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rbbonline | Abgeordnetenhaus Berlin | 2008 | 29. Mai

Im Parlament
Im Parlament

29. Mai 2008

30. Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses

Das Berliner Abgeordnetenhaus debattierte am Donnerstag noch einmal über das Thema Werteunterricht. Damit ist der Weg für das Berliner Volksbegehren für eine Gleichstellung von Religions- und Ethikunterricht in den Schulen frei. _mehr

Geschäftliches

Pflüger, Eichstädt-Bohlig, Lindner/ Lindner, Pfüger, Gäbler, Eichstädt; Quelle: rbb

Begründung und Abstimmung des Themas der Aktuellen Stunde

Bei dem Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Walter Momper, gingen vier Anträge für die Aktuelle Stunde ein. Mit der Mehrheit der Koalitionsfraktionen wurde der Antrag der Fraktion der SPD und der Linken angenommen. _mehr

    Im Parlament, 29.05.08
    Begründung und Abstimmung des Themas der Aktuellen Stunde
  • Begründung und Abstimmung des Themas der Aktuellen Stunde, 29.05.08

Fragestunden

Mündliche Anfragen

Anfragen an die zuständigen Senatoren gibt es u.a. zum autofreien Sonntag am 01. Juni 2008 in Berlin, zur Erhöhung der Volkshochschulgebühren und zur Abschaffung der rbb-Welle "radiomultikulti". Alle Anfragen (pdf) _mehr

    Im Parlament, 29.05.08
    Mündliche Anfragen
  • Mündliche Anfragen, 29.05.08
Thilo Sarrazin, Quelle: rbb

Spontane Fragestunde

Die Abgeordneten fragen u.a. nach Baumaßnahmen in der Jugendstrafanstalt und der Sanierung der Staatsoper. _mehr

    Im Parlament, 29.05.08
    Spontane Fragestunde
  • Spontane Fragestunde, 29.05.08

Aktuelle Stunde

<b>Wertevermittlung</b>

Das Abgeordnetenhaus befasst sich auf Antrag der Koalitionsfraktionen mit dem Thema: "Gemeinsames lernen auch bei Grundwerten - Erfolgreiches Berliner Modell fortführen".

Felicitas Tesch (SPD; Quelle: rbb

Felicitas Tesch (SPD)

macht geltend, dass 84 Prozent der Berlinerinnen und Berliner die Beibehaltung des Faches Ethik und daneben den freiwilligen Religionsunterricht wollen. Sie fragt, warum man bei einer so hohen Akzeptanz an einem erfolgreichen Modell nicht festhalten solle. _mehr

    Im Parlament, 29.05.08
    Felicitas Tesch (SPD)
  • Felicitas Tesch (SPD), 29.05.08
Sascha Steuer (CDU); Quelle: rbb

Sascha Steuer (CDU)

bezweifelt die zitierte Umfrage und verweist auf 14 andere Bundesländer, wo Religion ordentliches Unterrichtsfach sei. In Berlin fehle es zunehmend an klaren Maßstäben und allgemeinverbindlichen Werten. Die Koalition habe den Kirchen den Kampf angesagt. _mehr

    Im Parlament, 29.05.08
    Sascha Steuer (CDU)
  • Sascha Steuer (CDU), 29.05.08
Steffen Zillich (Die Linke); Quelle: rbb

Steffen Zillich (Die Linke)

glaubt, dass sich durch den Ethik-Unterricht das Klima an den Schulen verändere. In Berlin lebten über hundert Nationalitäten. Im Fach Ethik werde die Sprachlosigkeit zwischen den Kulturen überwunden. Man brauche Verständigung und gegenseitige Akzeptanz. _mehr

    Im Parlament, 29.05.08
    Steffen Zillich (Die Linke)
  • Steffen Zillich (Die Linke), 29.05.08
Özcan Mutlu (Bündnis 90/Die Grünen); Quelle: rbb

Özcan Mutlu (Bündnis 90/Die Grünen)

wendet sich gegen einen "Kirchenkampf", beharrt aber auf der Trennung von Staat und Kirche. Religionsunterricht solle wie bisher auf freiwilliger Basis erfolgen. Ethik müsse als Pflichtfach erhalten bleiben. _mehr

