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rbbonline | Landtag Brandenburg | 2008 | 18. September

Im Parlament
Im Parlament
Landtagspräsident Gunter Fritsch neben einem Aufruf zur Wahl - Montage (Quelle: dpa)

Landtagspräsident Gunter Fritsch (SPD)

18. September 2008

72. Sitzung des Brandenburger Landtags

Der Landtag in Potsdam hat am Donnerstag dazu aufgerufen, bei den Kommunalwahlen am 28. September demokratische und keine rechtsextremistischen Parteien zu wählen. Ein entsprechender Antrag von Landtagspräsident Fritsch (SPD) wurde ohne Gegenstimmen angenommen. Die Abgeordneten der rechtsextremen DVU enthielten sich der Stimme. _mehr

TOP 1 - Aktuelle Stunde

"Wachsende Altersarmut in Brandenburg als Ergebnis von sinkenden Renten, von Arbeitslosigkeit und Niedrigeinkommen"

Die Fraktion Die Linke hatte das Thema beantragt. Es kam zu einem heftigen Schlagabtausch mit den Regierungsfraktionen.

Irene Wolff-Molorciuc (Die Linke); Quelle: rbb

Irene Wolff-Molorciuc (Die Linke)

begründet den Antrag ihrer Fraktion mit der geringen Rentenanwartschaften, die im Schnitt in Brandenburg erarbeitet worden sind. Die Anzahl der Menschen, deren Rente unter der Grundsicherung liegt, habe um ein Drittel zugenommen. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Irene Wolff-Molorciuc (Die Linke)
  • Irene Wolff-Molorciuc (Die Linke), 18.09.08
Sylvia Lehmann (SPD); Quelle: rbb

Sylvia Lehmann (SPD)

wirft der Linken vor, den Menschen den "Himmel auf Erden" zu versprechen, ohne ihnen zu sagen, wie das gehen solle. Sie suggerierten ihnen die schlichte Lösung nach dem Motto, das Geld müsse nur ins Land gestreut werden, z.B. für eine höhere Grundsicherung. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Sylvia Lehmann (SPD)
  • Sylvia Lehmann (SPD), 18.09.08
Birgit Fechner (DVU); Quelle: rbb

Birgit Fechner (DVU)

plädiert dafür, Rentnern einen Lebensabend in Würde zu ermöglichen, schließlich habe diese Generation "das Land aus den Trümmern wiederaufgebaut, die die Befreier hinterlassen" hätten. Die Abgeordnete der DVU-Fraktion fordert eine Ausgliederung von versicherungsfremden Leistungen, wie z.B. die Kriegsfolgenlasten. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Birgit Fechner (DVU)
  • Birgit Fechner (DVU), 18.09.08
Roswitha Schier (CDU); Quelle: rbb

Roswitha Schier (CDU)

äußert sich ähnlich wie ihre Koalitionskollegin Lehmann von der SPD. Die Linken würden die Situation im Land schlechtreden und die Ängste bei Rentnern und Arbeitsnehmern schüren. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Roswitha Schier (CDU)
  • Roswitha Schier (CDU), 18.09.08
Dagmar Ziegler (SPD); Quelle: rbb

Dagmar Ziegler (SPD)

Die Sozialministerin mahnt eine sachliche Debatte an. Altersarmut sei kein "drängendes soziales Problem", sondern vielmehr die Armut durch Arbeitslosigkeit. Zurzeit würden nur 5000 Brandenburger Grundsicherung empfangen. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Dagmar Ziegler (SPD)
  • Dagmar Ziegler (SPD), 18.09.08
Christian Görcke (Die Linke); Quelle: rbb

Christian Görke (Die Linke)

wehrt sich gegen den Vorwurf der Schwarzmalerei. Die Statistik über die Erwerbslosigkeit suggeriere Aufschwung, lasse den Abschwung aber außer acht. So seien die Ein-Euro-Jobber dort nicht erwähnt. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Christian Görke (Die Linke)
  • Christian Görke (Die Linke), 18.09.08
Günter Baaske (SPD); Quelle: rbb

