Die Abgeordneten diskutieren über die Neuausrichtung der Energiepolitik für Berlin einschließlich des Baus eines eigenen Stadtwerks. Dazu liegt ein
Antrag der Regierungsfraktionen vor, der ebenso wie ein
Antrag der Piraten und ein weiterer
Antrag aller Oppositionsfraktionen in die Ausschüsse überwiesen wird. Mit ihrem
Antrag zur Kostenschätzung für das Volksbegehren fallen die Grünen durch.
Harald Wolf (Die Linke)
beteuert das "große Interesse" der Opposition an einem eigenen Stadtwerk für Berlin. Die Regierung wolle aber ein Gesetz beschließen, noch bevor Konzept und Geschäftsmodell existierten. Sie zäume das Pferd von hinten auf. Er schlägt vor, den Regierungsentwurf in die Ausschüsse zu überweisen, die Debatte über das unternehmerische Konzept zu führen und dann das Gesetz zu verabschieden. Wenn das Stadtwerk eine BSR-Tochter werden solle, müsse aber zu allererst mit ihr geredet werden.
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Heiko Melzer (CDU)
ist der Ansicht, die Große Koalition trage durch die Ausschreibung der Energiennetze und das geplante Stadtwerk zum Gelingen der Energiewende bei. Sie handle, während die Opposition nur Fragen und keine Lösungsansätze habe. Er kündigt an, weiterhin die Gespräche mit dem Energietisch zu suchen; Rot-Schwarz gestalte den Dialog mit und nicht gegen die Stadt.
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Harald Wolf (Die Linke) vs. Heiko Melzer (CDU)
In seiner Kurzintervention fragt Harald Wolf u.a., in wieweit das Regierungsvorhaben mit den betroffenen Gremien bei der BSR diskutiert worden sei. - Heiko Melzer verweist auf eine im Antrag der Koalition enthaltene Drucksache zur Integration und Kooperation landeseigener Stromerzeuger.
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Michael Schäfer (Bündnis 90/Die Grünen)
stellt fest, dass der Abgeordnete Melzer nicht auf die Frage von Harald Wolf geantwortet habe. Er fordert den Senat auf, sich zu seinen energiepolitischen Zielen zu äußern und unterstellt ihm, gar kein Stadtwerk zu wollen. Den Plan der Regierungsparteien, das Stadtwerk als BSR-Tochter zu betreiben, hält er für eine "Fehlkonstruktion". Notwendig sei ein eigenständiger Energieerzeuger.
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Daniel Buchholz (SPD)
fordert die Opposition auf, sich aktiv an der Diskussion über die Anträge der Koalition zu beteiligen. Weder Grüne, noch Linke oder Piraten hätten ernsthafte Änderungsvorschläge vorgelegt. Von ihrer Seite gebe es lediglich Fragen, aber keine Konzepte zur Energiepolitik.
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Michael Schäfer (Bündnis 90/Die Grünen) vs. Daniel Buchholz (SPD)
Michael Schäfer bekräftigt seine Auffassung, wonach der Senat die Gesetze der Regierungsparteien ignoriert, weil er keine energiepolitischen Ziele habe. Insofern würden die Forderungen im Oppositionsantrag zwar absurd klingen, seien es aber nicht. - Daniel Buchholz entgegnet mit der erneuten Frage an die Grünen, wo denn ihr Vorschlag zu einer Gesetzesänderung beispielsweise zur Landeshaushaltsordnung sei.
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Pavel Mayer (Piraten)
verweist auf den zweiten Antrag seiner Fraktion über einen Energiepakt für Berlin und Brandenburg. Berlin werde seinen Energiebedarf künftig nicht alleine decken können; es sollte auf Brandenburg zugehen, um die Energiewende gemeinsam zu stemmen. Dem Koalitionsantrag zollt er Respekt, er mache aber den Energietisch nicht überflüssig.
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Jörg Stroedter (SPD)
betont das Bestreben der Regierungsparteien, das Volksbegehren letztlich durch einvernehmliche Lösungen mit den Initiatoren überflüssig zu machen. Dem Energietisch wirft er vor, sich durch das Volksbegehren nur selbst mehr Rechte sichern zu wollen.
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Harald Wolf (Die Linke) vs. Jörg Stroedter (SPD)
Harald Wolf bittet in seiner Kurzintervention nochmals darum, nicht über Gesetzestexte zu sprechen, sondern über das unternehmerische Konzept für ein Stadtwerk. Das sei die eigentliche Schwierigkeit. - Jörg Stroedter lädt ihn erneut zur Mitarbeit ein. Er vermisse noch immer Äußerungen zum vorliegenden Konzept.
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