    Im Parlament, 29.05.08
    Özcan Mutlu (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Özcan Mutlu (Bündnis 90/Die Grünen), 29.05.08
Mieke Senftleben (FDP); Quelle: rbb

Mieke Senftleben (FDP)

wirft dem Senat vor, in Berlin erhebe der Staat einen Alleinvertretungsanspruch bei der Wertevermittlung. Das sei so, seit das Fach Ethik als Pflichtfach eingeführt wurde. Ethik und Religion sollten jedoch gleichberechtigt nebeneinander stehen. _mehr

    Im Parlament, 29.05.08
    Mieke Senftleben (FDP)
  • Mieke Senftleben (FDP), 29.05.08
Jürgen Zöllner, Quelle: rbb

Jürgen Zöllner (SDP)

Der Bildungssenator besteht darauf, dass es gemeinsame Werte nur geben könne, wenn die Schüler sich auch gemeinsam mit Werten beschäftigen. Dafür sei der Ethik-Unterricht da. Zugleich müsse man sich seiner eigenen kulturellen Hintergründe bewusst sein. Dazwischen könne es keine Wahl geben. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Jürgen Zöllner (SDP)
  • Jürgen Zöllner (SDP), 30.05.08
Senftleben (FDP) contra Tesch (SDP); Quelle: rbb

Mieke Senftleben contra Felicitas Tesch

Senftleben fragt nach, ob die SPD glaube, die anderen Bundesländer würden in der Wertevermittlung versagen, weil es dort anders sei als in Berlin. Tesch verweist auf die "liberale Regelung" von 1949, die die Ausnahmen für Bremen und Berlin zulasse. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Senftleben (FDP) contra Tesch (SPD)
  • Senftleben (FDP) contra Tesch (SPD), 30.05.08

Straßenausbaubeitragsgesetz

In dem CDU-Antrag "Zwei Jahre Straßenausbau-Beitragsgesetz – Abzocke und Chaos" wird der Senat aufgefordert, "endlich eine ehrliche Bestandsaufnahme der Auswirkungen dieses Gesetzes" vorzunehmen. Der Antrag wird nach der Debatte in den zuständigen Ausschuss verwiesen.

René Stadtkewitz; Quelle: rbb

René Stadtkewitz (CDU)

wird fortgesetzt... _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    René Stadtkewitz (CDU)
  • René Stadtkewitz (CDU), 30.05.08
Ralf Hillenberg; Quelle: rbb

Ralf Hillenberg (SPD)

hält seinem Vorredner entgegen, er habe Quatsch geredet. Trotzdem sei er dankbar für den Antrag, weil man wissen wolle, wie mit dem Gesetz umgegangen werde. Der entscheidende Irrtum in der Gesetzgebung sei gewesen, 1995 das "unsägliche Erschließungsrecht" in Ostberlin einzuführen. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Ralf Hillenberg (SPD)
  • Ralf Hillenberg (SPD), 30.05.08
Stadtkewitz/Hillenberg; Quelle: rbb

René Stadtkewitz (CDU)/Ralf Hillenberg (SPD)

Stadtkewitz erwidert in einer Kurzintervention, Hillenberg habe das Thema verfehlt. Die Summen, die jetzt gefordert würden, seien eindeutig "Abzocke". Hillenberg kontert mit dem Vorwurf der "Demagogie". _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Stadtkewitz (CDU) contra Hillenberg (SDP)
  • Stadtkewitz (CDU) contra Hillenberg (SDP), 30.05.08
Andreas Otto, Quelle: rbb

Andreas Otto (Bündnis 90/Die Grüne)

beklagt, dass es nach zwei Jahren für das Gesetz noch keine Ausführungsbestimmungen gebe. Die Koalition sei in Schwierigkeiten. Sogar Herr Hillenberg sei "von der Verwaltung hinters Licht geführt" worden. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Andreas Otto (Bündnis 90/Die Grüne)
  • Andreas Otto (Bündnis 90/Die Grüne), 30.05.08
Hillenberg/Otto; Quelle: rbb

Ralf Hillenberg (SPD)/Andreas Otto (Bündnis 90/Die Grüne)