Günter Baaske (SPD)

erkennt in der Rede der Linken ein eigenes Papier zur Rentenkonsolidierung vom März 2008; die vier von der Linken vorgetragenen Vorschläge seien anlässlich eines Arbeitstreffens bei der Friedrich-Ebert-Stiftung erarbeitet worden. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Günter Baaske (SPD)
  • Günter Baaske (SPD), 18.09.08

TOP 2

Renate Adolph (Die Linke)/ Adolph, Jörg Schönbohm (CDU); Quelle: rbb

Fragestunde

Auskunft verlangten die Abgeordneten zu Themen wie dem Ausbau des Sacrow-Paretzer Kanals, zum Polizeieinsatz gegen die Ortsbürgermeisterin von Briesensee sowie darüber, wie die Landesregierung auch Schulabbrechern eine Chance geben will. Alle Fragen (pdf).
_mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Fragestunde
  • Fragestunde, 18.09.08

TOP 3

Kommunalabgabengesetz verabschiedet

Wasser- und Abwasserzweckverbände haben noch bis 2011 Zeit, Anschluss-Beiträge von Haushalten zu kassieren, beschloss das Landesparlament in namentlicher Abstimmung mit 42 Jastimmen und 28 Neinstimmen. Danach soll mit einem Gesetz weiteren Forderungen ein Riegel vorgeschoben werden. _mehr

Hans-Jürgen Dr. Scharfenberg (Die Linke); Quelle: rbb

Hans-Jürgen Scharfenberg (Die Linke)

sieht im Entschließungsantrag nach wie vor keine Verbesserung; eine Entlastung der "Altanschließer" sei auch nach langer und ausführlicher Beratung nicht erzielt worden. Der Abgeordnete verweist darauf, dass das Gesetz verändert werden müsse. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Hans-Jürgen Scharfenberg (Die Linke)
  • Hans-Jürgen Scharfenberg (Die Linke), 18.09.08
Ralf Holzschuher (SPD); Quelle: rbb

Ralf Holzschuher (SPD)

Mit "einem Federstrich" Forderungen der Zweckverbände zu streichen, wäre rechtlich nicht haltbar und würde Entschädigungszahlungen auslösen, konterte der SPD-Rechtsexperte gegen Die Linke. "So einfach ist die Welt nicht, wie sie sich das denken". _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Ralf Holzschuher (SPD)
  • Ralf Holzschuher (SPD), 18.09.08
Michael Claus (DVU); Quelle: rbb

Michael Claus (DVU)

wirft dem Regierungsbündnis vor, dass der "schwarze Peter" den Zweckverbänden zugeschoben werden solle und die geplante längere Verjährungsfrist zu Lasten der Bürger ginge. Die DVU lehne Änderungs- und Entschließungsantrag ab. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Michael Claus (DVU)
  • Michael Claus (DVU), 18.09.08
Sven Petke (CDU); Quelle: rbb

Sven Petke (CDU)

beklagt, dass die Debatte verdeutliche, wer eine verantwortungsvolle und wer eine unverantwortliche Politik betreibe. Er bittet um die Zustimmung zu den Anträgen von CDU und SPD. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Sven Petke (CDU)
  • Sven Petke (CDU), 18.09.08

TOP 4

Anpassungen nach der Reform der Kommunalverfassung beschlossen

Dazu lag ein Gesetzentwurf der Landesregierung vor.

TOP 5

Aufruf zur Kommunalwahl

Der Landtag rief einstimmig dazu auf, bei den Kommunalwahlen am 28. September demokratische und keine rechtsextremistischen Parteien zu wählen. Die Abgeordneten der rechtsextremen DVU enthielten sich der Stimme._mehr

Gunter Fritsch (SPD)

Der Landtagspräsident warnt vor rechtsextremen Parteien. Wähler und Parteien sollten eine "deutlich sichtbare Allianz pro Demokratie" schmieden. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Gunter Fritsch (SPD)
  • Gunter Fritsch (SPD), 19.09.08

TOP 6

Modernisierung der Landesverwaltung

Die Abgeordneten sprechen über einen Bericht der Regierung.

