rbb Fernsehen

rbbonline | Abgeordnetenhaus Berlin | 2011 | 23. Juni 2011

Im Parlament
Im Parlament
An einem Fenster wehen eine deutsche und eine türkische Fahne vor dem Halbfinalspiel der Fußball-EM Deutschland-Türkei im Juni 2008; Quelle: dpa

23. Juni 2011

85. Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses

Die Themen:
Aktuelle Stunde: 50 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei
Straßenausbaubeitragsgesetz abschaffen
Wirtschaftskriminalität bekämpfen
Schwache Schulen besser machen
Wohnungsmarkt sozial gestalten
Gedenkort am Columbiadamm
Wahlrecht für Drittstaatsangehörige
Bericht des Datenschutzbeauftragten für 2009
Sicherheit im ÖPNV erhöhen
Volksinitiative – Frische Luft für Berlin _mehr

Geschäftliches

(Quelle: rbb)

Begründung der Aktuellen Stunde

Die Abgeordneten begründen ihre Themen für die "Aktuelle Stunde". Ülker Radziwill (SPD) würdigt anlässlich des 50. Jahrestages des Anwerbeabkommens mit der Türkei den Beitrag von Gastarbeitern und ihren Nachkommen für die Berliner Wirtschaft. Sie betont, dass Integration millionenfach gelungen sei. _mehr

    Im Parlament
    Begründung der Aktuellen Stunde
  • Begründung der Aktuellen Stunde

Fragestunde

(Quelle: rbb)

Mündliche Anfragen

Sozialsenatorin Carola Bluhm (Die Linke) nimmt zur Ausbildungssituation in Berlin Stellung. Weitere Fragen betreffen u. a. den Flughafen BBI, die Gewerbesteuer und die Kennzeichnungspflicht bei der Polizei. _Alle Fragen _mehr

    Im Parlament
    Mündliche Anfragen
  • Mündliche Anfragen
(Quelle: rbb)

Spontane Fragestunde

Bildungsminister Jürgen Zöllner (SPD) wird zu Plänen der Bundes-CDU für ein zweigliedriges Schulsystem befragt.  Er freut sich darüber, weil dieses Vorhaben dem Berliner Modell sehr ähnlich sei. Er empfiehlt jedoch, den Begriff Hochschule durch "Sekundarschule" zu ersetzen. _mehr

    Im Parlament
    Spontane Fragestunde
  • Spontane Fragestunde
  • Im Parlament, 23.06.11
    Spontane Fragestunde
  • Im Parlament, 23.06.11
    Spontane Fragestunde
    Spontane Fragestunde als Audio, 23.06.11

Aktuelle Stunde

Thema auf Antrag der SPD: "Berlin ist Hauptstadt der Integration – 50 Jahre Anwerbeabkommen mit der Türkei". Ein Antrag der Fraktion Bündnis90/Die Grünen "Unternehmen in Vielfalt fördern" wird in die Ausschüsse verwiesen.

(Quelle: rbb)

Raed Saleh (SPD)

wirft einen Blick in die Geschichte: Das Anwerbeabkommen sei geprägt gewesen vom Zeitgeist - nur für unverheiratete und gesunde Menschen aus den europäischen Gebieten der Türkei. Und nach zwei Jahren sollten sie Deutschland wieder verlassen. Heute sei die Entwicklung der Stadt eng verknüpft mit den Erwartungen der Migranten. Berlin habe Platz für viele Identitäten. _mehr

    Im Parlament
    Raed Saleh (SPD)
  • Raed Saleh (SPD)
(Quelle: rbb)

Michael Wegner (CDU)

nennt das Abkommen eine Erfolgsgeschichte. Er verweist auf das deutsche Wirtschaftswunder, den sozialen Aufstieg von Gastarbeitern, die Erweiterung der kulturellen Vielfalt und die vielen türkischen Unternehmen in Deutschland. Es seien vorwiegend Christdemokraten gewesen, die die Weichen für die Einwanderungspolitik positiv gestellt hätten.
_mehr

    Im Parlament
    Michael Wegner (CDU)
  • Michael Wegner (CDU)
(Quelle: rbb)

Lars Oberg (SPD) vs. Michael Wegner (CDU)