Hillenberg wirft ein, "zum Glück" gebe es heute ein Urteil des Oberverwaltungsgerichts Berlin. Es sei dem Willen des Gesetzgebers gefolgt. Otto merkt an, es sei eigentlich Aufgabe des Senats, dafür zu sorgen, das Gesetze umgesetzt würden. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Hillenberg (SPD) contra Otto (Bündnis 90/Die Grüne)
  • Hillenberg (SPD) contra Otto (Bündnis 90/Die Grüne), 30.05.08
Uwe Doering, Quelle: rbb

Uwe Doering (Die Linke)

vermutet, die CDU habe ihren Antrag nur eingebracht, um nachzuweisen, sie sei in dieser Frage aktiv. Der Eindruck von "Abzocke" könne entstehen, wenn die Transparenz fehle. Deshalb sei auch die Linke an einer Bestandsaufnahme interessiert. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Uwe Doering (Die Linke)
  • Uwe Doering (Die Linke), 30.05.08
Klaus-Peter von Lüdeke; Quelle: rbb

Klaus-Peter von Lüdeke (FDP)

spricht von "totaler Verunsicherung der Berliner Haus- und Grundstückseigentümer". Deshalb unterstütze die FDP den CDU-Antrag. Das Gesetz habe seine erste Belastungsprobe nicht bestanden. Es stehe auch den EU-Richtlinien entgegen. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Klaus-Peter von Lüdeke (FDP)
  • Klaus-Peter von Lüdeke (FDP), 30.05.08

Verkehrsprojekt Deutsche Einheit

In dem Antrag der Fraktion der SPD und der Fraktion Die Linke Verkehrsprojekt Deutsche Einheit 17 zügig qualifiziert abschließen geht es um den natur- und stadtverträglichen Ausbau von Havel und Spree. Die Planungen des Bundes seien hier nur unzureichend.

Jutta Matuschek; Quelle: rbb

Jutta Matuschek (Die Linke)

begründet den Antrag mit der Notwendigkeit, das Projekt zum Ausbau von Havel und Spree "gründlich vom Kopf auf die Füße zu stellen". Man brauche Lösungen, die sowohl ökologischen Anprüchen als auch ökonomischen Notwendigkeiten entsprächen. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Jutta Matuschek (Die Linke)
  • Jutta Matuschek (Die Linke), 30.05.08
Rainer Ueckert; Quelle: rbb

Rainer Ueckert (CDU)

bezeichnet die Diskussion zu diesem Thema als ein "Trauerspiel". Sie werde seit 2002 geführt, ohne zu einem Abschluss zu kommen. Er unterstützt die Position von Bundesverkehrsminister Tiefensee, wonach die Spree für moderne Schiffe passierbar sein muss. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Rainer Ueckert (CDU)
  • Rainer Ueckert (CDU), 30.05.08
Daniel Buchholz; Quelle: rbb

Daniel Buchholz (SPD)

verweist den Redebeitrag von Ueckert in die "Märchenstunde". Die CDU-Fraktion habe eine Rolle rückwärts gemacht. Ihre Position sei früher deutlich kritischer gewesen. "Abgehobene Verkehrsplaner auf Bundesebene" würden Maximalforderungen erheben. Man müsse einen vernünftigen Mittelweg finden. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Daniel Buchholz (SPD)/Carsten Wilke (CDU)
  • Daniel Buchholz (SPD)/Carsten Wilke (CDU), 30.05.08
Carsten Wilke (CDU); Quelle: rbb

Carsten Wilke (CDU)

stellt in einer Kurzintervention klar, er habe zu dem Verkehrsprojekt im Parlament noch nie eine kritischere Position vetreten. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Carsten Wilke (CDU)
  • Carsten Wilke (CDU), 30.05.08
Felicitas Kubala/Jutta Matuschek; Quelle: rbb

Felicitas Kubala (Bündnis 90/Die Grüne)/Jutta Matuschek (Die Linke)

Kubala verlangt eine klare Absage an das Verkehrsprojekt 17. Die Koalition rede in ihrem Antrag das Projekt schön. Das sei "Trick 17". Matuschek hält ihr entgegen, die Naturschutzverbände seien der Position des Senats in dieser Frage viel näher als der Position der Grünen. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Felicitas Kubala (Bündnis 90/Die Grüne)/Jutta Matuschek (Die Linke)
  • Felicitas Kubala (Bündnis 90/Die Grüne)/Jutta Matuschek (Die Linke), 30.05.08
Albert Weingartner; Quelle: rbb

