Claudia Hämmerling (Bündnis 90/Die Grünen) bezeichnet Management und Tierhaltung im Tierpark Berlin als nicht mehr "auf der Höhe der Zeit". Es gebe zahllose Tiere mit Verhaltensstörungen, viele lebten in "drangvoller Enge" und es werde Inzucht betrieben. Sie fragt, warum Steuergelder für "schlechte Tierhaltung" ausgegeben werden und will aus einer "Tiermenagerie" einen "modernen Erlebnistierpark" machen.
Daniel Buchholz (SPD) stimmt der Zielstellung des Grünen-Antrags zu, dass sich Besucher, Tiere und Beschäftigte wohlfühlen sollten. Die Tierschutz-Kritik sei aber "überzogen" und fuße auf "Unterstellungen": Schließlich gebe es weiterhin hohe Besucherzahlen.
Claudia Hämmerling (Bündnis 90/Die Grünen) erinnert in einer Kurzintervention daran, dass 2004 ein Zuwendungsvertrag mit dem Zoo geschlossen worden sei, den dieser nicht eingehalten habe. Daniel Buchholz (SPD) entgegnet, dass die Zoo AG eine eigenständige Aktiengesellschaft sei, in deren "operatives Geschäft" das Parlament nicht eingreifen könne. Die Zuwendungen von 6 Mio. Euro seien ein "Ausgleich der Betriebskosten" gewesen und bewusst nicht verlängert worden. Jetzt gebe es jährlich einen Zuwendungsbescheid auf der Basis eines Wirtschaftsplans, dessen Einhaltung kontrolliert werde.
Marion Platta (Die Linke) fordert einen "Neuanfang" beim Tierpark Berlin. Allerdings sei der Antrag der Grünen "einseitig" und "kurzsichtig" und gehe an dem Willen vieler Berliner vorbei. Er führe zu "Verunsicherung" und schade damit dem Tierschutzgedanken "erheblich".
Danny Freymark (CDU) erinnert daran, dass die CDU den Tierpark unter "großer Bürgerbeteiligung" in Lichtenberg als Thema besetzt habe – er freue sich, dass die Grünen nun auch aus dem Ideenkatalog "abkupfern". Übertrieben sei aber die Forderung, die sofortige Umsetzung der Ideen unter Androhung der Mittelkürzung zu fordern.
Philipp Magalski (Piraten) stimmt dem Antrag der Grünen unter Verweis auf die Tierschutzaspekte zu.