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rbbonline | Reportagen - Videos on Demand


Immer wieder hört man von getöteten Säuglingen, misshandelten Babys oder vernachlässigten Kindern. Schnell wird in dem Zusammenhang der Ruf nach "den Behörden" laut.
Thomas Abel arbeitet bei solch einer Behörde, der "Beratungsstelle für Risikokinder". Er ist Arzt und kümmert sich zusammen mit Psychologen und Sozialarbeitern um Kinder aus problematischen Familien, von der Geburt bis zur Einschulung.
Er kennt die Schicksale, die den Presseberichten häufig voraus gehen. Viele Kinder leben ohne regelmäßige Mahlzeit, geregelten Tagesablauf, Spaziergänge oder Ausflüge, ohne Anregungen zum Spielen oder zum Entdecken.
In vielen Familien gibt es nichts, an dem die Kleinen ihre Sinne oder ihr Geschick erproben könnten – nur das Fernsehen. Aber wie fast allen öffentlichen Einrichtungen in Berlin werden auch der "Beratungsstelle für Risikokinder" laufend die Mittel und das Personal gekürzt – obwohl sich die Situation zuspitzt und immer mehr Kinder immer intensiver betreut werden müssten.
Im kommenden Jahr will die Stadt für den Schutz und die Förderung gefährdeter Babys und Kleinkinder noch weniger Geld ausgeben. Mit unermüdlichem Einsatz, viel Idealismus und wachsend privaten Spenden versuchen die Sozialarbeiter, die von der Politik verantworteten Mängel zu kompensieren.
Sie fühlen sich "abgehängt", allein gelassen im Kampf um ein besseres Leben für die schwächsten unter den Armen – die Kinder.
Film von Sibylle Smolka
Stand vom 21.02.2009
Dieser Beitrag gibt den Sachstand vom 21.02.2009 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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