Albert Weingartner (FDP)

spricht von einem Zwitterantrag, der „irgendwie beliebig“ sei. Gefragt seien aber intelligente Lösungen, damit Berlin nicht weiter wirtschaftlich abgekoppelt werde. Die Koalition übersehe, dass einige Unternehmen auf die Wasserwege angewiesen seien. Allerdings gebe es in dem Antrag durchaus auch sinnvolle Ansätze. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Albert Weingartner (FDP)
  • Albert Weingartner (FDP), 30.05.08

Artenvielfalt in Berlin

Die Abgeordneten diskutieren auf Vorschlag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen den Antrag Biologische Vielfalt (Biodiversität) auch in Berlin sicherstellen . Dazu gibt es einen Änderungsantrag der FDP-Fraktion (Drucksache 16/1461-1) und der CDU-Fraktion (Drucksache 16/1461-2).

Stefan Ziller (Bündnis 90/Die Grüne)

kritisiert, dass in Berlin nichts zu spüren sei vom Bemühen um Erhaltung der biologischen Vielfalt. Naturschutzregeln würden nicht eingehalten; der rot-rote Senat spare die Bezirke kaputt, so dass diese keine wirksamen Kontrollen mehr durchführen könnten. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Stefan Ziller (Bündnis 90/Die Grüne)
  • Stefan Ziller (Bündnis 90/Die Grüne), 30.05.08
Holger Thärichen (SPD);Quelle: rbb

Holger Thärichen (SPD)

begrüßt die Diskussion und pflichtet seinem Vorredner bei: Die Erhaltung der Artenvielfalt sei neben dem Klimaschutz die zentrale umweltpolitische Herausforderung. Aber Berlin habe auch einiges vorzuweisen. Es sei die Stadt mit der größten Artenvielfalt in Deutschland. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Holger Thärichen (SPD)
  • Holger Thärichen (SPD), 30.05.08
Marion Platta (Die Linke); Quelle rbb

Marion Platta (Die Linke)

hält es für angemessen, Landschafts- und Artenschutzprogramm zu aktualisieren und den veränderten Bedingungen anzupassen. Biodiversität sei durchaus eine ressortübergreifende Aufgabe. "Lassen Sie uns das Wohl der Menschen am Wohl der biologischen Vielfalt messen." _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Marion Platta (Die Linke)
  • Marion Platta (Die Linke), 30.05.08
Henner Schmidt (FDP); Quelle: rbb

Henner Schmidt (FDP)

meint, die Sicherung der biologischen Vielfalt sei nichts, was ganz weit weg sei. Es gehe nicht nur um die Regenwälder, sondern um konkrete Dinge, die man in Berlin tun könne. Der Antrag der Grünen werde diesem Ziel aber nicht gerecht, er sei zu unkonkret. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Henner Schmidt (FDP)
  • Henner Schmidt (FDP), 30.05.08

Mindestlohn

<b>Große Anfrage der FDP-Fraktion</b>

Die FDP-Fraktion ist für ein Mindesteinkommen, lehnt aber "staatlich verordnete, Arbeitsplatz vernichtende Mindestlöhne" ab. Sie legt den Entschließungsantrag "Menschenwürdiges Mindesteinkommen sicherstellen!" vor (Drucksache 16/1450) und stellt eine Große Anfrage unter dem Titel: "Mindestlohn – Abschied von der sozialen Marktwirtschaft?" (Drucksache 16/1112)

Harald Wolf (Die Linke); Quelle: rbb

Harald Wolf (Die Linke)

Der Wirtschaftssenator eröffnet die Debatte mit einem Plädoyer für einen gesetzlichen Mindestlohn. Was von der FDP vertreten werde, habe nichts mit der unternehmerischen Realität zu tun, sondern hauptsächlich mit Ideologie. Laut Umfragen sei der Mindestlohn auch bei Unternehmern mehrheitsfähig. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Harald Wolf (Die Linke)
  • Harald Wolf (Die Linke), 30.05.08
Rainer-Michael Lehmann (FDP); Quelle: rbb

