Thema auf Antrag der FDP:
"Energiepolitik als Scharnier zwischen Wirtschafts- und Sozialpolitik begreifen- Strompreise stabil halten!" Im Anschluss an die Aussprache wird über vier Entschließungsanträge abgestimmt. Die Anträge von CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen werden abgelehnt. Der
gemeinsame Antrag von SPD und Die Linke wird mit großer Mehrheit angenommen.
fordert die Ansiedlung stromintensiver Unternehmen im Energieland Brandenburg. Es seien Maßnahmen nötig, damit der selbst produzierte Strom auch in Brandenburg genutzt werden könne. Die gestiegenen Strompreise hätten einen Punkt erreicht, an dem es wehtue. Preistreiber seien jedoch nicht in erster Linie Unternehmen, sondern der Staat. Dieser müsse dafür sorgen, dass Strom sowohl zuverlässig als auch zu bezahlbaren Preisen geliefert werde.
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verweist darauf, dass Brandenburg von der Energiewende profitiere, aber auch überproportional von den Kosten betroffen sei. Das Erneuerbare Energiengesetz (EEG) stoße hier an seine Grenzen und müsse überarbeitet werden. Allerdings sei nicht nur das EEG für die Preissteigerungen verantwortlich, so habe das Angebot von Ökostrom auch zu Preissenkungen geführt. Es sei ein nationales Konzept zur Energiewende notwendig, in dem die Energiepreise aber auch die Rolle der fossilen Energien verhandelt würden.
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sieht "dringenden Nachsteuerungsbedarf" bei der Speicherung und Verteilung der in Brandenburg erzeugten Energie. Beim Ausbau erneuerbarer Energien dürfe es "keinen unkoordinierten Aktionismus" der Landesregierung geben. Zudem müsse der Ausbau an die Bevölkerungsentwicklung angepasst werden.
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betont, dass die Energiewende sozial gestaltet werden müsse. So dürften die Kosten nicht länger bei Privatkunden und kleinen Unternehmen abgelagert werden. Auch energieintensive Industrien müssten zur Kasse gebeten werden. Die Linke mache sich daher für die Abschaffung der Stromsteuer und für die Einführung eines Sozialtarifs für Strom stark. Auch bei den Transferleistungen müssten die höheren Preise berücksichtigt werden.
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sieht die Ursache für die steigenden Strompreise in den Großverbrauchern, die von der EEG-Umlage befreit sind. Die Zahl der befreiten Betriebe habe sich auf Initiative der FDP im Bund erhöht. Daher sei nicht das EEG schlecht, sondern das, was die schwarz-gelbe Koalition daraus gemacht habe. Zudem müsste mehr darauf gesetzt werden, wie Energie gespart werden könne.
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Wirtschaftsminister Christoffers verteidigt die Energiestrategie der rot-roten Landesregierung. Die Abmilderung der Kosten für Privatkunden und Kleinunternehmer könne nur ein erster Schritt sein. So bemühe sich die Landesregierung seit Jahren um eine bundesweite Umwälzung für die Kosten des Netzausbaus. Außerdem habe es im Bundesrat mehrere Anträge zur Abschaffung der Stromsteuer gegeben. Der Minister verteidigt die Ausnahmeregelung für stromintensive Unternehmen "ausdrücklich", räumt aber ein, dass die Kriterien dafür gegebenenfalls überarbeitet werden müssten.
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verweist ebenfalls auf die Energiestrategie 2030, mit der klargestellt werde "was und wie wir’s machen wollen". Sie verteidigt den Ausbau der erneuerbaren Energien in bevölkerungsarmen Gebieten, da dort mit den "sonst nutzlosen" Flächen Geld verdient werden könne. Ein großes Defizit sei in der Tat noch die Energiespeicherung, aber auch hier werde man voran kommen.
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kritisiert, dass im letzten Jahr ein Teil der erzeugten Energie wegen Überlastung nicht in die Netze habe eingespeist werden können. Die Umlagebefreiung von energieintensiven Unternehmen sei richtig, weil sonst Arbeitsplätze in Brandenburg verloren gehen würden. Die Landesregierung solle lieber ihre "eigenen Hausaufgaben machen", statt auf den Bund zu schielen.
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Umweltministerin Tack weist die Kritik ihres Vorgängers zurück. Das EEG sei ein Bundesgesetz, daher müsse man sich auch auf dieser Ebene darum kümmern. So habe es von der Bundesregierung noch kein Signal zu den steigenden Strompreisen gegeben. Die Ministerin betont, dass die Energieversorgung zur Daseinsvorsorge gehöre und schon deshalb "dringender Novellierungsbedarf" bestehe. Abhilfe könnten Energieberatungen, smarte Stromzähler und die Anhebung der Transferleistungen schaffen.
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betont, dass er nicht die Abschaffung des EEG gefordert habe. Dies sei "vom Mechanismus her" ein sinnvolles Gesetz, mit dem die Geschwindigkeit des Ausbaus der Erneuerbaren Energien gesteuert werden könne. Er fordert, dass dies dann aber auch getan werde.
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