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rbbonline | Abgeordnetenhaus Berlin | 2008 | 08. Mai

Im Parlament
Im Parlament

60 Jahre Israel

Walter Momper/Botschafter des Staates Israel, Yoram Ben-Ze’ev mit Frau; Quelle: rbb

Yoram Ben-Zeev, israelischer Botschafter in Deutschland mit Ehefrau

Erklärung des Parlamentspräsidenten

Walter Momper hebt die besondere Verpflichtung Deutschlands für eine sichere Zukunft Israels hervor. Beide Staaten blieben durch ihre Geschichte für immer verbunden, sagte der SPD-Politiker im Beisein des israelischen Botschafters Yoram Ben-Zeev. _mehr

    Im Parlament, 08.05.08
    Worte des Präsidenten zum 8. Mai
  • Worte des Präsidenten zum 8. Mai, 08.05.08

Fragestunden

Bärbel Holzheuer-Rothensteiner und Senatorin Lompscher; Quelle: rbb

Mündliche Anfragen

Anfragen an die zuständigen Senatoren gibt es u.a. zur Finanzierung des Tarifabschlusses bei der BVG, zu den Aktivitäten der "Heimattreuen deutschen Jugend" und den Angriffen auf Mitarbeiter von Ordnungsämtern. Alle Anfragen (pdf) _mehr

    Im Parlament, 08.05.08
    Mündliche Anfragen
  • Mündliche Anfragen, 08.05.08
Klaus Wowereit und Volker Ratzmann; Quelle: rbb

Spontane Fragestunde

Die Abgeordneten fragen nach dem Engagement des Wirtschaftssenators bei seiner anstehenden Reise nach China im Sinne der Menschenrechte und nach der Aberkennung der Gemeinnützigkeit für verfassungsfeindliche Vereine. _mehr

    Im Parlament, 08.05.08
    Spontane Fragestunde
  • Spontane Fragestunde, 08.05.08

Aktuelle Stunde

<b>Thema: Lehren aus der Geschichte</b>

Redner aller Fraktionen sind sich einig, dass im Kampf gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus nicht nachgelassen werden dürfe. Unterschiedlich sind die Ansichten über ein NPD-Verbot.

Susanne Kitschun (SPD), Quelle: rbb

Susanne Kitschun (SPD)

beklagt, dass auch 63 Jahre nach der Befreiung vom Nationalsozialismus noch Phänomene von Menschenfeindlichkeit bis weit in die Mitte der Gesellschaft reichten. _mehr

    Im Parlament, 08.05.08
    Susanne Kitschun (SPD)
  • Susanne Kitschun (SPD), 08.05.08
Frank Henkel (CDU), Quelle RBB

Frank Henkel (CDU)

betont den anti-totalitären Ansatz seiner Partei, der sich gegen Links- und Rechtsextremismus, Islamismus und Rassismus gleichermaßen richte. Das gelte auch für den "linken Antisemitismus". _mehr

    Im Parlament, 08.05.08
    Frank Henkel (CDU)
  • Frank Henkel (CDU), 08.05.08
Udo Wolf (Die Linke); Quelle: rbb

Udo Wolf (Die Linke)

greift die Warnung seines Vorredners vor dem "linken Antisemitismus" oder auch Antizionismus auf und distanziert sich für seine Partei davon. Allerdings gelte, "wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen". _mehr

    Im Parlament, 08.05.08
    Udo Wolf (Die Linke)
  • Udo Wolf (Die Linke), 08.05.08
Clara Herrmann (Bündnis 90/Die Grünen); Quelle: rbb

Clara Herrmann (Bündnis 90/Die Grünen)

kritisiert, dass die Landeskonzeption nicht viel mehr sei als ein Überblick über vorhandene Aktivitäten. Das NPD-Verbot werde als "Allheilmittel" gehandelt, obwohl es immer wieder scheitere. _mehr