Rainer-Michael Lehmann (FDP)

hält dem Senator entgegen: "Mindestlöhne machen Arme ärmer und Reiche reicher." Der Senat müsse sich entscheiden, ob er "Gleichmacherei" wolle oder ein System, in dem sich Leistung lohne, was gesellschaftlichen Wohlstand für viele zur Folge habe. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Rainer-Michael Lehmann (FDP)
  • Rainer-Michael Lehmann (FDP), 30.05.08
Burgunde Grosse (SPD); Quelle: rbb

Burgunde Grosse (SPD)

bescheinigt der FDP, sie sei nicht auf dem neuesten Stand. Die kleineren und mittleren Unternehmen würden den Mindestlohn inzwischen als den richtigen Weg ansehen. In Berlin-Brandenburg könnten laut DGB 130.000 Beschäftigte nicht von ihrem eigenen Einkommen leben. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Burgunde Grosse (SPD)
  • Burgunde Grosse (SPD), 30.05.08
Martin Lindner; Quelle: rbb

Martin Lindner (FDP)

interveniert mit den Worten: "Frau Grosse, bei alle Freundschaft, aber dies war Quatsch." Eine Partei, die mit der CDU auf Bundesebene 19 Steuererhöhungen eingeführt habe, solle sich mäßigen. Was nütze ein Mindestlohn, wenn den Leuten alles wieder aus der Tasche gezogen werde. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Martin Lindner (FDP)
  • Martin Lindner (FDP), 30.05.08
Marion Kroll (CDU); Quelle: rbb

Marion Kroll (CDU)

dankt für die umfangreiche - schriftliche - Beantwortung der Anfrage, findet die Argumente des Senats aber nicht überzeugend. Mindestlöhne würden Arbeitsplätze vernichten und damit das Armutsrisiko erhöhen. Das zeige sich in den meisten Ländern, die Mindestlöhne hätten. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Marion Kroll (CDU)
  • Marion Kroll (CDU), 30.05.08
Elke Breitenbach (Die Linke); Quelle: rbb

Elke Breitenbach (Die Linke)

antwortet dem FDP-Abgeordneten Lehman mit dem Hinweis, er habe wohl einen Bericht des DIW nicht richtig gelesen. Ein gesetzlicher Mindestlohn sei längst überfällig. Der zentrale Punkt sei: "Viele Menschen können nicht von ihrer Arbeit leben, obwohl sie einen Vollzeitarbeitsplatz haben." _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Elke Breitenbach (Die Linke)
  • Elke Breitenbach (Die Linke), 30.05.08
Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grüne); Quelle: rbb

Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grüne)

hat bei der FDP ebenfalls eine "ideologische Brille" beim Thema Mindestlohn entdeckt. Großbritannien und Irland würden zeigen, dass Wirtschaftswachstum, geringe Arbeitslosigkeit und Mindestlöhne sich nicht ausschließen. Es habe dort auch keinen massiven Preisanstieg gegeben. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grüne)
  • Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grüne), 30.05.08

Umgang mit NS-Raubkunst

Drucksache 16/1403

Das Parlament befasst sich auf Antrag der Koalitionsfraktionen mit neuen Kriterien für den künftigen Umgang mit NS-Raubkunst, die im Sonderausschuss "Restitution" erarbeitet wurden. Der Antrag wird in den Kulturausschuss überwiesen. Drucksache 16/1403

Robbin Juhnke (CDU); Quelle: rbb

Robbin Juhnke (CDU)

nimmt die Rede von Frau Lange als Beweis dafür, dass die Koalition nichts dazugelernt habe. Im Sonderausschuss hätten wichtige Sachverständige nicht mehr gehört werden können. Im Antrag stünden Selbstverständlichkeiten. Der Senat wolle über sein Versagen hinwegtäuschen. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Robbin Juhnke (CDU)
  • Robbin Juhnke (CDU), 30.05.08
Wolfgang Bauer (Die Linke); Quelle: rbb

Wolfgang Brauer (Die Linke)

vermutet, dass sein Vorredner Ausschüsse verwechselt habe. Die Arbeit des Sonderausschusses Restitution sei keineswegs "handstreichartig" beendet worden. Am Ende habe ein respektabler Abschlussbericht gestanden. Die neuen Handreichungen zum Umgang mit NS-Raubkunst gehörten aber ins Parlament. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Wolfgang Bauer (Die Linke)
  • Wolfgang Bauer (Die Linke), 30.05.08
Alice Ströver (Bündnis 90/Die Grüne); Quelle: rbb