In einer Kurzintervention bekundet Oberg Respekt, weil sich in der CDU in den letzten Jahren einiges bewegt habe und die Partei nach "langen Wirren" im 21. Jahrhundert angekommen sei.  Die CDU habe aber einen wesentlichen Anteil daran, dass sich viele Einwanderer noch immer nicht akzeptiert fühlten. - Wegner wirft ihm "Agitation" vor.  _mehr

    Im Parlament
    Lars Oberg (SPD) vs. Michael Wegner (CDU)
  • Lars Oberg (SPD) vs. Michael Wegner (CDU)
(Quelle: rbb)

Elke Breitenbach (Die Linke)

sieht im Rückblick eine "wechselvolle Geschichte" der Integration und Desintegration. Es habe bis Ender der 90er Jahre gedauert, bis sich das vereinigte Deutschland dazu "durchringen konnte, sich selbst als Einwanderungsland zu bezeichnen". Und damals sei die CDU nicht in Regierungsverantwortung gewesen. _mehr

(Quelle: rbb)

Canan Bayram (Bündnis 90/die Grünen)

nimmt Bezug auf den Redebeitrag des Abgeordneten Wegner von der CDU: Sie hätte sich einen solchen "Fokus" der CDU in der Vergangenheit öfter gewünscht. Allerdings sei es auch für Rot-Rot  "ganz schön mutig", so zu tun, als habe man sich um die Integration verdient gemacht. "Buschkowsky, Sarrazin & Co." seien Berliner SPD-Markenzeichen für Ausgrenzung, Rassismus und Intoleranz.
_mehr

    Im Parlament
    Canan Bayram (Bündnis 90/die Grünen)
  • Canan Bayram (Bündnis 90/die Grünen)
(Quelle: rbb)

Raed Saleh (SPD) vs. Canan Bayram (Bündnis 90/die Grünen)

Saleh meint, der Beitrag seiner Vorrednerin sei "an Peinlichkeit kaum zu übertreffen". Sie habe Wahlkampf auf dem Rücken der Migranten gemacht. Das sei mehr als beschämend. - Bayram erwidert, die Aufgabe der Politk sei es, den Rahmen zu setzen. Und Rot-Rot habe mit seinem Integrationsgesetz "zu kurz gegriffen". _mehr

    Im Parlament
    Raed Saleh (SPD) vs. Canan Bayram (Bündnis 90/die Grünen)
  • Raed Saleh (SPD) vs. Canan Bayram (Bündnis 90/die Grünen)
(Quelle: rbb)

Sebastian Kluckert (FDP)

wirft der Koalition vor, ihr gehe es um "plumpen und durchsichtigen Wählerfang in einer bestimmten Migrantengruppe". Deutschland könne auf viele Beispiele gelungener Integration zurückblicken. Eine rot-rote Koalition sei dafür nicht erforderlich gewesen. Integration sei in erster Linie eine Leistung des Einzelnen, nicht Ergebnis staatlicher Politik.  _mehr

    Im Parlament
    Sebastian Kluckert (FDP)
  • Sebastian Kluckert (FDP)
(Quelle: rbb)

Carola Bluhm (Die Linke)

Die Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales meint, es habe sehr lange gedauert, bis "die Menschen in dieser Stadt" die Bereicherung der Vielfalt durch Einwanderer zu schätzen gelernt hätten. Heute sei Berlin in Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft  "ohne das türkische Element" nicht mehr vorstellbar. Zu wenig werde...  _mehr

    Im Parlament
    Carola Bluhm (Die Linke)
  • Carola Bluhm (Die Linke)

Straßenausbaubeitragsgesetz abschaffen

Hauseigentümer können weiter für den Ausbau von Straßen zur Kasse gebeten werden. Nach einer von Wahlkampf geprägten Debatte wurde der CDU-Antrag zur Aufhebung des umstrittenen Straßenausbau-Beitragsgesetzes in namentlicher Abstimmung abgelehnt. SPD, Linke und Grüne lehnten auch einen FDP-Antrag ab, der vorsah, das Gesetz zum 1. Januar 2012 außer Kraft zu setzen. Auch der FDP-Antrag, die Mittel zur Straßensanierung auf 100 Mio. Euro jährlich aufzustocken, wurde abgelehnt.