Margitta Mächtig (Die Linke); Quelle: rbb

Margitta Mächtig (Die Linke)

sagt, der Bericht der Landesregierung zur Modernisierung der Verwaltung mache deutlich, dass noch viel zu tun sei. Mächtig wirft der Koalition vor, die Reform der Verwaltung nicht mit Nachdruck zu verfolgen: "Lassen sie die Postkutsche sein und nutzen Sie endlich einen modernen ICE."
_mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Margitta Mächtig (Die Linke)
  • Margitta Mächtig (Die Linke), 18.09.08
Mike Bischoff (SPD); Quelle: rbb

Mike Bischoff (SPD)

"Wir sind auf einem guten Weg und haben die Dampflok schon hinter uns gelassen", beantwortet der SPD-Abgeordnete die Aufforderung der Linken, mehr Tempo zu machen. Aufgaben der Verwaltung seien bereits in erheblichem Umfang ausgegliedert oder gebündelt worden. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Mike Bischoff (SPD)
  • Mike Bischoff (SPD), 18.09.08
Michael Claus (DVU); Quelle: rbb

Michael Claus (DVU)

betont, jede Optimierung der Verwaltung müsse vor allem den Bürgern und der Wirtschaft nutzen. Auch Verfassungsschutz, Gerichte und Staatsanwaltschaften müssten auf mögliche Verbesserungen überprüft werden. Der Bericht der Landesregierung sei insgesamt "oberflächlich und mager". _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Michael Claus (DVU)
  • Michael Claus (DVU), 18.09.08
Saskia Funck (CDU); Quelle: rbb

Saskia Funck (CDU)

betont, eine Optimierung der Verwaltungsstrukturen sei Grundlage für eine nachhaltige Konsolidierung der Landesfinanzen. Der Abbau und die Privatisierung von Aufgaben sei eines der wichtigsten Ziele der Verwaltungsreform. _mehr

    Im Parlament, 18.09.08
    Saskia Funck (CDU)
  • Saskia Funck (CDU), 18.09.08
Rainer Speer (SPD); Quelle: rbb

Rainer Speer (SPD)

Der Finanzminister sagt, die Arbeit der Landesbediensteten müsse in Zukunft effizienter gestaltet werden. Bei den Aufgaben des Landes selbst seien deutlich Einschnitte kaum möglich. Deswegen gehe es in Zukunft vor allem um die Verbesserung von Strukturen. _mehr

TOP 7

Raumordnungsbericht

Der Landtag nahm den Bericht der Landesregierung zur Kenntnis.

TOP 8

Netz-Ausbau für erneuerbare Energien

Der Ausbau des Stromnetzes für erneuerbare Energien nimmt in Brandenburg konkrete Formen an. Im ersten Quartal 2009 soll die Landesregierung dazu einen Bericht vorlegen, heißt es in dem Antrag von SPD und CDU, den die Abgeordneten beschlossen.

Babara Hackenschmidt (SPD); Quelle: rbb

Barbara Hackenschmidt (SPD)

sagt, 2020 solle bundesweit mindestens ein Viertel des Stroms aus erneuerbaren Energien kommen. In Brandenburg müsse der Anteil so hoch wie möglich sein. Um Arbeitsplätze zu sichern und neue Märkte zu erschließen, müsse das Land konsequent auf erneuerbare Energien setzen. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Barbara Hackenschmidt (SPD)
  • Barbara Hackenschmidt (SPD), 19.09.08
Wolfgang Thiel (Die Linke); Quelle: rbb

Wolfgang Thiel (Die Linke)

kritisiert, der vorliegende Antrag der Regierungsfraktionen gehe nicht weit genug. "Wir müssen unsere Anstrengungen schnell und gewaltig potenzieren, wenn es um den Ausbau erneuerbarer Energien geht." Angesichts des gravierenden Klimawandels sei sofortiges und gemeinsames Handeln geboten. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Wolfgang Thiel (Die Linke)
  • Wolfgang Thiel (Die Linke), 19.09.08
Detlef Karney (CDU); Quelle: rbb