Alice Ströver (Bündnis 90/Die Grüne)

erhebt den Vorwurf, die Koalition wolle sich aus der Verantwortung stehlen, die Museen bei ihrer Arbeit nicht unterstützen und den Senat allein "weiterwursteln" lassen. Das sei nach zehn Monaten Sonderausschuss Restitution verantwortungslos und im Kern undemokratisch. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Alice Ströver (Bündnis 90/Die Grüne)
  • Alice Ströver (Bündnis 90/Die Grüne), 30.05.08
Christoph Meyer (FDP);Quelle: rbb

Christoph Meyer (FDP)

schließt sich den Vorrednern von der Opposition an: Was die Koalition vorlege, sei "sehr, sehr dürftig". Man hätte nach seiner Ansicht zuerst im Kulturausschuss über das Thema beraten müssen. Dass dies nicht geschah, sei "beschämend". Der Antrag schaffe keine Rechtssicherheit. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Christoph Meyer (FDP)
  • Christoph Meyer (FDP), 30.05.08
Brigitte Lange (SPD)/Christoph Meyer (FDP; Quelle: rbb

Brigitte Lange (SPD)/Christoph Meyer (FDP)

Lange sagt in einer Kurzintervention, Meyer habe aus "ewiggestriger" Position argumentiert. Deshalb sei es richtig gewesen, die Debatte zu beenden. Meyer beharrt darauf, dass keineswegs alle Fragen um das Kirchner-Gemälde im Sonderausschuss abschließend geklärt worden seien. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Brigitte Lange (SPD)/Christoph Meyer (FDP)
  • Brigitte Lange (SPD)/Christoph Meyer (FDP), 30.05.08

Tagesbetreuungskosten

Drucksache 16/1453

Die CDU will das Gesetz über die Beteiligung an den Kosten der Betreuung von Kindern in Tageseinrichtungen ändern. Drucksache 16/1453

Emine Demirbüken-Wegner (CDU); Quelle: rbb

Emine Demirbüken-Wegner (CDU)

vermerkt, dass in Berlin bundesgesetzliche Regelungen bei den Betreuungskosten eingeschränkt wurden. Sie fragt, ob das ein "gesetzestechnisches Versehen" gewesen sei oder "ein weiterer Schritt des Senats zu Maßnahmen der sozialen Kälte". _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Emine Demirbüken-Wegner (CDU)
  • Emine Demirbüken-Wegner (CDU), 30.05.08
Renate Harrat (SPD); Quelle: rbb

Renate Harant (SPD)

hält entgegen, das Gesetz stamme aus dem Jahre 2003. In der damaligen Debatte habe das Thema so gut wie keine Rolle gespielt. Was die CDU jetzt wolle, bedeute einen höheren Verwaltungsaufwand und Einnahmeverluste für das Land Berlin. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Renate Harrat (SPD)
  • Renate Harrat (SPD), 30.05.08
Elfi Jantzen (Bündnis 90/Die Grüne); Quelle. rbb

Elfi Jantzen (Bündnis 90/Die Grüne)

fragt sich ebenfalls, warum die CDU erst jetzt mit dem Antrag komme, hält das Anliegen aber für berechtigt. Man hätte es jedoch auch im Ausschuss erledigen können. "Wir haben drängendere Probleme - auch im Kita-Bereich." _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Elfi Jantzen (Bündnis 90/Die Grüne)
  • Elfi Jantzen (Bündnis 90/Die Grüne), 30.05.08
Margrit Barth (Die Linke); Quelle: rbb

Margrit Barth (Die Linke)

ist dagegen, das Gesetz wieder zu ändern. Man müsse sich überlegen, wo man bei den Kitas weiter investiere. Im Jahr 2011 würden Kinder ab drei Jahren einen kostenfreien Zugang haben. Dann brauche man sich mit dem Thema nicht mehr weiter zu befassen. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Margrit Barth (Die Linke)
  • Margrit Barth (Die Linke), 30.05.08
Margrit Barth (Die Linke)/Demirbüken-Wegner (CDU); Quelle: rbb

Demirbüken-Wegner (CDU)/Margrit Barth (Die Linke)