(Quelle: rbb)

Klaus-Peter von Lüdeke (FDP)

verweist auf die Zerstrittenheit der Koalition in der Frage des Straßenausbaubeitragsgesetzes. Die Linke habe sich in ihrem Wahlprogramm von dem Gesetz verabschiedet. Deshalb solle sie jetzt Farbe bekennen und den FDP-Antrag unterstützen. _mehr

    Im Parlament
    Klaus-Peter von Lüdeke (FDP)
  • Klaus-Peter von Lüdeke (FDP)
(Quelle: rbb)

Daniel Buchholz (SPD)

wirft der CDU vor, in den von ihr regierten Bezirken die "schlimmsten und teuersten" Straßenausbaumaßnahmen zu planen. Auch in den meisten deutschen Bundesländern hätten CDU und FDP Straßenausbaubeitragsgesetze eingeführt. Zugleich verteidigt Buchholz das Gesetz angesichts der Berliner Haushaltsnotlage als notwendig. _mehr

    Im Parlament
    Daniel Buchholz (SPD)
  • Daniel Buchholz (SPD)
(Quelle: rbb)

Mario Czaja (CDU)

macht geltend, dass die CDU sich immer gegen das Straßenausbaubeitragsgesetz gewandt habe. Es sei nur auf Wunsch der SPD zustande gekommen. Die CDU werde - wenn sie wieder regiere - das Gesetz abschaffen, da es ein "Abzockegesetz" sei und zudem investitionsfeindlich.  _mehr

    Im Parlament
    Mario Czaja (CDU)
  • Mario Czaja (CDU)
(Quelle: rbb)

Do 23.06.11 00:00

Mieke Senfteben (FDP) vs. Mario Czaja (CDU)

Mieke Senftleben erklärt in einer Kurzintervention am Beispiel von Reinickendorf, dass der Bürgerwille vom CDU-Stadtrat "in keinster Weise" berücksichtigt werde. Die Bürger seien verärgert, weil sie als Millionäre und Bonzen betitelt würden. – Mario Czaja entgegnet, Mike Senftleben habe von Ausbaubeiträgen keine Ahnung. _mehr

    Im Parlament
    Mieke Senfteben (FDP) vs. Mario Czaja (CDU)
  • Mieke Senfteben (FDP) vs. Mario Czaja (CDU) , 23.06.11
(Quelle: rbb)

Daniel Buchholz (SPD) vs. Mario Czaja (CDU)

Bucholz bestätigt in einer Kurzintervention die Ausführungen von Mieke Senftleben (FDP). Es seien in Reinickendorf und Spandau überhöhte Bescheide verschickt worden. Die CDU benutze Landesgesetze, um Parteipolitik vor Ort zu machen. - Czaja macht erneut geltend, ... _mehr

    Im Parlament
    Daniel Buchholz (SPD) vs. Mario Czaja (CDU)
  • Daniel Buchholz (SPD) vs. Mario Czaja (CDU)
(Quelle: rbb)

Uwe Doering (Die Linke)

wirft der CDU vor, in den Bezirken Luxussanierungen vorzunehmen und die Bürgerbeteiligung außer Acht zu lassen. Die  Linke wolle das Straßenausbaubeitragsgesetz abschaffen, während SPD und Grüne es nur modifizieren wollten. Es werde nach der Wahl spannende Koalitionsverhandlungen geben. _mehr

    Im Parlament
    Uwe Doering (Die Linke)
  • Uwe Doering (Die Linke)
(Quelle: rbb)

Astrid Schneider (Bündnis 90/Die Grünen)

fordert eine "echte Überprüfung" des Straßenausbaubeitragsgesetzes hinsichtlich der Kosten und der Bürgerbeteiligung. Das Gesetz sei schlecht gemacht. Der Bürger zahle doppelt und dreifach. Dafür zählt sie eine Reihe von Beispielen auf. _mehr

    Im Parlament
    Astrid Schneider (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Astrid Schneider (Bündnis 90/Die Grünen)

Wirtschaftskriminalität bekämpfen

SPD- und Linksfraktion fordern in ihem Antrag "Wirtschaftskriminalität wirksam bekämpfen – Managerhaftung verschärfen" den Senat auf, sich über eine Bundesratsinitiative für eine Verschärfung des Wirtschaftsstrafrechts einzusetzen. Der Antrag wird an den Rechtsausschuss überwiesen.

