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rbbonline | Im Parlament

Gregor Beyer (FDP) betont, dass die Fischerei Teil der märkischen Identität sei. Dies sei das wichtigste Ergebnis der Großen Anfrage. Die Teichwirtschaft biete viel Potential, das durch eine Verbesserung der Rahmenbedingungen noch gesteigert werden könne.
Bislang führe noch der Konflikt mit dem Naturschutz zu erheblichen Einschränkungen. Er weist darauf hin, dass der Schutz der Teichlandschaft nur über die Nutzung der Teiche erreicht werden kann.
Martina Gregor-Ness (FDP) bezeichnet es als bedenklich, dass der Eigenbedarf an Fisch nur zu zehn Prozent aus Brandenburger Gewässern gedeckt wird. Es gebe ein Ungleichgewicht zwischen Naturschutz und Verantwortung gegenüber den Fischereien. Dies müsse geändert werden. Sie betont, dass zur Artenvielfalt auch die Teichwirtschaft gehöre.
Dieter Dombrowski (CDU) bedankt sich bei der FDP für die Große Anfrage. Mit dem Entschließungsantrag werde die Fischerei als wichtiger Wirtschaftsfaktor anerkannt. Allerdings gäbe es noch Gestaltungsmöglichkeiten bei der Frage, ob die Landesregierung Fischer als Partner verstehe. Er zeigt sich erstaunt darüber, dass Agrar- und Umweltministerium unterschiedlicher Auffassung über das Kormoranmanagement seien. Der Entschließungsantrag sei auch eine Aufforderung, hier zu einer einheitlichen Auffassung zu kommen.
Egidius Luthardt (Die Linke) setzt sich dafür ein, bei Nutzungskonflikten einen angemessenen Interessensausgleich für die Fischer zu finden. Er warnt davor, die Probleme der Fischerei zu sehr auf die Kormorane zu fixieren. Die Landesregierung sollte sich darum bemühen, dass der Beitrag der Teichwirtschaften für die regionale Wirtschaft und Artenvielfalt von der EU honoriert werde.
Sabine Niels (B90/Grüne) fordert die Landesregierung auf, ihre Vorbildfunktion wahrzunehmen und z.B. in Kantinen einheimische Fische anzubieten statt "Pangasius aus Vietnam". Sie thematisiert die Langzeitwirkung des hohen Aalbesatzes für die Artenvielfalt und fragt nach den Auswirkungen des zunehmenden Fischtourismus.
Minister Jörg Vogelsänger (SPD) bezeichnet die Ergebnisse der Großen Anfrage der FDP als "gute Datengrundlage". Fischerei und Fischzucht hätten einen großen Anteil an der gewachsenen Kulturlandschaft in Brandenburg. Er zeigt sich optimistisch, dass es auch in der nächsten Förderperiode Mittel aus dem EU-Fischereifonds gibt.
01.September 2011
41. Sitzung des Brandenburger Landtags
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