Detlef Karney (CDU)

sagt, die Landesregierung habe bei den erneuerbaren Energien "ehrgeizige" Ziele. Nach einer Studie müssten die Stromnetze in den kommenden Jahren für rund 850 Millionen Euro ausgebaut werden, um diese Ziele zu erreichen. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Detlef Karney (CDU)
  • Detlef Karney (CDU), 19.09.08
Norbert Schulze (DVU); Quelle: rbb

Norbert Schulze (DVU)

meint, die Bürger bräuchten vor allem bezahlbare Energie: Die Brandenburger litten unter den hohen Preisen. Brandenburg brauche zukünftig einen wirtschaftlichen "Energiemix". Auch die erneuerbaren Energien müssten sich auf Dauer im Wettbewerb mit anderen Energiequellen bewähren. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Norbert Schulze (DVU)
  • Norbert Schulze (DVU), 19.09.08
Ulrich Junghanns (CDU); Quelle: rbb

Ulrich Junghanns (CDU)

Der Wirtschaftsminister betont, wichtig sei ein "schneller und abgestimmter Ausbau" der Energienetze. Es müsse verhindert werden, dass ein "unkontrollierter Ausbau" zu höheren Energiepreisen führe. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Ulrich Junghanns (CDU)
  • Ulrich Junghanns (CDU), 19.09.08

TOP 9

Stadtumbau Ost

Das Parlament nimmt mehrheitlich einen Antrag der Regierungsparteien an. Die Regierung solle sich beim Bund dafür einzusetzen, dass ein entsprechendes Programm auf dem bisherigen Niveau nach 2009 weiterläuft.

Thomas Günther (SPD); Quelle: rbb

Thomas Günther (SPD)

sagt, die Förderung des Stadtumbaus Ost durch den Bund auf dem bisherigen Niveau müsse fortgeführt werden. Wohnungsunternehmen, die noch immer durch hohen Leerstand wirtschaftlich gefährdet seien, sollten künftig "mehr und schneller abreißen können". _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Thomas Günther (SPD)
  • Thomas Günther (SPD), 19.09.08
Helga Böhnisch (Die Linke); Quelle: rbb

Helga Böhnisch (Die Linke)

betont, die Linke sei ebenfalls dafür, dass der Stadtumbau Ost fortgesetzt und die Bundesmittel nicht gekürzt würden. Zugleich müsse aber auch die Altschuldenhife überarbeitet werden. Der Teilrückbau von Gebäuden müsse in Brandenburg Priorität vor dem Total-Abriss haben. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Helga Böhnisch (Die Linke)
  • Helga Böhnisch (Die Linke), 19.09.08
Wilfried Schrey (CDU); Quelle: rbb

Wilfried Schrey (CDU)

bezeichnet den Stadtumbau Ost als "eine der Erfolgsgeschichten der deutschen Einheit". Mit dem Programm seien die ostdeutschen Städte dem demografischen Wandel wirksam entgegengetreten. Der Bevölkerungsrückgang in Brandenburg werde den Stadtumbau auch in Zukunft vor "riesige Herausforderungen" stellen. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Wilfried Schrey (CDU)
  • Wilfried Schrey (CDU), 19.09.08
Liane Hesselbarth (DVU); Quelle: rbb

Liane Hesselbarth (DVU)

"Wir sind nicht dafür, Stadtumbau mit der Abrissbirne zu betreiben." Nötig sei vielmehr eine "aktive Bevölkerungspolitik", damit wieder mehr Kinder geboren würden. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Liane Hesselbarth (DVU)
  • Liane Hesselbarth (DVU), 19.09.08
Reinhold Dellmann (SPD); Quelle: rbb

Reinhold Dellmann (SPD)