(Quelle: rbb)

Debatte zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität

Frank Zimmermann (SPD) beklagt, dass es keinen wirksamen Schutz vor Finanzjongleuren und Risikomanagern gibt. Sie könnten auf Kosten der Allgemeinheit Milliarden in den Sand setzen, ohne dass die Justiz wirksam eingreife. _mehr

    Im Parlament
    Debatte zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität
  • Debatte zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität

Schwache Schulen besser machen

Die CDU-Fraktion stellt den Antrag "Schwache Schulen besser machen - ein echtes Qualitätspaket". Der Antrag wird in die Ausschüsse verwiesen.

(Quelle: rbb)

Sascha Steuer (CDU)

kritisiert anderthalb Jahrzehnte SPD-Bildungspolitik. Das Qualitätspaket für schwächere Schulen von Bildungssenator Zöllner (SPD) sei nur eine "PR-Nummer" und ein "reines Sammelsurium an zusammenhanglosen Einzelmaßnahmen".
_mehr

    Im Parlament
    Sascha Steuer (CDU)
  • Sascha Steuer (CDU)
(Quelle: rbb)

Felicitas Tesch (SPD)

verurteilt den CDU-Antrag als "polemisch". Er sei "lediglich ein Nachklapp" zum Qualitätspaket der Senatsverwaltung. Entweder seien die angesprochenen Maßnahmen schon erfolgt oder die Vorschläge seien geprüft worden und hätten erkennen lassen, dass sie keine Verbesserungen brächten. _mehr

    Im Parlament
    Felicitas Tesch (SPD)
  • Felicitas Tesch (SPD)
(Quelle: rbb)

Özcan Mutlu (Bündnis 90/Die Grünen)

bezeichnet den Antrag als "Wahlkampfpalaver, mehr nicht". Er enthalte durchaus diskussionswürdige Vorschläge, allerdings sei kaum noch Zeit für eine ernsthafte Diskussion. Das Qualitätspaket des Bildungssenators sei "richtig und wichtig". _mehr

    Im Parlament
    Özcan Mutlu (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Özcan Mutlu (Bündnis 90/Die Grünen)
(Quelle: rbb)

Steffen Zillich (Die Linke)

kritisiert den Antrag der CDU als "Flugblatt, bestenfalls Presseerklärung". Nicht nur der späte Zeitpunkt, sondern auch die Mehrkosten der Maßnahmen zeigten, dass es die CDU "nicht so ernst" meine. Das Bildungspaket des Senators sei dagegen in vielen Punkten "bemerkenswert" ... _mehr

    Im Parlament
    Steffen Zillich (Die Linke)
  • Steffen Zillich (Die Linke)
(Quelle: rbb)

Mieke Senftleben (FDP)

betont, dass das Qualitätspaket des Senators bereits in der vorvorletzten Sitzung diskutiert wurde. Der Antrag der CDU sei vielleicht "gut gemeint, aber noch lange nicht gut gemacht". Die Forderungen blieben hinter den bereits heute möglichen Maßnahmen zurück. _mehr

    Im Parlament
    Mieke Senftleben (FDP)
  • Mieke Senftleben (FDP)

Wohnungsmarkt sozial gestalten

Die Abgeordneten diskutieren das Wohnraumgesetz und mehrere Anträge zum Thema. Der Antrag der Fraktion Bündnis 90/Grüne "Keine Mieterhöhung bei schlechter Dämmung" wird abgelehnt. Der Antrag der Fraktion Bündnis 90/Grüne zur Verlängerung des Kündigungsschutzes wird angenommen im Wortlaut der Beschlussempfehlung. Auch das Wohnraumgesetz wird mit Änderungen der Beschlussempfehlung angenommen. Ein Änderungsantrag der CDU-Fraktion zu dieser letzten Beschlussempfehlung wird abgelehnt.

