Die Opposition fordert den Senat auf, einen Winterabschiebestopp für besonders schutzbedürftige Personen zu erlassen. Eine sofortige Abstimmung über den gemeinsamen
Antrag der Piraten, Linken und Bündnis90/Die Grünen scheitert an der Koalition, die über das Thema zunächst noch im Ausschuss für Inneres, Sicherheit und Ordnung beraten will. Nach der turbulenten Debatte wird der Antrag in den Ausschuss überwiesen.
begründet den Antrag der Opposition, Angehörige schutzbedürftiger Minderheiten, die in ihren Herkunftsländern diskrimiert würden, in den Wintermonaten nicht abzuschieben. Gerade in Serbien, Mazedonien und im Kosovo müssten die Betroffenen oft in nicht beheizbaren Unterkünften leben. Es gebe mehrer Bundesländer, die bereits einen Winterabschiebestopp praktizierten. Berlin sei leider eine "unlöbliche" Ausnahme.
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ist dafür, den Antrag der Opposition zu einem Winterabschiebestopp im Innenausschuss zu beraten. Zugleich macht er deutlich, dass sich Berlin an Bundesgesetze halten müsse.
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bezeichnet einen Winterabschiebestopp als Gebot der Humanität. Die Menschen würden in Elend und Not abgeschoben. Dies dürfe man nicht zulassen. Gerade gegenüber den Sinti und Roma hätte Deutschland eine besondere Verantwortung. Scharfe Kritik übt Bayram an CDU-Innensenator Henkel, der im Dezember stolz die Abschiebung von Flüchtlingen nach Serbien verkündet habe.
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hält die Forderung der Opposition nach einem "ausnahmslosen" Winterabschiebestopp für inakzeptabel. "Was glauben Sie, wird geschehen, wenn es sich auf dem Balkan herumspricht, dass das Wunderland Deutschland unberechtigt Einreisenden, politisch nicht verfolgten Angehörigen bestimmter dort unbeliebter Ethnien faktisch Aufenthalt gewährt?" - fragt Dregger.
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wirft Burkard Dregger (CDU) vor, mit einem Horrorszenario Ressentiments zu schüren und zum geistigen Brandstifter zu werden. Herr Dregger tue so, als ob er sich als Jurist seriös Gedanken mache, in Wirklichkeit habe er nur platte "Ausländer-raus-Parolen" drauf. - Für diese Bemerkung kassiert Bayram eine Rüge des Parlamentspräsidenten.
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verurteilt die Ende des Jahres erfolgte Abschiebung von Roma nach Serbien durch die Berliner Ausländerbehörde. Gerade in den harten Wintermonaten dürften besonders Schutzbedüftige, wie unbegleitete Minderjährige, Schwangere und Personen mit Behinderungen oder traumatischen Erfahrungen nicht ausgewiesen werden. Berlin sollte dem Beispiel von Schleswig-Holstein, Thüringen, Rheinland-Pfalz und Bremen folgen und einen Winterabschiebestopp in Kraft setzen.
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ist empört, dass seine Kollegin Canan Bayram eine Rüge des Parlamentspräsidenten erhalten hat und beantragt die Rücknahme. Zugleich stellt er den Geschäftsordnungsantrag auf Sitzungsunterbrechung. Auch er sei der Meinung, dass der CDU-Abgeordnete Dregger "Ausländer-raus-Parolen" von sich gebe. Für diese Bemerkung wird Lux ebenfalls gerügt.
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verwahrt sich im Namen der Koalitionsfraktionen gegen "unverschämte und dreiste Unterstellungen", wonach sich Abgeordnete "Ausländer-raus-Parolen" zu eigen machten. Es handele sich um eine bewusste Inszenierung der Grünen-Fraktion. Benedikt Lux missbrauche die Geschäftsordnung für billige Propaganda.
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