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Etwa 30 000 Jugendliche kommen Ende Dezember zum Europäischen Jugendtreffen nach Berlin, um zu singen und zu beten. Warum sie das tun, das wollten wir am Ursprungsort erkunden und haben uns deshalb im französischen Taizé – in der Nähe Lyons – umgesehen.
Während der Sommermonate ist es in Taizé - in Burgund - sehr voll. Oft sind hier pro Woche bis zu 6.000 junge Leute gleichzeitig in einfachen Häusern und Zelten untergebracht – um nach einem strengen Tagesablauf zu beten, zu singen und mitzuarbeiten.
Und diese Faszination hält seit den 60er Jahren an. Taizé ist nach wie vor ein Magnet.
Beobachtungen und Gespräche mit jugendlichen Gästen und dem Chef der Kommunität: Frère Alois.
Die Communauté de Taizé
„Die Communauté de Taizé (Gemeinschaft von Taizé) ist ein internationaler ökumenischer Männerorden in Taizé, ungefähr zehn Kilometer nördlich von Cluny, Saône-et-Loire, Frankreich.
Bekannt ist sie vor allem durch die in Taizé und verschiedenen anderen Orten ausgerichteten ökumenischen Jugendtreffen, zu denen allein nach Taizé jährlich etwa 200.000 Besucher vieler Nationalitäten und Konfessionen kommen.
Der Gründer und bis zu seiner Ermordung im Jahr 2005 als Prior der Gemeinschaft tätige Roger Schutz trug maßgeblich zu der heutigen Popularität bei...
Heute zählt die Communauté de Taizé an die hundert Brüder, Katholiken und Mitglieder verschiedener evangelischer Kirchen. Sie stammen aus über fünfundzwanzig Ländern.
Durch ihr Dasein selbst ist die Communauté ein konkretes Zeichen der Versöhnung unter gespaltenen Christen und getrennten Völkern.
Die Brüder der Communauté de Taizé bestreiten ihren Lebensunterhalt ausschließlich durch den Erlös ihrer Arbeit. Sie nehmen keine Spenden an. Ihre persönlichen Erbschaften behalten sie nicht, sondern geben sie durch die Communauté den Armen.
Brüder der Communauté leben als Zeugen des Friedens auch in kleinen Fraternitäten unter Menschen an benachteiligten Orten in Asien, Afrika und Südamerika und versuchen unter den Ärmsten ein Zeichen der Liebe zu sein. Sie teilen ihr Leben mit Straßenkindern, Gefangenen, Sterbenden, mit Menschen, die unter zerbrochenen Beziehungen und Verlassenheit leiden.
Mit den Jahren nahm die Zahl der jungen Gäste in Taizé zu; sie kommen von allen fünf Kontinenten, um an den wöchentlichen Jugendtreffen teilzunehmen.
Schwestern der Ordensgemeinschaft von St. André, eine über siebenhundert Jahre alte katholische Gemeinschaft, polnische Ursulinen und Vinzentinerinnen haben einen Teil der Aufgaben beim Empfang der Jugendlichen übernommen…“
(aus einem Informationsmaterial der Communauté de Taizé)
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/himmelunderde/archiv/himmel_und_erde_vom30/himmel_und_erde_in.html