(Quelle: rbb)

Andreas Otto (Bündnis 90/Die Grünen)

lehnt das Wohnraumgesetz ab. Er kritisiert, dass in den letzten Jahren unter Rot-Rot fast nichts für die Wohnungspolitik getan worden sei. Die energetische Sanierung sei nicht vorangebracht, das Klimaschutzgesetz beerdigt und viel zu wenig an die soziale Mietenpolitik gedacht worden. _mehr

    Im Parlament
    Andreas Otto (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Andreas Otto (Bündnis 90/Die Grünen)
(Quelle: rbb)

Michael Arndt (SPD)

betont, dass die Koalition mit dem Wohnraumgesetz die Mieten vieler Sozialwohnungen binden und senken werde. Das Gesetz enthalte sicher nicht alle Wünsche seiner Fraktion, hierbei sei z.B. die vollständige Ablösung der Kostenmiete in einem Zeitraum von zehn Jahren zu nennen. _mehr

    Im Parlament
    Michael Arndt (SPD)
  • Michael Arndt (SPD)
(Quelle: rbb)

Matthias Brauner (CDU)

kritisiert die Wohnungspolitik der vergangenen Jahre. Rot-Rot habe die Chance verpasst zu gestalten. Vor den Abgeordneten liege ein "Reparaturgesetz", auf das sie seit dem Jahr 2003 warteten. Das Gesetz wäre überflüssig gewesen, wenn der Senat nicht so überhastet aus der Anschlussförderung ausgestiegen wäre. _mehr

    Im Parlament
    Matthias Brauner (CDU)
  • Matthias Brauner (CDU)
(Quelle: rbb)

Kurzintervention Jutta Matuschek (Die Linke)

weist ihren Vorredner darauf hin, dass die CDU das kritisierte Fördersystems erfunden habe. Seit 1972 habe es Berlin eine zweistellige Milliardensumme gekostet. Ergebnis des Fördersystems sei darüber hinaus, dass Sozialwohnungen in vielen Bereichen weit über den Vergleichsmieten lägen. Der Abgeordnete solle nicht erwarten, dass die Linke den Sumpf trocken lege, den seine Partei selbst gelegt habe. _mehr

    Im Parlament
    Kurzintervention Jutta Matuschek (Die Linke)
  • Kurzintervention Jutta Matuschek (Die Linke)
(Quelle: rbb)

Erwiderung Matthias Brauner (CDU)

kontert, dass die Erblasten der Linken bei der Wiedervereinigung die der CDU bei der Wohnungsbaupolitik weit überstiegen hätten. Der zwangsweise Ausstieg aus der Wohnraumförderung sei eine Fehlentscheidung gewesen und koste das Land nun mehr als es spare. _mehr

    Im Parlament
    Erwiderung Matthias Brauner (CDU)
  • Erwiderung Matthias Brauner (CDU)
(Quelle: rbb)

Uwe Doering (Die Linke)

stimmt dem Wohnraumgesetz zu, auch wenn es keine "grundsätzlichen Lösungen für die Wohnungspolitik der Stadt" biete. Der Ausstieg aus der Anschlussförderung sei 2003 wichtig gewesen, da er die Milliardensubvention von Vermietern in der Stadt beendet habe. _mehr

    Im Parlament
    Uwe Doering (Die Linke)
  • Uwe Doering (Die Linke)
(Quelle: rbb)

Klaus-Peter von Lüdeke (FDP)

sieht in den Anträgen "reinen Populismus" und im Wohnraumgesetz "reines Wahlkampfgetöse". Es werde gezielt mit der Angst der Mieter gespielt. Obwohl es in einigen Segmenten der Stadt Wohnungsknappheit gebe, bestünde kein Grund zur Hysterie. _mehr

    Im Parlament
    Klaus-Peter von Lüdeke (FDP)
  • Klaus-Peter von Lüdeke (FDP)

Gedenkort am Columbiadamm

Im  "Columbia-Haus" am gleichnamigen Columbia-Danm wurde kurz nach 1933 das erste Konzentrationslager Berlins eingerichtet. Die Fraktionen von SPD und Linke bringen den Antrag zur Schaffung eines Gedenk- und Informationsortes auf dem Tempelhofer Feld ein. Der Antrag wird angenommen.

