Michael Kesslers Winterexpedition: So weit die Huskys laufen © rbb/Oliver Ziebe
Michael Kesslers Winterexpedition: So weit die Huskys laufen © rbb/Oliver Ziebe

- So weit die Huskys laufen (1/2)

Nach der Kanutour auf der Spree, der Eselwanderung an die Ostsee und der Floßfahrt auf der Havel ist Schluss mit den kuscheligen Ausflügen. Michael Kessler geht für den Rundfunk Berlin‑Brandenburg (rbb) auf seine erste Winterexpedition! Der erste Teil führt ihn von Potsdam über Gröben und Trebbin bis nach Zossen.

Michael Kessler trifft zum ersten Mal seine tierischen Reisebegleiter ‑ die vier Sibirien‑Huskys Kiran, Taisto, Tahvo und Jarkko. Die finnischen Vornamen der Hunde gehen ihm zwar leicht von der Zunge, doch wer ist wer? Wesentlich einfacher ist es für Kessler, den Hundeschlitten zu steuern, solange es immer schön geradeaus geht. Vor Kreuzungen und Kurven wird eine leichte Rechts‑Links‑Schwäche der Leithunde Kiran und Taisto offenbar.

Auf seinem Weg trifft er bei Güterfelde auf eine scheinbar verlassene Baustelle. Nur ein einsamer Radiorekorder beschallt eine halbfertige Brücke. Ist hier etwa eine der berüchtigten "Geisterbaustellen", vor denen Bundes‑Verkehrsminister Peter Ramsauer gerne warnt? Auf denen nichts passiert, wo die Arbeit still liegt? Michael Kessler zeigt investigatives Gespür und entdeckt doch noch 5 Bauarbeiter....

In Nudow begegnet er auf der Straße Karl Friedrich Wilhelm. Der gelernte Zimmermann fiel vom Dach und hat sich das Becken gebrochen. Nun züchtet er Kaninchen …

In Blankensee entdeckt Michael Kessler eine Schulklasse aus Berlin. Sie sind hier, um für ihr Abschlusskonzert zu proben. Kessler übernimmt das Kommando und dirigiert das Blasorchester zu musikalischen Höhen...

In Trebbin macht Michael Kessler zusammen mit Sibirien‑Husky Kiran einen Spaziergang. Eine gute Wahl. Denn von den vier Huskys ist Kiran der anhänglichste. So langsam lernt Michael Kessler die unterschiedlichen Charaktere seiner Huskys kennen. Allerdings bringt er immer noch die finnischen Namen seiner Vierbeiner durcheinander. Darum lässt er sich von Edith Namensschildchen für seine tierischen Reisebegleiter sticken. Edith und Günter haben Ediths Leidenschaft ‑ das Sticken, Nähen und Häkeln - zu ihrer Profession gemacht und in Trebbin eine "Strickstube" eröffnet.

Am nächsten Tag machen Michael Kessler und seine Hunde Bekanntschaft mit Schwester Ruth. Die lebt seit 1983 im Kloster St. Gertrud in Alexanderdorf bei Mellensee. Die Benediktiner‑Nonne ist sehr überrascht von dem spontanen Besuch ...

In Kallinchen trifft Michael Kessler auf Manfred. Der rüstige Rentner hat allerhand Hobbys, um sich die Zeit im Winter zu vertreiben. Computer, Bass spielen und seine Modelleisenbahn. Die Eisenbahn hat es Kessler angetan und er will die Anlage unbedingt anschauen.

In Groß Köris lernt Michael Dr. Hans‑Ulrich Keller und seine Enkelin Emma‑Sophie kennen. Die hätte auch gerne einen Hund, aber ihre Mama erlaubt es ihr nicht. Mit 78 Jahren betreibt Opa Hans‑Ulrich noch immer seine Praxis für Allgemeinmedizin und denkt gar nicht daran aufzuhören. Ein Nachfolger ist sowieso nicht Sicht.

Erstsendung: 26.12.13/rbb