Demirbüken-Wegner stellt in ihrer Kurzintervention bei SPD und Linken eine "Doppelmoral" fest, bei Frau Barth sogar "Heuchelei". Diese antwortet, man habe im Jahr 2003 "ganz bewusst" Einschnitte vornehmen müssen. Auch die CDU habe damals keinen Einwand erhoben. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Demirbüken-Wegner (CDU)/Margrit Barth (Die Linke)
  • Demirbüken-Wegner (CDU)/Margrit Barth (Die Linke), 30.05.08
Mirco Dragowski (FDP); Quelle: rbb

Mirco Dragowski (FDP)

kritisiert den Antrag. Die CDU wolle Geld ausgeben, damit einige Beiträge sinken. Dabei sei unklar, über wie viele Fälle man rede. Sicher sei nur, dass es mehr Geld kosten würde. Bei knappen Ressourcen müsse man sich aber entscheiden. Die FDP wolle mehr Qualität in den Kitas. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Mirco Dragowski (FDP)
  • Mirco Dragowski (FDP), 30.05.08

Bericht über die Stasi-Unterlagen

Drucksache 16/1401

Zu dem 14. Tätigkeitsbericht des Berliner Landesbeauftragten für die Unterlagen des DDR-Staatssicherheitsdienstes findet eine Aussprache statt. Drucksache 16/1401

Torsten Hilse (SPD); Quelle: rbb

Torsten Hilse (SPD)

zeigt sich mit der Arbeit des Landesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen zufrieden. Politisch unverzichtbar sei die öffentliche Diskussion wegen des bewussten Verharmlosens der SED-Diktatur durch ehemalige Funktionsträger. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Torsten Hilse (SPD)
  • Torsten Hilse (SPD), 30.05.08
Frank Henkel (CDU); Quelle: rbb

Frank Henkel (CDU)

nimmt den Bericht mit "großer Zufriedenheit" zur Kenntnis. Das Thema Statssicherheit sei noch immer hochaktuell. Kenntnisse über die Arbeit der Stasi und die DDR überhaupt zu vermitteln sei sehr wichtig, weil Umfragen unter Schülern "erschreckende Ergebnisse" gebracht hätten. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Frank Henkel (CDU)
  • Frank Henkel (CDU), 30.05.08
Marion Seelig (Die Linke); Quelle: rbb

Marion Seelig (Die Linke)

dankt im Namen ihrer Fraktion dem Stasiakten-Beauftragen "sehr herzlich". Seine vorrangige Aufgabe bleibe die Beratung der Opfer. Der Betreuungsbedarf habe durch die jüngste Gesetzgebung noch zugenommen. Die Opferrente sei zu begrüßen, auch wenn sie sehr spät gekommen sei. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Marion Seelig (Die Linke)
  • Marion Seelig (Die Linke), 30.05.08
Björn Jotzo (FDP); Quelle: rbb

Björn Jotzo (FDP)

vertritt die Ansicht, der Senat unternehme zu wenig zur Aufarbeitung der SED-Diktatur. Sie sei noch lange nicht abgeschlossen. Das zeige sich in den vielen Anträgen auf Akteneinsicht, aber auch darin, dass Funktionsträger der Linken mit der Stasi in Verbindung gebracht würden. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Björn Jotzo (FDP)
  • Björn Jotzo (FDP), 30.05.08

Finanzen

<b>Jahresbericht 2008 des Landesrechnungshofes</b>

Nach Einschätzung des Rechnungshofes befindet sich das Land Berlin nach wie vor in einer schwierigen Finanzlage. Die verbesserte Einnahmeentwicklung müsse konsequent zum Schulden-Abbau genutzt werden, heisst es darin. Der Bericht wurde an den Hauptausschuss überwiesen. Jahresbericht 2008

Uwe Goetze (CDU); Quelle: rbb

Uwe Goetze (CDU)

stellt fest, die Regierungskoalition sei kaum noch zu parlamentarischer Kontrolle bereit. Selbst schwerwiegende Verstöße, die der Rechnungshof dokumentiere, würden im Haushaltskontrollausschuss "weichgespült". _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Uwe Goetze (CDU)
  • Uwe Goetze (CDU), 30.05.08
Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grüne); Quelle: rbb

Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grüne)

geht davon aus, dass der Bericht "einigen politischen Sprengstoff" und "unbequeme Wahrheiten" vor allem für die Koalition enthält. Besonders pikant finde sie, dass erneut die Bezüge der außertariflich bezahlten Manager bei der BVG gestiegen seien. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grüne)
  • Ramona Pop (Bündnis 90/Die Grüne), 30.05.08
Stefan Liebich (Die Linke); Quelle: rbb

Stefan Liebich (Die Linke)

entnimmt dem Bericht "wichtige Hinweise". Unverständnis zeigt er für die Bemerkungen des CDU-Redners, die "mit dem wirklichen Leben" im Haushaltskontrollausschuss nichts zu tun hätten. Die Frage der Manager-Gehälter bei der BVG müsse in der Tat diskutiert werden. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Stefan Liebich (Die Linke)
  • Stefan Liebich (Die Linke), 30.05.08

Bäderbetrieb

Die CDU will weitere Bäder an gemeinnützige und förderungswürdige Sportvereine übertragen. In ihrem Antrag fordert sie den Senat auf, über bisherige Erfahrungen zu berichten.

Andreas Statzkowski (CDU); Quelle: rbb

Andreas Statzkowski (CDU)

beklagt die Schließung von elf Hallenbädern in Berlin und artikuliert die Sorge der Sportvereine. Inzwischen gebe es die Möglichkeit, dass Vereine Bäder komplett übernehmen können. Aber die Rahmenbedinungen fehlten bis heute. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Andreas Statzkowski (CDU)/ Markus Pauzenberger (SPD)
  • Andreas Statzkowski (CDU)/ Markus Pauzenberger (SPD), 30.05.08
Markus Pauzenberger (SPD); Quelle: rbb

Markus Pauzenberger (SPD)

widerspricht seinem Vorredner von der CDU. Man habe viel für die Bäder getan und Vorbereitungen getroffen, damit Sportvereine die Bäder übernehmen könnten. Man brauche aber noch eine gewisse Zeit. Der CDU-Antrag sei im Ausschuss abgelehnt worden, weil er "nicht genau genug" sei. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Markus Pauzenberger (SPD)
  • Markus Pauzenberger (SPD), 30.05.08
Andreas Statzkowski (CDU)/ Markus Pauzenberger (SPD), Quelle: rbb

Andreas Statzkowski (CDU)contra Markus Pauzenberger (SPD)

Statzkowski besteht in einer Kurzintervention darauf, dass die Rahmenbedinungen fehlten. Pauzenberger verweist auf ein Positionspapier, in dem der Senat seine Antworten formuliert habe. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Andreas Statzkowski (CDU)/ Markus Pauzenberger (SPD)
  • Andreas Statzkowski (CDU)/ Markus Pauzenberger (SPD), 30.05.08
Felicitas Kubala (Bündnis 90/Die Grüne); Quelle: rbb

Felicitas Kubala (Bündnis 90/Die Grüne)

vertritt die Ansicht, Bäder seien zuerst eine öffentliche Aufgabe. "Hier steht der Staat in der Verantwortung." Bäderbetriebe dienten der gesundheitlichen Prävention und dem Schwimmunterricht der Kinder. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Felicitas Kubala (Bündnis 90/Die Grüne)
  • Felicitas Kubala (Bündnis 90/Die Grüne), 30.05.08
Gabriele Hiller (Die Linke); Quelle: rbb

Gabriele Hiller (Die Linke)

lehnt den CDU-Antrag ab, weil die Regierungskoalition keinen Handlungsbedarf sehe. Das Bäderkonzept liege nun vor und müsse umgesetzt werden. Und ein Bestandteil sei auch die Einbeziehung von Vereinen, aber nicht zu jedem Preis. _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Gabriele Hiller (Die Linke)
  • Gabriele Hiller (Die Linke), 30.05.08
Sebastian Czaja (FDP); QUelle: rbb

Sebastian Czaja (FDP)

stimmt im Namen seiner Partei dem CDU-Antrag zu. Auch die Koalition solle den Senat auffordern, "beim Thema Bäderkonzept den nächsten Schritt zu machen". _mehr

    Im Parlament, 30.05.08
    Sebastian Czaja (FDP)
  • Sebastian Czaja (FDP), 30.05.08

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