(Quelle: rbb)

Thomas Flierl (Die Linke)

verweist darauf, dass Zukunft nur zu haben sei, wenn man sich der Vergangenheit stelle. Das Tempelhofer Feld weise noch eine ganze Menge "verdrängter historischer Altlasten" auf. Er plädiert für die Einrichtung eines Gedenk- und Informationsortes, der sich dem ersten Berliner Konzentrationslager, ... _mehr

    Im Parlament
    Thomas Flierl (Die Linke)
  • Thomas Flierl (Die Linke)
(Quelle: rbb)

Michael Braun (CDU)

unterstützt den Antrag "ohne Wenn und Aber“. Er zeigt sich jedoch verwundert, warum "gerade die Linke und gerade jetzt" diesen Antrag zu ihrer Priorität mache. Schließlich habe die Linke schon immer ein Problem damit gehabt, das Existenzrecht Israels anzuerkennen, klar Position gegen Antisemitismus zu beziehen ... _mehr

    Im Parlament
    Michael Braun (CDU)
  • Michael Braun (CDU)
(Quelle: rbb)

Klaus Lederer (Die Linke) vs. Michael Braun (CDU)

In einer Kurzintervention weist der Landesvorsitzende der Linkspartei den "Nachhilfe-Unterricht" zurück. Seine Partei habe diesen Antrag nicht gestellt, weil sie sich "von irgendetwas abzugrenzen" hätte. Die Linke Berlins habe sich nicht nur "fortgesetzt und immer wieder" zum Existenzrecht Israels bekannt ... _mehr

    Im Parlament
    Klaus Lederer (Die Linke) vs. Michael Braun (CDU)
  • Klaus Lederer (Die Linke) vs. Michael Braun (CDU)
(Quelle: rbb)

Ellen Haußdörfer (SPD)

äußert sich bestürzt über die unsachliche Diskussion. Die CDU hätte zu diesem Thema einen gesonderten Antrag einbringen müssen. Sie betont, dass die Erinnerung an die "Hölle von Tempelhof" auch zur historischen Erinnerung dieses Ortes gehöre. Ihre Partei wolle sicherstellen, ... _mehr

    Im Parlament
    Ellen Haußdörfer (SPD)
  • Ellen Haußdörfer (SPD)
(Quelle: rbb)

Alice Ströver (Bündnis 90/Die Grünen)

kritisiert den Abgeordneten Braun (CDU) dafür, den Antisemitismus-Vorwurf "so pauschal in Richtung Linke" zu richten. Dies brauche ein "etwas anderes Forum als ausgerechnet die Beratung dieses Antrages". Sie werde dem Antrag zustimmen. Neben der positiven Geschichte des Flughafen Tempelhofs ... _mehr

    Im Parlament
    Alice Ströver (Bündnis 90/Die Grünen)
  • Alice Ströver (Bündnis 90/Die Grünen)
(Quelle: rbb)

Volker Thiel (FDP)

findet den Antrag "nicht in sich stimmig". Er fragt, was sich die Abgeordneten unter einem Gedenk- und Informationsort konkret vorstellten und welche Funktion das 1994 eingeweihte Denkmal am Columbiadamm haben solle. Berlin bräuchte definitiv keinen neuen musealen Ort, der nachträglich und künstlich ... _mehr

    Im Parlament
    Volker Thiel (FDP)
  • Volker Thiel (FDP)

Wahlrecht für Drittstaatsangehörige

Keine Chance hat der Antrag der Grünen, das kommunale Wahlrecht für Drittstaatsangehörige über eine Änderung der Berliner Verfassung zu erwirken. Der Antrag wird in namentlicher Abstimmung abgelehnt. Auch der Änderungantrag der Grünen, wonach das Gesetz erst zum 1. Januar 2012 in Kraft treten soll, wird abgelehnt.

(Quelle: rbb)

Debatte zum Wahlrecht für Drittstaatsangehörige

Canan Bayram (Bündnis90/Die Grünen) wirbt für den Antrag ihrer Fraktion, das kommunale Wahlrecht für Drittstaatsangehörige einzuführen. Der vorgeschlagene Weg sei juristisch gangbar.  _mehr

    Im Parlament
    Debatte zum Wahlrecht für Drittstaatsangehörige
  • Debatte zum Wahlrecht für Drittstaatsangehörige

Bericht des Datenschutzbeauftragten 2009

Die Abgeordneten nehmen die Stellungnahme des Senats zum Bericht des Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit für das Jahr 2009 zur Kenntnis. Ebenfalls zur Kenntnis genommen wird die einstimmig verabschiedete Beschlussempfehlung des Innenausschusses.