    Im Parlament, 08.05.08
    Clara Herrmann (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Clara Herrmann (Bündnis 90/Die Grünen), 08.05.08
Björn Jotzo (FDP); Quelle: rbb

Björn Jotzo (FDP)

bedauert das Verschwinden des Linksextremismus und der Aktivitäten von ausländischen Extremisten von der Agenda. Auch Die Linke begebe sich in anti-semitisches Fahrwasser, indem sie Vertreter der extremistischen Hamas einlade. _mehr

    Im Parlament, 08.05.08
    Björn Jotzo (FDP)
  • Björn Jotzo (FDP), 08.05.08
Udo Wolf (Die Linke) contra Björn Jotzo (FDP); Quelle: rbb

Udo Wolf (Die Linke) contra Björn Jotzo (FDP)

Wolf weist die Vorwürfe empört zurück und verweist auf die positive Haltung der Linken gegenüber Israel. Der Abgeordnete Jotzo nimmt die Äußerung "mit Genugtuung" entgegen. _mehr

    Im Parlament, 08.05.08
    Udo Wolf (Die Linke) contra Björn Jotzo (FDP)
  • Udo Wolf (Die Linke) contra Björn Jotzo (FDP), 08.05.08
Innensenator Ehrhard Körting; Quelle: rbb

Innensenator Ehrhart Körting (SPD)

erneuert die Forderung nach einem NPD-Verbot; die Aktivitäten der NPD-Mitglieder und ihres Umfelds bereiteten das Klima für rechtsextreme und anti-semitische Übergriffe. _mehr

    Im Parlament, 08.05.08
    Innensenator Ehrhart Körting (SPD)
  • Innensenator Ehrhart Körting (SPD), 08.05.08
Tom Schreiber (SPD); Quelle: rbb

Tom Schreiber (SPD)

begrüßt das jüngste Verbot mehrerer rechter Vereine durch Bundesinnenminister Schäuble (CDU). Auch die Organisation "Heimattreue Deutsche Jugend" (HDJ), die besonders in Berlin und Brandenburg aktiv sei, müsse verboten werden. _mehr

    Im Parlament, 08.05.08
    Tom Schreiber (SPD)
  • Tom Schreiber (SPD), 08.05.08
Martin Lindner (FDP); Quelle: rbb

Martin Lindner (FDP)

ist gegen ein Verbot der NPD. Es handele sich um keine große Organisation. Beim Thema Antisemitismus dürfe man nicht die "Augen vor Linksextremismus und Linksradikalismus verschließen". _mehr

    Im Parlament, 09.05.08
    Martin Lindner (FDP)
  • Martin Lindner (FDP), 09.05.08
Tom Schreiber; Quelle: rbb

Tom Schreiber (SPD)

wirft Lindner vor, die Realität zu "verniedlichen". Auch die NSDAP habe seinerzeit klein angefangen. _mehr

    Im Parlament, 09.05.08
    Tom Schreiber (SPD)
  • Tom Schreiber (SPD), 09.05.08
Udo Wolf; Quelle: rbb

Udo Wolf (Die Linke)

empfiehlt die Lektüre einer Langzeitstudie unter dem Titel "Berliner Zustände", die Ende des Monats erscheine. _mehr

    Im Parlament, 09.05.08
    Udo Wolf (Die Linke)
  • Udo Wolf (Die Linke), 09.05.08

Gleiche Rechte für Menschen mit Behinderungen

Die Fraktionen der SPD und der Linken wollen, dass die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen möglichst schnell auch in Deutschland ratifiziert wird. In ihrem Antrag (Drucksache 16/1406) fordern sie den Senat auf, auch Behinderten-Verbände in die Umsetzung der Konvention einzubeziehen.