Auch der Minister bezeichnet den Stadtumbau Ost als "Erfolgsgeschichte". Stadtumbau sei nicht mehr nur ein Thema für die neuen Bundesländer, sondern auch für die alten und die EU. In Ostdeutschland werde er jetzt aber an vielen Stellen schwieriger, die Zeit der einfachen Lösungen sei vorbei. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Reinhold Dellmann (SPD)
  • Reinhold Dellmann (SPD), 19.09.08

TOP 10

Erhalt von Gesamtschulstandorten

Die Fraktion Die Linke will mit ihren Antrag durchsetzen, dass in den nächsten drei Jahren durch eine Ausnahmeregelung Gesamtschulen erst dann in Oberschulen umgewandelt werden, wenn sie zwei Schuljahre hintereinander keine elften Klassen einrichten können. Er wird abgelehnt.

Gerrit Große (Die Linke); Quelle: rbb

Gerrit Große (Die Linke)

beklagt, dass von dem ursprünglichen Angebot von 43 Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe nur noch 25 existierten und plädiert dafür, die Mindestschülerzahl für die 11. Klassen über einen Zeitraum von zwei Jahren zu reduzieren, um das Gesamtschul-Sterben aufzuhalten. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Gerrit Große (Die Linke)
  • Gerrit Große (Die Linke), 19.09.08
Klara Geywitz (SPD); Quelle: rbb

Klara Geywitz (SPD)

unterstreicht, dass die SPD für das Konzept der Gesamtschulen stehe. Sie wehrt sich gegen den Eindruck, den die Linke erwecke, wonach es der SPD ein Vergnügen bereite, die Gesamtschulen zu schließen. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Klara Geywitz (SPD)
  • Klara Geywitz (SPD), 19.09.08
Birgit Fechner (DVU); Quelle: rbb

Birgit Fechner (DVU)

spricht sich für die Senkung der Schülerzahlen aus, um Schulschließungen zu vermeiden. Ihre Partei hätte bereits ähnliche Anträge eingebracht, die von der Linken aber abgelehnt worden sei. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Birgit Fechner (DVU)
  • Birgit Fechner (DVU), 19.09.08
Carola Hartfelder (CDU); Quelle: rbb

Carola Hartfelder (CDU)

korrigiert die Zahlen der Partei Die Linke und erklärt der Vorrednerin der DVU, dass es nicht um Schulschließungen gehe, sondern um die Überführung der gymnasialen Oberstufe der Gesamtschulen an die Oberschulen. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Carola Hartfelder (CDU)
  • Carola Hartfelder (CDU), 19.09.08
Holger Rupprecht (SPD); Quelle: rbb

Holger Rupprecht (SPD)

Der Bildungsminister weist den Antrag zurück; er laufe ins Leere. Es gebe bereits Ausnahmeregelungen. Das Ziel sei, dass in jedem Landkreis ein Angebot erhalten bliebe, das könne auch eine Gesamtschule sein. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Holger Rupprecht (SPD)
  • Holger Rupprecht (SPD), 19.09.08
Gerrit Große (Die Linke); Quelle: rbb

Gerrit Große (Die Linke)

unterstreicht, dass sie keine Gesetzesänderung, sondern eine Ausnahmeregelung wolle. Der Antrag ziele darauf ab, die verbliebenen 25 Standorte zu stabilisieren und dafür eine Zweijahres-Frist einzuräumen, um neue Schulanmeldungen abzuwarten. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Gerrit Große 2 (Die Linke)
  • Gerrit Große 2 (Die Linke), 19.09.08

TOP 11

Kommunal-Kombi nachbessern und ausweiten

Der Antrag der Linken zielt darauf ab, dass die Landesregierung sich gegenüber der Bundesregierung dafür einsetzt, dass das "Bundesprogramm Kommunal-Kombi-Lohn" nachgebessert und ausgeweitet wird. Er wird abgelehnt.

