus beiden Schulen aus verschiedenen Religionen, verschiedenen Backgrounds.
Bei Zeynep wirken die Tage in der Manege noch lange nach. Ihren großen Schwestern hat sie viel zu erzählen – von Artistik und Akrobatik – aber vor allem von den Begegnungen mit den anderen Kindern.
Zeynep
Beim Zirkus gibt’s ja auch Kinder von der anderen Schule, „Heinz-Galinski“ Und da ist auch ein Mädchen beim Trapez und wir sind so enge Freunde geworden, einfach so.
Canan
Ich glaub nicht, dass es wichtig ist, welcher Religion man angehört, man fragt auch nicht gleich nach der Religion, sondern man fragt einfach nach dem Namen und es kommt dazu, dass man miteinander spielt und so baut sich eine Freundschaft auf.
Am meisten freut sich Zeynep auf die Aufführung am Ende des Projektes. Ihre Schwestern und ihre Eltern werden natürlich mit im Publikum sitzen, wenn sie am Trapez hängt – und ihr die Daumen drücken.
Beitrag von Ulrike Steinbach
Zeynep lernt von ihren Schwestern, wie man aus dem Koran liest. Dafür muss sie zuerst das arabische Alphabet lernen.
Zeynep
(liest arabisches Alphabet)
Für die drei Mädchen gehört die Religion zum Leben. Ihr Kopftuch tragen sie aber nur in der Moschee.
Zeynep Özen
Wenn ich bete, dann denke ich, dass ich fleißig bete und dass ich besser geworden bin.
Selvi Özen
Der Islam ist für uns allgegenwärtig, das heißt, es ist für uns auch eine Lebensweise.
Zeynep besucht die dritte Klasse der Herman-Nohl-Schule.
Jetzt sind Projekttage. Zwei Wochen lang gehen die Kinder jeden Tag zum Neuköllner Circus Mondeo und lernen, wie man ein richtiger Artist wird.
Zeynep
Ich hab ein bisschen Angst bekommen, aber schon hab ich mich daran gewöhnt zweimal da oben zu sein.
Jasha geht in die dritte Klasse der Heinz-Galinski-Schule in Charlottenburg.
Hier beim Zirkusprojekt üben die Kinder der beiden Schulen in gemischten Gruppen. Jasha hat sich das Training Bodenakrobatik ausgesucht.
Gespräch mit Jasha
Frage:„Wie war das eben bei der Übung – hast ein bisschen angestrengt geguckt...
War auch ganz schön schwer.
Warum?
Das ganze Halten in der Luft…
Und wie geht’s dir jetzt?
Gut.
Auch Noam ist bei den Bodenakrobaten. Wie Jasha reist er jeden Tag von der Heinz-Galinski-Schule in Charlottenburg nach Neukölln, um beim Kinderzirkus mitzumachen. Noam gefällt am besten die Sechserpyramide - gar nicht mal so einfach.
Noam
Man muss da drei unten und drei oben und das ist ein cooles Gefühl.
Noam sagt auch das Programm an - auf hebräisch.
Weil die Kinder aus unterschiedlichen Stadtvierteln, sozialen Schichten und Glaubensrichtungen kommen, wären sie sich ohne das Zirkusprojekt wahrscheinlich nie begegnet.
Zeynep: Ich bin muslimisch.
Noam: Ich bin jüdisch.
Jasha: Also ich bin jetzt nicht so ganz jüdisch, auch wenn ich auf der jüdischen Schule bin, ich bin eher christlich, ja.
Noam: Also für mich ist es normal, wenn alle Kinder freundlich sind, nett und gemeinsam spielen.
Jasha: Ich find das auch schon normal, weil ich kenn jetzt auch schon mehrere Schulen, weil ich die Schule schon gewechselt habe, ja.
Zeynep: Es ist mir egal, Hauptsache, die sind fröhlich wie ich und es ist normal.
Ansage von Jasha
Unternehmen Sie nun mit uns eine Reise in das Land von 1001 Nacht.
Nach den Projekttagen werden die Kinder ihren Eltern und Freunden das Programm vorführen. Heute wird schon mal im Kostüm geprobt.
Seit fünf Jahren begegnen sich ein Mal im Jahr Schüler der 1. bis 10. Klassen hier in der Manege.
Dr. Noga Hartmann, Direktorin Heinz-Galinski-Schule
Wir hatten schon Liebesgeschichten der Kinder aus beiden Schulen aus verschiedenen Religionen, verschiedenen Backgrounds.
Bei Zeynep wirken die Tage in der Manege noch lange nach. Ihren großen Schwestern hat sie viel zu erzählen – von Artistik und Akrobatik – aber vor allem von den Begegnungen mit den anderen Kindern.
Zeynep
Beim Zirkus gibt’s ja auch Kinder von der anderen Schule, „Heinz-Galinski“ Und da ist auch ein Mädchen beim Trapez und wir sind so enge Freunde geworden, einfach so.
Canan
Ich glaub nicht, dass es wichtig ist, welcher Religion man angehört, man fragt auch nicht gleich nach der Religion, sondern man fragt einfach nach dem Namen und es kommt dazu, dass man miteinander spielt und so baut sich eine Freundschaft auf.
Am meisten freut sich Zeynep auf die Aufführung am Ende des Projektes. Ihre Schwestern und ihre Eltern werden natürlich mit im Publikum sitzen, wenn sie am Trapez hängt – und ihr die Daumen drücken.
Beitrag von Ulrike Steinbach