(Quelle: rbb)

Alexander Dix

Der Berliner Datenschutzbeauftragte stellt den Jahresbericht 2009 vor und hebt den hohen Stellenwert hervor, den dieses Parlament dem Datenschutz einräume. Ausführlich äußert er sich zum Datenschutz im Gesundheitssektor. Es sei unverständlich, dass Vivantes nur einen Datenschutzbeauftragten habe. Hier sollte der Senat tätig werden. _mehr

    Im Parlament
    Alexander Dix
  • Alexander Dix
(Quelle: rbb)

Marion Seelig (Die Linke)

Die Vorsitzende des Unterausschusses für Datenschutz und Informationsfreiheit erläutert die Beschlussempfehlung des Ausschusses. Sein Anliegen sei die Stärkung des Datenschutzes und die Prävention, um einen kritischen Umgang mit den eigenen Daten im Netz zu befördern. Die Datenschutzstandards in den sozialen Netzwerken ließen einiges zu wünschen übrig. _mehr

    Im Parlament
    Marion Seelig (Die Linke)
  • Marion Seelig (Die Linke)

Sicherheit im ÖPNV erhöhen

Die FDP-Fraktion bringt den Antrag "Mit integriertem Sicherheitskonzept und 'geschlossenem System' endlich die Sicherheit im ÖPNV erhöhen!" ein. Der Antrag wird gemäß Beschlussempfehlung des Verkehrsausschusses abgelehnt.

(Quelle: rbb)

Debatte zur Sicherheit im ÖPNV

Björn Jotzow (FDP) kritisiert, dass nach den U-Bahn-Überfällen vom Sicherheitskonzept des Senats nicht mehr viel übrig geblieben sei. Die FDP fordere mit ihrem Konzept u.a. ein geschlossenes System – also Zugangssperren für Nichtfahrgäste. Dies würde zu weniger Vandalismus und weniger schweren Straftaten führen. _mehr

    Im Parlament
    Debatte zur Sicherheit im ÖPNV
  • Debatte zur Sicherheit im ÖPNV

Volksinitiative – Frische Luft für Berlin

Die Volksinitiative "Frische Luft für Berlin" setzt sich für einen verstärkten Schutz vor Passivrauchen insbesondere vor Krankenhäusern und auf Kinderspielplätzen ein. Die Abgeordneten diskutieren das Anliegen der Initiative sowie einen Änderungsantrag der Fraktion Bündnis 90/Grüne. Der Änderungsantrag wird abgelehnt und das Verfahren gemäß Beschlussempfehlung des Gesundheitsausschusses beendet.

(Quelle: rbb)

Debatte zur Volksinitiative "Frische Luft für Berlin"

Thomas Isenberg (SPD) dankt der Volksinitiative für ihr Engagement. Der Gesundheitsausschuss habe sich intensiv mit dem Thema befasst, damit sei dem Anliegen Rechnung getragen worden. Der Abgeordnete betont, dass die Luft in Berlin "frisch und sauber" sei. _mehr

    Im Parlament
    Debatte zur Volksinitiative "Frische Luft für Berlin"
  • Debatte zur Volksinitiative "Frische Luft für Berlin"

Sommerpause - Nächste Sitzung: 1. September 2011

 

Landespolitik im rbb

Logo: Abendschau, Quelle: rbb

Abendschau

Das Nachrichtenmagazin aus Berlin. Täglich um 19:30 Uhr. _mehr

rbb Fernsehen

Video

Im Parlament
Heute im Parlament

23. Juni 2011

Heute im Parlament

Gabriele von Moltke berichtet live von der 85. Sitzung des Abgeordnetenhauses.

Service

Parlament online

Informationen über die Abgeordneten, Termine, Sitzungsprotokolle und ausführliche Hintergründe zur parlamentarischen Arbeit im Internetangebot des Abgeordnetenhauses von Berlin. www.parlament-berlin.de

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

http://www.rbb-online.de/imparlament/berlin/2011/23__juni_2011/23__Juni_2011_-_85__Sitzung_des_Berliner_Abgeordnetenhauses.html

Fenster schließen!