Christian Görke (Die Linke); Quelle: rbb

Christian Görke (Die Linke)

unterstreicht, dass de kommunale Kombi-Lohn ein richtiger Schritt sei, die Bilanz sei aber neun Monate nach der Einführung ernüchternd. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Christian Görke (Die Linke)
  • Christian Görke (Die Linke), 19.09.08
Christian Görke (Die Linke); Quelle: rbb

Esther Schröder (SPD)

stellt klar, dass der Kombi-Lohn keine Erfindung der Linken sei, sondern ein Programm der SPD. Die Rede ihres Vorredners sei "scheinheilig". 11.300 Stellen mit Arbeitsbeginn 2008/9 seien bewilligt. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Esther Schröder (SPD)
  • Esther Schröder (SPD), 19.09.08
Birgit Fechner (DVU); Quelle: rbb

Birgit Fechner (DVU)

spricht sich gegen Ausweitung des Programms aus, da es den zweiten Arbeitsmarkt zementiere. Dies gelte vor allem für Kommunen mit Arbeitslosenquoten unter 15 Prozent. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Birgit Fechner (DVU)
  • Birgit Fechner (DVU), 19.09.08
Monika Schulz (CDU); Quelle: rbb

Monika Schulz (CDU)

weist die Kritik der Linken zurück, es wäre die übliche Forderung von "mehr und länger". Auch sie räumt ein, dass es Einführungsprobleme gebe. Die Kommunen würden sich selbst verwalten, jetzt sollten sie auch Verantwortung übernehmen. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Monika Schulz (CDU)
  • Monika Schulz (CDU), 19.09.08
Dagmar Ziegler (SPD); Quelle: rbb

Dagmar Ziegler (SPD)

erinnerte daran, dass das Programm für Regionen mit verfestigter Langzeitarbeitslosigkeit gedacht sei. Der finanzielle Rahmen sei enorm. Über die Umsetzung und die Definition der Zielgruppe sei lange beraten worden. Der Antrag der Linken sei überflüssig. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Dagmar Ziegler (SPD)
  • Dagmar Ziegler (SPD), 19.09.08
Christian Görke 2 (Die Linke); Quelle: rbb

Christian Görke (Die Linke)

entgegnet der Abgeordneten der CDU, dass der Bundesanteil auch von anderen Ländern als gering angesehen werde. Sachsen habe zum Beispiel die Konsequenz gezogen und die Beträge aufgestockt. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Christian Görke 2 (Die Linke)
  • Christian Görke 2 (Die Linke), 19.09.08
Dagmar Ziegler 2 (SPD); Quelle: rbb

Dagmar Ziegler (SPD)

entgegnet ihrem Vorredner, dass es in Brandenburg nicht wie in Sachsen an der Ko-Finanzierung liege, wenn Stellen nicht eingerichtet würden. Hier seien es die Zugangsvoraussetzungen. Außerdem handele es sich um EU-Gelder zur Struktur-Förderung, die könne man nicht zu einer Zielgruppenförderung ummünzen. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Dagmar Ziegler 2 (SPD)
  • Dagmar Ziegler 2 (SPD), 19.09.08

Top 12

Bahnerschließungskonzept für den Flughafenbahnhof BBI

Mit ihrem Antrag will die Fraktion Die Linke sicherstellen, dass der Großflughafen BBI zur Eröffnung auch mit einer "attraktiven“ Bahnanbindung versehen ist. Der Antrag wird abgelehnt.

Anita Tack (Die Linke); Quelle: rbb

Anita Tack (Die Linke)

erinnert daran, dass die öffentliche Anbindung des mit öffentlichen Geldern geförderten Flughafenbahnhofs nicht zur Eröffnung gewährleistet sei und fordert eine Aussprache über Konsequenzen aus den Fehlplanungen. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Anita Tack (Die Linke)
  • Anita Tack (Die Linke), 19.09.08
Jens Klocksin (SPD); Quelle: rbb

Jens Klocksin (SPD)

lehnt den Antrag ab: es ginge der Linken nur um eine Skandalisierung rechtzeitig vor der Wahl. Der Antrag müsste noch nicht einmal an den Ausschuss überwiesen werden, da das Thema dort ohnehin auf der Tagesordnung stehe. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Jens Klocksin (SPD)
  • Jens Klocksin (SPD), 19.09.08
Liane Hesselbarth (DVU); Quelle: rbb