Birgit Monteiro (SPD); Quelle: rbb

Birgit Monteiro (SPD)

bedauert, dass Deutschland die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen noch immer nicht ratifiziert habe. _mehr

    Im Parlament, 09.05.08
    Birgit Monteiro (SPD)
  • Birgit Monteiro (SPD), 09.05.08

Rainer-Michael Lehmann (FDP)

begrüßt die UN-Konvention. Sie sei ein Mittel zur Stärkung der Rechte von Behinderten. Deshalb sei seine Fraktion für eine schnelle Ratifizierung. _mehr

EU-Reformvertrag

Bündnis90/Die Grünen fordern den Senat auf, sich für die Ratifizierung des EU-Reformvertrags von Lissabon einzusetzen. Die Fraktion will erreichen, dass das Land Berlin am 23. Mai im Bundesrat für den Lissabon-Vertrag stimmt. Der Antrag (Drucksache 16/1167) wurde abgelehnt.

Stefan Liebich (Die Linke)

weist die Angriffe von Frau Eichstädt- Bohlig gegen seine Partei als "infam" zurück. Sie versuche die Argumente der Linken, die eigentlich pro-europäisch seien, als "fremdenfeindlich zu denunzieren". _mehr

Franziska Eichstädt-Bohlig (Bündnis 90/Die Grünen)

hebt hervor, dass es nicht mehr um Erörterungen wie im Ausschuss gehe, sondern um die Entscheidung, ob Berlin im Bundesrat am 23. Mai dem Vertrag zustimme oder nicht. _mehr

Frank Zimmermann (SPD)

entgegnet Eichstädt-Bohlig, dass es ihr nur darum ginge, politische Gegner zu beschimpfen. Der europa-politische Sprecher der SPD begründet, begleitet von Zwischenrufen, warum die SPD den EU-Reformvertrag befürwortet, obwohl er "Unklarheiten" beinhalte. _mehr

Frank Zimmermann (SPD)

erwidert, dass der Senat über das Votum im Bundesrat entscheide und nicht das Parlament. Er könne lediglich für seine Fraktion die Gründe darlegen. _mehr

Friedbert Pflüger (CDU)

Der CDU-Fraktionsvorsitzende unterstützt die Position von Bündnis90/ Die Grünen. Die Opposition interessiere vor allem das Abstimmungsverhalten des Landes im Bundesrat. Berlin dürfe sich nicht enthalten, sondern müsse mit "Ja" stimmen. _mehr

Klaus Lederer (Die Linke)

Der europa-politische Sprecher betont die positive Haltung der Linken zur europäischen Integration und verteilt Spitzen gegen die Opposition. Es gehe um die vorliegende EU-Vertragsnovelle, die von seiner Partei als "nicht ausreichend" abgelehnt werde. _mehr

Klaus Lederer (Die Linke)

fordert seinen Vorredner auf, inhaltlich zu dem Vertrag Stellung zu nehmen, anstatt sich mit einem "Patchwork von Zitaten" zu wiederholen. _mehr

Klaus Lederer (Die Linke)

weist auf die Senatssitzung am 20. Mai hin, in der über das Votum im Bundesrat abgestimmt werde. Man solle lieber "über Fakten statt über Mythen" reden. _mehr

Martin Lindner (FDP)

Der Vorsitzende seiner Fraktion fordert den Regierenden Bürgermeister eindringlich auf, für den EU-Reformvertrag im Bundesrat zu stimmen. Eine Ablehnung wäre eine "Katastrophe für Europa". _mehr

Krankenhausversorgung

Drucksache 16/1414

Die Abgeordneten debattieren den Antrag der FDP-Fraktion, eine stationäre Betreuung der Bürger in der Nähe ihres Wohnortes zu sichern. Drucksache 16/1414

Kai Gersch (FDP)

fordert den Senat auf, nach Kooperationsmöglichkeiten oder privaten Investoren zu suchen, bevor er Teile des landeseigenen Klinikkonzerns Vivantes schließt. Die wohnortnahe Versorgung mit Krankenhausleistungen müsse Priorität vor den Konzerninteressen haben, begründet er den Antrag seiner Partei. _mehr

