"Gute Arbeit in Brandenburg und in Deutschland" ist auf
Antrag der Linksfraktion das Thema der Aktuellen Stunde. SPD, Linke und Grüne sprachen sich am Vorabend des 1. Mai dafür aus, die Arbeitswelt humaner zu machen und bekräftigten ihre Forderung nach gerechter Bezahlung und einem Mindestlohn. Angenommen wurde dazu ein
Entschließungsantrag von SPD- und Linksfraktion.
unterstützt die Forderungen des DGB zum 1. Mai. Seit über zehn Jahren müssten sich die Bürger mit Angriffen auf den Sozialstaat herumschlagen. Jeder 5. Deutsche arbeite mittlerweile im Niedriglohnsektor; in Brandenburg gebe es 36 Prozent prekär Beschäftigte. Die Linke sei für eine "neue Ordnung der Arbeit“. Sie trete für einen flächendeckenden Mindestlohn von 10 Euro pro Stunde ein.
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verweist auf die gute Entwicklung des Arbeitsmarktes in Deutschland und lobt die Arbeitsmarktpolitik der schwarz-gelben Bundesregierung. Allerdings müssten in einigen Unternehmen die Rahmenbedingungen verbessert werden. In Brandenburg verließen außerdem zu viele Schüler die Schule ohne Abschluss. Sie hätten besonders schlechte Chancen, eine Beschäftigung zu finden.
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fordert ein Umdenken über den Wert der Arbeit in unserer Gesellschaft. Laut einer neuen Studie seien mehr als dreiviertel der Befragten unzufrieden mit ihrer Arbeit. Permanente Belastung und Stress führten zu Erkrankungen und Burnout. Es gebe viele Berufe, die gesellschaftlich nicht anerkannt würden. Als Beispiel nennt er die Pflegekräfte. Die Menschen bräuchten nicht nur Arbeit, sie bräuchten "gute Arbeit".
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Der Fraktionsvorsitzende lehnt pauschale Lohnfestlegungen ab, weil sie der Arbeitsmarktsituation in Deutschland nicht gerecht würden. Andere europäische Länder hätten mit Mindestlöhnen bereits schlechte Erfahrungen gemacht. Sie führten meist zu einer höheren Jugendarbeitslosigkeit. Dies könne sich Brandenburg nicht leisten.
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schließt sich ausdrücklich dem Grundsatzbeschluss des DGB zur Bundestagswahl 2013 an. Der Arbeitsmarkt in Deutschland sei zutiefst gespalten. Teilhabe an so genannter guter Arbeit sei auch das Anliegen der Grünen. Ihre Partei trete für einen flächendeckenden Mindestlohn von 8,50 Euro, für faire Regeln für Leiharbeit, die Eindämmung von Minijobs und prekärer Beschäftigung sowie eine starke Mitbestimmung ein.
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Der Arbeitsminister sieht die gute Entwicklung in Deutschland auch als Ergebnis der Harzt-IV-Reformen. Die Reformen hätten aber auch ihre Tücken. Zum Beispiel sei die schlechte Bezahlung von Leiharbeitern, befristeten Angestellten oder Minijobbern nicht in Ordnung. Hier müsse durch eine Lohnuntergrenze nachgebessert werden.
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hält es für falsch, die Minijobs zu verteufeln. Wenn die Arbeitnehmer in Brandenburg länger krank seien als der Bundesdurchschnitt, dann seien offenbar in Brandenburg die Rahmenbedingungen falsch. Ihren Vorredner Baer (SPD) erinnert sie daran, dass der CDU-Antrag für eine Pflegeumlage von Rot-Rot abgelehnt worden sei.
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freut sich über die Diskussion. Sie zeige, dass das Thema "gute Arbeit" den Nerv der Zeit treffe. Seiner Vorrednerin Schier (CDU) entgegnet er, ein Mindestlohn würde auch die Probleme in der Pflege deutlich erleichtern. Der FDP wirft er vor, die Partei der Besserverdienenden zu sein.
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Der Arbeitsminister informiert über eine Bundesratsinitiative gegen psychische Belastung am Arbeitsplatz, die Brandenburg mit anderen Bundesländern einbringen werde. Die Vorlage sei jetzt fertig gestellt. Zugleich erläutert er an die Adresse der Abgeordneten Schier (CDU), warum Brandenburg aus rechtlichen Gründen keine Pflegeumlage einführen könne.
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bezeichnet Löhne unter sieben Euro in der Stunde als unsozial. Die vielen prekär Beschäftigten im Niedriglohnsektor in Brandenburg seien auch ein Grund für die vielen Krankheitstage der Arbeitnehmer in Brandenburg. Gute Arbeit, die sicher geregelt und gut bezahlt werde, sei auch die Voraussetzung für eine gute Rente.
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