Liane Hesselbarth (DVU)

erinnert daran, dass die Renovierung des alten Gebäudes samt Streckenanbindung nur die Hälfte gekostet hätte. Die Abgeordnete stimmt dem Antrag zu, da die jetzigen Kompromisse unzureichend seien. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Liane Hesselbarth (DVU)
  • Liane Hesselbarth (DVU), 19.09.08
Wilfried Schrey (CDU); Quelle: rbb

Wilfried Schrey (CDU)

bezeichnet es als "unerlässlich", die Anbindung bis zur Eröffnung zu gewährleisten. Den Antrag der Linken lehnt er als populistisch ab; er sei "wohl wissend, dass das Thema im Ausschuss behandelt wird", gestellt worden. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Wilfried Schrey (CDU)
  • Wilfried Schrey (CDU), 19.09.08
Reinhold Dellmann (CDU); Quelle: rbb

Reinhold Dellmann (SPD)

Der zuständige Minister hält der Kritik der Linken entgegen, dass es auch beim Bau der Autobahn A 113 Vorbehalte gegeben habe. Über die S-Bahn sei der Flughafen erreichbar. Die "Ost"-Anbindung könne nicht direkt sein, werde aber durch gute Umsteige-Möglichkeiten nach dem Umbau vom Ostkreuz und dem Bahnhof Lichtenberg gewährleistet sein. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Reinhold Dellmann (SPD)
  • Reinhold Dellmann (SPD), 19.09.08
Anita Tack (Die Linke); Quelle: rbb

Anita Tack (Die Linke)

stellt klar, dass das Thema erst nach dem Antrag ihrer Partei auf die Tagesordnung des Ausschusses gesetzt worden sei und freut sich, dass die Arbeit der Linken insofern Früchte trage. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Anita Tack 2 (Die Linke)
  • Anita Tack 2 (Die Linke), 19.09.08

Top 13

Rentenberechnung

Sowohl der Antrag der Linken als auch der Antrag der Regierungskoalition befasst sich mit der unterschiedlichen Berechnung der Renten in Ost und West.
Die Linke möchte, dass der aktuelle Rentenwert (Ost) in einem Stufenplan auf West-Niveau steigt und die Höherbewertung der Rente (Ost) beibehalten wird. Die Regierungskoalition will über eine Vereinheitlichung des Berechnungsmodus eine Gleichheit vor dem Gesetz herstellen. Während die Abgeordneten den ersten Antrag ablehnen, nehmen sie den zweiten an.

Irene Wolf-Molorcius (Die Linke); Quelle: rbb

Irene Wolff-Molorciuc (Die Linke)

fordert einen konkreten Stufenplan, 2009 beginnend, klare Berechnungen und eine Finanzierung aus Steuermitteln, die sich aus dem Einigungsvertrag ergebe. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Irene Wolff-Molorciuc (Die Linke)
  • Irene Wolff-Molorciuc (Die Linke), 19.09.08
Roswitha Schier (CDU); Quelle: rbb

Roswitha Schier (CDU)

zitiert aus dem "Neuen Deutschland", um die Position der Linken zu verdeutlichen. Die Partei der Linken verfolge mit der Verlängerung der Höherbewertung der Ostrente einen Paradigma-Wechsel in der laufenden Debatte. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Roswitha Schier (CDU)
  • Roswitha Schier (CDU), 19.09.08
Birgit Fechner (DVU); Quelle: rbb

Birgit Fechner (DVU)

lehnt den Antrag der Linken mit Verweis auf die Ausführungen ihrer Vorrednerin ab. Der Antrag der Regierungskoalition enthalte nicht mehr als "gut gemeinte Worte". Da die DVU aber für eine Vereinheitlichung des Rentenwertes sei, würde sie den Antrag trotzdem nicht ablehnen. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Birgit Fechner (DVU)
  • Birgit Fechner (DVU), 19.09.08
Sieglinde Heppener (SPD); Quelle: rbb

