Thema auf Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: "Gemeinsam das Denkmal East-Side-Gallery retten" Nach der Debatte wird ein
Dringlicher Antrag der Koalitionsfraktionen SPD und CDU angenommen. Darin wird der Senat aufgefordert, das berlinschädliche bezirkliche Planungschaos an der weltberühmten East-Side-Gallery zu beenden. Ein
Dringlicher Antrag der Grünen findet keine Mehrheit. Abgelehnt wird auch der gemeinsame
Antrag der Linksfraktion und der Piratenfraktion.
Die Fraktionsvorsitzende spricht sich für den Erhalt der East-Side-Gallery und des umliegenden Geländes in der jetzigen Gestalt aus. Man sei es den Opfern der deutsch-deutschen Teilung schuldig, dieses Areal nicht als beliebiges Bauland und Investitionsobjekt zu nutzen. Der Uferstreifen zwischen dem 1,3 Kilometer langen Mauerrest und der Spree sei der ehemalige Todesstreifen gewesen.
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In seiner Kurzintervention wirft Torsten Schneider seiner Vorrednerin vor, die Grünen würden die East-Side-Gallery als Vehikel ihrer "Investitionsverhinderungspolitik" benutzen. - Antje Kapek wehrt sich dagegen und verweist auf die Mauergedenkstätte Bernauer Straße als Beispiel für den Umgang mit Geschichte.
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macht dem Bürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg, Franz Schulz von den Grünen, schwere Vorwürfe. Er habe sich nie für die East Side Gallery - die größte Open-Air-Galerie - eingesetzt. Ohne jede Ankündigung habe er die Bagger anrollen lassen und 23 Meter aus der East Side Gallery herausbrechen lassen wollen. Sie sei froh, dass sich Berlins Regierender Bürgermeister als Vermittler eingeschaltet habe. Der Senat ducke sich nicht weg, sondern übernehme die Verantwortung.
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liefert einen detailreichen Rückblick auf den Umgang Berlins mit der Mauer. Die Linke unterstütze die Forderung der Bürgerinitiative, keine Luxuswohnungen auf dem ehemaligen Todesstreifen zu bauen. Die East Side Gallery sei ein Markenzeichen des neuen Berlin.
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äußert Verständnis für die Proteste gegen den Teilabriss der East Side Gallery und würdigt das Forum StadtSpree. Dem Bürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg, Franz Schulz (Grüne), wirft er Geschichtsvergessenheit und Dreistigkeit vor. Zu Lösungen über das Areal an der Spree könne man aber nur mit den Investoren und Eigentümern kommen.
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Der Fraktionsvorsitzende erinnert an den Bebauungsplan für die Spree, in dem "Löcher im Mauerstreifen" vorgesehen seien. Beim Abriss von 40 Metern zum Bau der O2-World 2006 habe es auch keinen Protest gegeben. Der jetzige Investor an der East Side Gallery habe alle gültigen Genehmigungen zum Bauen. Fraktionsübergreifend sei ihm in den Rücken gefallen worden, das sei ein "fatales Signal".
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Der Stadtentwicklungssenator kritisiert den Bezirk, der sich als Erfüllungsgehilfe des Senats darstelle. Seit 1997 habe der Bezirk die B-Plan-Verfahren für das Projekt an der East Side Gallery vorangetrieben. Kontinuierlich habe er das entschieden, was er offenbar für richtig gehalten habe. Nun müsse er zu seiner politischen Verantwortung stehen.
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freut sich, das Klaus Wowereit den Erhalt der East Side Gallery zur Chefsache gemacht habe. Der Senat wolle jetzt mit allen Beteiligten nach einer einvernehmlichen Lösung suchen. Erfreulich sei die Kompromissbereitschaft der Investoren. Der Dringliche Antrag der Koalition bekräftige den Wunsch, die East Side Gallery dauerhaft als zusammenhängendes Denkmal zu erhalten.
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