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Debatte zum Forschungsdrang in Kitas

Der FDP-Fraktionsvorsitzende Andreas Büttner setzt auf den Wissensdurst der Kinder im Vorschulalter. Um sie dauerhaft für Naturwissenschaft, Technik und Mathematik zu interessieren, müsste der Forschungsdrang in den Kitas stärker gefördert werden. Besonders unterstützenswert sei das "Haus der kleinen Forscher", das pädagogisches Personal in diesem Bereich fortbildet.

Jutta Lieske (SPD) legt den Schwerpunkt auf eine ganzheitliche Förderung und verweist auf die Grundsätze der elementaren Bildung in den Kitas in Brandenburg. Darin werde neben der naturwissenschaftlichen und mathematischen Förderung auf fünf weitere Bereiche orientiert, wie Sprachkompetenz, Bewegung, Musik etc. Daher werde ihre Fraktion den Antrag "bedauerlicherweise" ablehnen.

Gordon Hoffmann (CDU)
findet den Antrag etwas "kleinteilig". FDP und Grüne sagten auch nicht, woher das Geld kommen solle und wofür genau die Landesregierung es ausgeben solle. Daher werde seine Fraktion den Antrag nicht unterstützen.

Gerrit Große (Die Linke)
lehnt den Antrag "in fröhlicher Überzeugung" ab, dass die Kintertagesstätten ihrem Auftrag bereits gut nachkommen. Sie zählt eine lange Liste von bereits bestehenden Anbietern und Trägern auf.

Marie Luise von Halem (Bündnis 90/Die Grünen)
plädiert für einen weiter verbesserten Betreuungsschlüssel in den Kitas nach finnischem Vorbild. Für sie ist der Antrag ein "Baustein" auf dem Wege zu mehr Qualität in den Kindertagesstätten. "Springen Sie über den Schatten Ihrer kleinteiligen Kritik und stimmen Sie zu", fordert sie die Koalitionsfraktionen auf.

Bildungsministerin Martina Münch (SPD)
empfiehlt der FDP einen Blick in den Bildungsplan der Kindertagesstätten. Dort sei die Forderung nach naturwissenschaftlicher und mathematischer Bildung bereits verankert und werde praktiziert. Mit dem "Haus der kleinen Forscher" kooperiere Brandenburg bereits seit Jahren. Der Antrag sei nicht notwendig.

Andreas Büttner (FDP)
- Der Fraktionsvorsitzende bedauert die Ablehnung des Antrages und wirft Rot-Rot vor, am Status Quo festhalten zu wollen. Ihm sei es darum gegangen, ein weiteres gutes Programm zu implementieren.

18.Mai 2011
36. Sitzung des Brandenburger Landtags

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