Sieglinde Heppener (SPD)

begründet den Antrag der Regierungskoalition damit, dass 18 Jahre nach der Wiedervereinigung die Deutschen noch in zwei Rentenvölkchen geteilt seien. Die ungünstige wirtschaftliche Entwicklung bedrohe die Rentner in Ost wie West gleichermaßen. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Sieglinde Heppener (SPD)
  • Sieglinde Heppener (SPD), 19.09.08
Dagmar Ziegler (SPD); Quelle: rbb

Dagmar Ziegler (SPD)

Die Sozialministerin verzichtet mit Verweis auf ihre Vorrednerin auf weitere Ausführungen. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Dagmar Ziegler (SPD)
  • Dagmar Ziegler (SPD), 19.09.08
Irene Wolf-Molorcius (Die Linke); Quelle: rbb

Irene Wolff-Molorciuc (Die Linke)

wehrt sich abschließend gegen den Vorwurf ihrer Vorrednerin Heppener, die Alten arm zu reden. Für sie gelte die Formel "alt gleich arm gleich pflegebedürftig" nicht. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Irene Wolff-Molorciuc 2 (Die Linke)
  • Irene Wolff-Molorciuc 2 (Die Linke), 19.09.08

Top 14

UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen

Das Landesparlament stimmt dem Antrag der Regierungsparteien zu, wonach die UN-Konvention eine wichtige Orientierung für die
die Politik des Landes darstellt. Die Landesregierung wird aufgefordert, sie in Brandenburg umzusetzen.

Sylvia Lehmann (SPD); Quelle: rbb

Sylvia Lehmann (SPD)

spricht sich dafür aus, das Behindertengleichstellungsgesetz des Landes zu reformieren. Wünschenswert sei, die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen in das Gesetz einzuarbeiten. Ziel der Konvention sei die gesellschaftliche Wertschätzung von behinderten Menschen. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Sylvia Lehmann (SPD)
  • Sylvia Lehmann (SPD), 19.09.08
Ingeborg Kolodzeike (Die Linke); Quelle: rbb

Roswitha Schier (CDU)

greift die Linke an: Diese solle daran denken, wie Behinderte zu DDR-Zeiten behandelt worden seien. Im übrigen seien neue Gesetze nicht alles. Bei der Integration von Behinderten in die Gesellschaft komme es auf das Verhalten jedes Einzelnen an. _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Roswitha Schier (CDU)
  • Roswitha Schier (CDU), 19.09.08
Ingeborg Kolodzeike (Die Linke); Quelle: rbb

Ingeborg Kolodzeike (Die Linke)

sagt, die Behindertenpolitik habe sich in den vergangenen Jahren grundsätzlich verändert, weltweit. Es ständen nicht mehr die Defizite von Behinderten im Vordergrund, sondern "ihr Potenzial zur Beteiligung am gesellschaftlichen Leben". Auch in Deutschland habe sich "einiges bewegt". _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Ingeborg Kolodzeike (Die Linke)
  • Ingeborg Kolodzeike (Die Linke), 19.09.08
Birgit Fechner (DVU); Quelle: rbb

Birgit Fechner (DVU)

meint, viele UN-Konventionen hätten keine Wirkung. Das gelte auch für die Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen: "Was, ganz konkret, hat ein behinderter Mensch von dieser Konvention? Die Antwort ist sehr banal: nichts." _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Birgit Fechner (DVU)
  • Birgit Fechner (DVU), 19.09.08
Dagmar Ziegler (SPD); Quelle: rbb

Dagmar Ziegler (SPD)

Die Sozialministerin will die UN-Konvention "offensiv aufgreifen" und zu einer "wesentlichen Grundlage der Behindertenpolitik des Landes" machen. "Wir wollen uns an dieser Konvention messen lassen." _mehr

    Im Parlament, 19.09.08
    Dagmar Ziegler (SPD)
  • Dagmar Ziegler (SPD), 19.09.08

Landespolitik im rbb

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