Stefanie Winde (SPD)

verweist darauf, dass keiner der neun Standorte des landeseigenen Kinikkonzerns Vivantes geschlossen werde. Allerdings - so räumt sie ein - werde nur in zweien die maximale stationäre Versorgung ausgebaut. _mehr

Mario Czaja (CDU)

ist dankbar für den FDP-Antrag, weil er viele "Baustellen" sehe, um die sich Sozialsenatorin Lompscher (Linke) kümmern sollte. Czaja fragt z.B., wo deren Veto bei der geplanten Schließung der Aids-Schwerpunktversorgung am Auguste-Victoria-Klinikums bleibe. _mehr

Wolfgang Albers (Die Linke)

betont, dass Vivantes auch 2008 einen positiven Geschäftsabschluss haben werde. Alle anderen Behauptungen seien falsch. Der landeseigene Klinikkonzern behaupte sich. Deshalb lehne er eine Privatisierung kategorisch ab. _mehr

Heidi Kosche (Bündnis 90/Die Grünen)

zieht eine kurze Bilanz rot-roter Gesundheitspolitik. Sie fragt die Abgeordneten, ob sie jemals die im Koalitionsvertrag angekündigten Vorgaben für Vivantes und die Charité zu Gesicht bekommen hätten. _mehr

Stärkung des Strafvollzuges

Den Abgeordneten liegen vier Anträge vor: Die Fraktion der CDU fordert ein Sofortprogramm, das u.a. mehr Stellen im Vollzugsdienst beinhaltet (Drucksache 16/0475). Der Abbau der Überbelegung in den Gefängnissen gehört zu den Anliegen der FDP (Drucksache 16/0629) und (Drucksache 16/0827). Bündnis 90/Die Grünen wollen die Mindestgröße für Hafträume gesetzlich festlegen lassen (Drucksache 16/1120). Alle Anträge wurden nach der Debatte abgelehnt.

Dirk Behrendt (Bündnis 90/Die Grünen)

fordert, die Haftraumgröße gesetzlich festzuschreiben. Konkret gehe es um 58 Zellen in der JVA Tegel, in denen die Gefangenen nur 5,25 Quadratmeter Platz hätten. Eine "persönlickeitszerstörende Hoffnungslosigkeit" könne dies bewirken, ... _mehr

Sven Kohlmeier (SPD)

plädiert dafür, alle vier Anträge der Opposition zum Thema abzulehnen. Seit der letzten Parlamentsdebatte im Abgeordnetenhaus über die Haftanstalten vor einem Jahr habe sich viel getan. Rot-rote Justizpolitik sei die richtige Politik für diese Stadt. _mehr

Sven Rissmann (CDU)

findet es "traurig", dass sich die Regierungskoalition ausschließlich auf das Schönreden von Problemen beschränke und damit ihren parlamentarischen Auftrag als verwirklicht ansehe. Trotz monatelanger Diskussionen bestehe weiterhin Handlungsbedarf. _mehr

Klaus Lederer (Die Linke)

zählt die unterschiedlichen Gründe auf, warum aus seiner Sicht die vier Anträge von CDU, Bündnis90/Die Grünen und FDP abzulehnen seien. "Die Masse von Anträgen ist noch kein Indiz für irgendwas". _mehr

Sebastian Kluckert (FDP)

sieht sich nach der Rede des Abgeordneten Lederer bestätigt, dass Sicherungsmaßnahmen in den JVA auf Druck seiner Fraktion erfolgt seien. Die Maßnahmen blieben jedoch hinter dem Notwendigen zurück. _mehr

Landespolitik im rbb

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Das Nachrichtenmagazin für Berlin. Täglich 19:30 Uhr _mehr

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Informationen über die Abgeordneten, Termine, Sitzungsprotokolle und ausführliche Hintergründe zur parlamentarischen Arbeit im Internetangebot des Abgeordnetenhauses Berlin [parlament-berlin.de]

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29. Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses am 08. Mai 2008 _mehr

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

http://www.rbb-online.de/imparlament/berlin/2008/08_mai/08_05_2008_29_sitzung.html

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